Aussteigen aus der Schenkerbewegung

Hier kann nun jeder fragen oder selbst was zum besten geben

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Re: Aussteigen aus der Schenkerbewegung

Beitragvon moni » 9. Sep 2011 05:56

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Re: Aussteigen aus der Schenkerbewegung

Beitragvon jensadolf » 11. Sep 2011 12:23

Hallo ihr lieben Streithähne/Hühner!
Was heißt denn überhaupt aus der Schenker Bewegung aussteigen? Soviel ich weiß ist Rasputin der einzigste der dieses Konzept tatsächlich auch durchzieht. Und nun möglicherweise seine Freundin/Frau bzw. die Frau die jetzt mit ihm zusammen ist. Für mich stellt sich nicht die Frage ob jemand in dieser Schenker Bewegung ist, sondern wie ist derjenige zu seiner Umwelt? Geht jemand sorgfältig mit seinen Ressourcen um? Ist saufen und kiffen ein tägliches Ritual? Ist der Mund der von Liebe und Licht spricht tatsächlich davon auch erfüllt? Oder ist das nur ein Propfen auf einem giftigen Vulkan? Und wenn es stimmt dass man nur Schenker ist wenn Jürgen sagt das man dieses wäre, wer ist das dann? Das sind alles Fragen die beantwortet werden müssen bevor man sagen kann ich bin dieses oder jenes. ich denke es sind Schemata nicht mehr und nicht weniger wichtiger ist, ist derjenige tatsächlich das was derjenige von sich selber denkt. Ist ein Mensch in der Lage zu reflektieren sein Handeln und tun in klarer Weise zu begutachten? Soll heißen erkenne ich meine eigene Fehlerhaftigkeit auch an? Ich meine jetzt nicht damit permanent und immer zu schnüffeln ob mein eigenes Handeln ökologisch moralisch ethisch einwandfrei ist, denn das ist doch sehr behindernd. Sondern es geht darum ob Ökologie Moral Ethik ein Teil der eigenen Persönlichkeitsstruktur ist. Oder ist es nur ein Wort was ich in den Mund nehme wie eine Fahne auf einem Dach? Wenn mir jemand sagt Du bist ein Schenker oder nicht dann denke ich ist derjenige selbst nicht dieses. Also kann ich auch schlecht aus etwas aussteigen wenn die Konturen des Gedankens so sehr verschwommen sind.

Zuerst einmal sind wir Menschen Menschen unserer Zeit. Menschen unserer Zeit sind in der einen oder anderen Weise ob mehr oder weniger gekoppelt an den hiesigen Bedingungen materiellen und immateriell. Dieses ab zu leugnen und zu sagen ich bin (was auch immer) ist so denke ich fragwürdig. Denn zuerst bin ich ein Mensch dieser Zeit. dann kann ich weitergehen. Nämlich was bin ich was sehe ich im Spiegel wenn ich hineinschaue (nicht morgens) kann ich mich selber im Spiegel sehen? Oder glaube ich nur das dass ich was ich dort im Spiegel sehe. Eine Organisation wie die Schenker kann ich im groben und ganzen kaum erkennen. Es gibt gute bis absolut sehr gute Menschen im Umkreis wie zum Beispiel dargelutz wo sich tatsächlich Gemeinschaft entwickelt und ist und das ist für mich Aussage. Nicht das Wort sondern das Handeln.

Ich schaue zu mir bin ich ein Schenker? Und kaum! Ein verbündeter vielleicht! Aber wenn jemand Schenker ist wird derjenige auch von jemanden beschenkt. Wodurch erwirbt sich jemand die Geschenke?

Beispiel: ich unterhielt mich mal vor langer Zeit mit buddhistischen Mönch. Ich fragte ihn wie ist das, wenn ich weiß das jemand sein Geld durch kriminelle Aktionen verdient nehme ich als Mönch diese Geschenke an? Er sagt ja. Ich sage dazu nein. Und so sehe ich auch diese ganzen Geschichten. Wenn jemand tatsächlich etwas gibt aus reinem klaren Wissen heraus gibt ist das ja in Ordnung. Aber sind dann nicht all diese Millionärsstiftungen nicht auch Schenker? Sind dann nicht die Spenden die Leute abgeben durch kriminelle Aktion nicht auch Schenker? Also geht es bei diesem Schenker sein um eine moralische Frage.

Kurz um ich kann nicht aus etwas aussteigen bzw. da drüber philosophieren und fantasieren wenn etwas so unklar ist. Sich von Würmern und Schnecken zu ernähren Fall Obst zu sich zu nehmen heißt noch lange nicht tatsächlich Schenker zu sein, sondern heißt ich habe meine Ernährungsgrundlage reduziert/verändert. Dieses Schenker sein hat also für mein Verständnis nur marginal etwas mit der Ernährungs Grundlage zu tun sondern mehr mit den inneren Zuständen. Und wenn jemand einem Schenker das Attribut Ehrlichkeit Anständigkeit Gradlinigkeit Verantwortungsbewusstsein Vertrauen und so weiter usw. gibt, soll heißen die Umgebung entscheidet was jemand ist. Dann ist es durchaus rechtens zu sagen ich bin. Darum stellt sich für mich nicht die Frage auszusteigen, sondern in sich selber einzusteigen und sein eigenes sein zu betrachten. Und in der Reflektion der Umgebung d.h. wie reagieren die Menschen in meiner Umgebung auf mich, aus diesem heraus entsteht erst die eigene Bezeichnung. Ich bin ich bin ich bin ich denn ich bin
Ich interessiere mich sehr für das weiter hinaus in die Welt gehen.
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Re: Aussteigen aus der Schenkerbewegung

Beitragvon saarloos » 11. Sep 2011 12:58

@jensadolf: :thumbup: Vollkommen und richtig.

Du bist ein schlauer Mensch und guter Beobachter.

Denn der bessere Christ z.B. ist jener der entsprechend lebt. Nicht der, den man in der Kirche findet wenn man ihn sucht.
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Re: Aussteigen aus der Schenkerbewegung

Beitragvon Suminoto » 12. Sep 2011 17:53

Allen zum Gruße

Die Auffassung, dass die Freiheit von Schenkern die Menschheit in eine andere Bahn lenken kann, hat nichts für sich, weil es keinen gründlicheren Schädiger der Freiheit des Menschen geben kann, als den Schenker, sobald er Schenker geworden ist.

Der Schenker stellt seine Mitmenschen vor Entscheidungen, ohne ihnen fertige Lösungen vorzulegen. Er erwartet diese Lösungen von jenen Leuten, die seiner herausfordernden Stimme gehorchen. Für den Schenker ist es nicht möglich, noch einen weiteren Schritt zu tun, weil er auf einer nicht mehr übersteigbaren Stufe steht. Gerade deswegen geht der Schenker früher oder später innerlich zugrunde, was zur Bedeutungslosigkeit seiner äußerlichen Haltung führt.

Der Schenker sieht die ungeheure Schwere der sozialen und seelischen Not auf Erden nicht scharf genug, weil sie außerhalb seines Betroffenseins liegt. Der Schenker, der das Schenken als eine Patentlösung betrachtet, und sonst nichts zu bieten hat, betreibt nichts anderes, als den Geringsten auf Erden ein herrenloses Lämmerglück zu schenken, mit dem diese dann alleingelassen werden.

Der bescheidene Schenker nimmt das soziale Elend auf Erden viel zu leicht, und er bemerkt nicht, dass die Benutzung von Geld für zahllose Menschen, die in unvorstellbares Elend geraten sind, der einzige Lichtstrahl der Hoffnung ist, dank dem sie ihr Dasein überhaupt ertragen können. Die Verkennung dieser Tatsache legen die Grenzen im Denken eines Schenkers offen, und zeigen ihm selbst auch, dass er seine verheißungsvollen Versprechungen einzulösen niemals fähig sein wird.

Der Schenker ist von einer tragischen Leere befallen, weil er nicht weiss, worum er sich schenkend bemüht. Dem Schenker fehlt das Ziel, und es fehlt ihm auch die richtige Antwort auf die Frage nach dem Warum der Dinge. Die Erde als Ganzes global zu verwalten, ist eine Aufgabe, die den Schenker überfordert, und dessen Kraft bei weitem übersteigt.

Der Schenker weiss nicht, dass es nicht in seiner Macht liegt, ein über der Menschheit zusammenbrechendes Gebäude am Zusammenbrechen zu hindern, und er weiss auch nicht, dass nur unreife Menschen es sind, die noch von einer Weltverbesserung zu träumen vermögen.

Der Schenker sieht nicht die Verbindung von Gottesferne und Elend. Die Durchschlagskraft und Tragweite des lebensfeindlichen Pessimismus wird von dem Schenker unterschätzt, weil er nicht bemerkt, dass es die Folge der Gottlosigkeit ist, die wie eine unaufhaltsame Flut die gesamte Menschheit überwältigt. Er sieht nicht, dass kein Weg mehr am Zusammenbruch vorbeiführen kann, und dass es keine Grundlage der Verständigung mehr geben kann, um die herannahende Katastrophe vermeiden zu können.

Sobald der Schenker festgestellt hat, dass das von ihm erwartete weltweite Elend viel schrecklicher ausgefallen ist, als er es zu befürchten wagte, wird er in wahnsinniger Angst umherirren, und letztendlich trotz seiner vorzüglichen intellektuellen Ausrüstung das Vorrecht haben, vor sich selbst kapitulieren zu dürfen.

Und dies wird dann erst der Anfang des Schreckens sein, den es nach dem Nichtmehrvorhandensein von Schenkerbewegungen zu erwarten gilt. Die Schrecken der vergangenen Kriege und Plünderungen verblassen vor dem, was ganz genau so kommen muss, wie es in der großen Prophezeiung des Nazareners angekündigt wurde, die in Matthäus 24 und 25, in Markus 13, sowie auch in Lukas 21 nachgelesen werden kann.

Die Rettung der Menschheit erfolgt nicht durch Wohltätigkeitsbewegungen, sondern durch die Wucht der Herrlichkeit des allmächtigen Schöpfers des Universums. Das letztendliche Eintreten von Frieden auf Erden wird kein Verdienst von Menschen sein, sondern eine Auswirkung der Gnade des Allmächtigen, welche einzig und allein nur auf Demütige zu fallen vermag.

Somit gilt es nunmehr, wie Jensadolf so freundlich empfohlen hat, bei sich selbst einzusteigen und dort sich selbst genau zu betrachten, und zu prüfen, ob man überhaupt noch sich selbst ist, oder ob sich in uns schon lange eine Persönlichkeit fest eingenistet hat, die in uns, ohne dass man es selbst bemerkt hat, den Geist von Sodom und Gomorra installiert hat.


[align=center]Den Erfolg wird Gott verleihen, dem der echte Demut lernt,
der dem Teufel kann verzeihen, und vom Prahlen sich entfernt.
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Re: Aussteigen aus der Schenkerbewegung

Beitragvon Kolibri » 12. Sep 2011 19:44

Suminoto hat geschrieben:Somit gilt es nunmehr, wie Jensadolf so freundlich empfohlen hat, bei sich selbst einzusteigen und dort sich selbst genau zu betrachten, und zu prüfen, ob man überhaupt noch sich selbst ist, oder ob sich in uns schon lange eine Persönlichkeit fest eingenistet hat, die in uns, ohne dass man es selbst bemerkt hat, den Geist von Sodom und Gomorra installiert hat.


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@Suminoto, :) wie wahr...

in Demut und stiller Dankbarkeit...Gabriela
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Re: Aussteigen aus der Schenkerbewegung

Beitragvon moni » 13. Sep 2011 12:35

Hallo Suminoto! Alles bis zu dem Quatsch mit Gott und dem Porphetengetue stimme ich dir echt zu. Deine Analyse über Öffi find ich treffend!

Und wenn hier einer aus der Schenkerbewegung ausgestiegen ist, dann bin ich das ja wohl. Rasputin ist ja, so wie ichs verstanden habe, noch Mitglied der Schenkerbewegung.

Sind Schenker bessere Menschen? Nein, aber einige haben es echt versucht und einige Ex-Schenker tun es noch!

Über die derzeitigen Bewohner des Hauses der Gastfreundschaft kann ich nicht urteilen, weil ich sie garnicht persönlich kenne. Und es macht auch für mich keinen Sinn mehr, Menschen in Gute und Böse zu teilen.
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Re: Aussteigen aus der Schenkerbewegung

Beitragvon jensadolf » 14. Sep 2011 20:52

Hallo ihr lieben!
Zum christlichen Glauben und der Demut. Für mich ist der christliche Glaube eine gigantische Mogelpackung. Wie einmal ein Philosoph meinte die größte Public-Relations-story der Menschheitsgeschichte. Ich kann über den Glauben selbst nur soviel sagen, ich kann glauben was ich will aber es kommt drauf an wie ist mein Herz. Über die Geschichte des Monotheismus brauche ich ja nichts erzählen das weiß jedes Kind. Für mich zählt wie ich oben beschrieben habe nicht das Wort sondern das Handeln. Das Handeln der christlichen Kirchen ist zumeist nicht unbedingt zum guten der Menschen. Auch heutigen Tags nicht. Beispiel: im brasilianischen Urwald lebt/lebte ein Volk was ursprünglich wohl 300-500 Menschen hatte. Ich glaube sie hießen xiu oder so ähnlich das sind Leute mit Pfähle in den Lippen. Eines Tages aber kam eine christliche Sekte und predigte den wahren einzigen Glauben. Das Ergebnis war das der größte Teil der Bevölkerung starb und jetzt wohl noch 100 Menschen dieses Volkes leben nämlich zusätzlich zum Glauben brachten sie den herrlichen Grippevirus mit. Ich brauche diese Geschichten nicht weiter erzählen es ist immer dasselbe. Es geht nicht darum was mein Mund spricht es geht darum was meine Hände tun. Es geht darum womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene was auch immer es sei. Wenn ich um im brasilianischen Urwald zu bleiben einige 100.000 km2 Urwald abholzen möchte um dort wunderbare Plantagen anzubauen damit irgendwelche Früchte hier nach Europa verkauft werden können und dazu eben einige 100 Menschen umbringen muss weil die zufällig dort Leben und dieses eben auch im Sinne der gläubigen Menschen tue ist das so oder so unrecht. Ich glaube nicht an diesen einen Gott sondern meine Götter sind so wie die Natur. Es ist im ersten Weltkrieg kein strafenden Gott gekommen und hat Einhalt geboten, es ist im Zweiten Weltkrieg kein heilender Gott in die KZs gegangen und hat die Mauern eingerissen, die Toten (die handelnden Personen) konnten tun wozu ihr krankes Hirn bzw. der Dämon in ihnen verlangte. Ich habe nicht gehört das Gott oder Jesus oder wie auch immer der Heiland heißen mag gekommen ist und die Kanonen kaputt gemacht hat bzw. die Gaskammern abgerissen hat. Nichts desgleichen ist passiert! Also wird auch in Zukunft kein Gott erscheinen.

aber wenn ein Mensch leidet leidet die ganze Welt. Und wenn ein Christ sagt ich möchte wünsche verlange als Mensch dass dieses oder jenes aufhört kann ich diesen Christen an die Hand nehmen und sagen ja ich bin dein Bruder.
Getreu nach dem Motto: dein Feind ist auch mein Feind und deshalb bist du mein Freund. Wir haben keinen größeren Feind als unsere Gier unseren Hass unseren Neid unsere Missgunst usw. wir haben zwei Hände mit denen wir einander aufhelfen können gern zwei Augen und ein Mund die sagen können ich mag dich. Nicht mehr und nicht weniger! Und das gilt für alle Menschen ob Christ oder Moslem oder Buddhist oder wie ich eine Hexe

Denn ich frage! Gibt es etwas Schlimmeres gibt es etwas wofür ich keine Worte habe keine Begriffe keine Worte in meinem Geist bilden kann eine Mutter zu töten? Eine Frau die ein Baby in sich trägt? Gibt es etwas Schlimmeres? Gibt es etwas unvorstellbares wie so etwas? Ich sehe keinen strafenden oder heilenden Gott. Wir sind es selbst die uns erheben müssen um den mächtigen Einhalt zu gebieten. Jeder einzelne Christ ist aufgerufen sich vor das Kanzleramt zu stellen und zu sagen hier ist Schluss! Wo sind die Menschen die sich gegen die Armut hier im Lande auf lehnen? Ich sehe keinen! Und so weiter usw.

Bezüglich der Schenker: es ist für mein Verständnis egal was jemand sagt für mich zählt das wie Menschen handeln. Über die Theorie des Schenker Seins mag jeder denken was er will. Das was ich von Jürgens Aussagen weiß ist das sein Gedanke seine Theorie erste Güte ist. Weil es nimmt den einzelnen zur eigenen Verantwortung. Es mag alles nebulös sein in der einen oder anderen Weise. Für mich ist es aber so und das habe ich gelernt, nimm dich zurück und beobachtete dich. Durch seine Theorie bin ich in der Lage auch außerhalb meiner normalen Lebenssituation zu denken. Ich gehe arbeiten wie so gut wie alle Menschen in der einen oder anderen Weise, und was geschieht wenn man das nicht mehr kann? Für mich sähe das so aus: zum Arbeitsamt rennen betteln gibt mir irgendetwas zu tun damit ich Essen und Trinken habe (Hartz IV gibt es für Menschen wie mir nicht) durch Jürgens theorie bin ich aber in der Lage zu sagen o.k. wenn es keinen Spaß mehr macht was ich tue kann ich ja auch nach Dargelütz gehen oder ein anderes Projekt. Ich habe also die Möglichkeit mich weiter zu entwickeln. Er hat mir die Möglichkeit gegeben zu schauen was ist hinter der nächsten Hausecke. Es geht darum neugierig zu werden wie kann man ein Leben außerhalb der normalen Gesellschaft gewährleisten. Das hat weniger mit Jürgen als Mensch zu tun sondern einfach ich sehe das die Leute in Dargelütz in Frieden miteinander umgehen und das zählt für mich! Ob jemand Würmer ist oder aus einem Container seine Nahrung besorgt das spielt alles keine Rolle wichtig ist wie ist derjenige zu seiner Umwelt. Ist ein Mensch in der Lage zu lernen aus diesen geschehen sich weiter zu entwickeln. Das ist das Zentrum und das wichtigste! es geht immer und in jedem Fall darum zu lernen und sich weiter zu entwickeln!

Sich auf die Erde werfen mit den Füßen zu trampeln und zu sagen die Dargelützer und Jürgen und die halbe Welt haben mich verletzt und weil Jürgen nun eine wunderbare Möglichkeit ist allen Frust den man hat abzuladen weil es eben keine festen Strukturen in dem Sinne gibt ist das einfach nur wunderbar. Sozusagen das ist der Sack auf den ich prügeln kann. Wichtiger ist doch zu verstehen warum hat mein in Dargelütz sein der Kontakt zu Jürgen oder wem auch immer aus diesen Gemeinschaften mich so sehr verletzt. Vielleicht ist es nicht Jürgen und auch diese Schenker Idee nicht das was mich so sehr verletzt hat sondern vielleicht ist das ich furchtbar traurig bin aber das nicht weiß? Vielleicht ist es sinnvoll Sich der eigenen Trauer zu stellen. Und vielleicht ist es auch sinnvoll vor sich selber einmal den Hut zu ziehen (wenn man denn einen hat) das man so viel Kraft hat und so viel Mut sich dem neuen zu stellen. darum geht es sich den neuen zu stellen! Neuen Ideen neuen Kreationen zu stellen anstatt zuhause zu hocken Gift und gelbe Galle ins Internet zu schreiben. Einfach sich seiner eigenen Schwächen stellen. Zum Beispiel ich: ich lebe jetzt seit sieben Jahren auf einen Platz und habe es mühselig geschafft ein Hochbeet zu bauen. Ich nehme mir so oft vor die Dächer neu zu decken. Und was schaffe ich? Nichts! Aber muss ich deswegen in Trauer verfallen? Das Leben geht doch sowieso so wie es will! Es hat keinen Sinn ewig lange vergangene negative Erfahrungen mit sich herumzutragen und immer wieder hier zu holen als Beispiel für! ich sage o.k. ich habe es nicht geschafft das macht nichts denn in der Zeit habe ich etwas anderes getan. Ich habe vielleicht viele Stunden mit meiner liebsten früher verbracht oder ich habe in der Zeit in der ich das Dach hätte decken können mit meinen Enkeln gespielt. Was ist wichtiger? Wichtiger ist immer dem Leben zu dienen der Freude des anderen! Denn gebe ich einen anderen Freude und Glück und sage ihm/ihr das sie/er ein wunderbarer Mensch ist ist das wichtiger und wertvoller als jedes gedecktes Dach!

es geht darum dem anderen zur Seite zu stehen! Einem anderen Lebewesen in Freundlichkeit gegenüberzustehen! Einen anderen Menschen oder einem anderen Tier einer Pflanze oder einen Stein. Und aus dieser Reflexion heraus entsteht das eigene Glück. Es zeugt nicht von Glück hier im Netz mit bösartigen Worten um sich zu werfen. Es zeugt von Glück und stolz und Kraft und Mut, das man sagt ich habe das nicht verstanden anstatt alle zu verunglimpfen die auf dem Weg zu sich selbst sind!

mag sein wie es will es bringt nichts immer mit beiden Händen in Schwärze herumzuwühlen. Es ist besser mit den Händen die Sonnenstrahlen zu fangen und wie ein Kind zu staunen wie und endlich schön diese Welt ist!
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Re: Aussteigen aus der Schenkerbewegung

Beitragvon Kolibri » 15. Sep 2011 03:42

Hi Jens,
mal ein kurzer Zwischenruf hier, naja, im Grunde hat er auch was mit der Schenkerbewegung zu tun...Durch unsere Telefonate weiß ich ja, dass du ein Problem mit Demut hast..Demut ursprünglich bedeutet jedoch nichts anderes als DIENSTWILLIG bzw "Gesinnung eines Dienenden"...wird jedoch oft in menschlichen Köpfen missverstanden und mit Selbstunterwerfung und Kriechertum gleichgesetzt..ja wohl auch Kadavergehorsam..Dies jedoch ist nicht Demut, wie ich sie empfinde..sondern eher eine innere geistig-seelische Haltung/Einstellung zum Ganzen..von mir aus auch Höherem..Unbegreiflichen manchmal..und dies erreichte ich mit einer zutiefst inneren Dankbarkeit für alles..

Meines Erachtens fehlt einem Jürgen Wagner diese Einstellung zur Demut, vielleicht weil er gelebte Demut auch falsch versteht? Ein Mangel an innerer Demut führt nämlich zum Hochmut...!

Und ja, von kirchlicher Seite ...anderer Seiten und Religionen natürlich auch..kann es zu Missbräuchlichkeiten kommen...

LG Gabriela
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Re: Aussteigen aus der Schenkerbewegung/besser Einsteigen

Beitragvon jensadolf » 19. Sep 2011 18:39

Hallo miteinander!

Ich habe nun dieses letzte Wochenendein Dargelütz verbracht und bin mehr als nur dankbar und glücklich für dieses Wochenende. Weil ich habe erlebt wie die Dargelützer mit Dingen umgehen wenn jemand sich des Öfteren daneben benimmt. Soll heißen Stress macht.
Sie sprechen darüber und wägen ab. Ich persönlich muss sagen ich hätte bei weitem nicht so viel Geduld.
Und ich konnte Jürgens theorie leibhaftig erleben soll heißen war mit unterwegs Äpfel und Birnen sammeln und am Sonntag Buchäckern
die ganze Zeit war ein ruhiges gleichmäßiges miteinander. Keiner machte Stress kein Theater es war wirklich Ruhe und Frieden. für mich persönlich ein unglaublich Kraft spendendes glückliches Wochenende. Es sind bei mir folgende Fragen aufgetaucht:gesetzt der Fall es gebe Morgen eben aus welchen Gründen auch immer sagen wir mal Wirtschaftskrise nichts mehr zu kaufen bzw. das Geld ist nichts wert.

Eine Freundin von mir hat das vor etlichen Jahren in Argentinien erlebt, es gab eine Wirtschaftskrise und man konnte nicht zur Bank gehen und Geld holen. Es gab nichts zu kaufen und es gab keine Möglichkeiten auf normalem Wege seinen Lebensunterhalt zu gewährleisten.

Mit Sicherheit sehe ich es so das in Dargelütz es wohl gewisse Einschränkungen gebe aber Tatsache ist die Leute könnten sich wunderbar auch so ernähren. Ich muss sagen Jürgen seine Theorien über diese Art zu leben, konnte ich da greifbar mit erleben und sagen ja es ist möglich. Ich konnte eben bei den verschiedenen Besuchen sagen das ist Klasse funktioniert! Ich persönlich fühlte mich so wohl und aufgehoben wie eigentlich nur mit meinen Geschwistern aus der Kunst. Da ich ja kritisch bin und das auch unter ethnologischen/anthropologischen Gesichtspunkt betrachte und auch in gewisser Weise eine Feldforschung machen durfte muss ich sagen alles was ich je über das Archetypusmodell gelesen oder gehört habe ist Fakt und wurde total bestätigt. Zumindestens im den Menschen aus Dargelütz. Was mich etwas geschockt hat war die Tatsache dass ein junger Mann einige Tage vorher von Polizeibeamten zusammengeschlagen wurde. Das empfand ich schon als extrem.

Für mich war es so wunderbar denn ich konnte tatsächlich erleben das die Leute in Dargelütz sich tatsächlich auch um den anderen kümmern und sorgen. Denn ich bin beim Äpfel sammeln auch einen anderen Weg gefahren weil ich nun auch neugierig bin was ist an der anderen Ecke, und es ist tatsächlich einer der beiden mit denen ich unterwegs war hinterher gekommen um zu schauen ob alles in Ordnung ist. Das ist am Sonntag nochmal passiert und alles geschah in absoluter Ruhe und Harmonie. Es ist Ruhe und Frieden deutlich und klar es kamen ja viele Leute zu Besuch das wäre natürlich sehr sehr spannend gewesen das zu erleben wie auch die anderen miteinander umgehen aber ich musste ja arbeiten fahren

Was mich besonders gefreut hat war ein Mensch aus der Gruppe schrieb mir eine E-Mail ob ich meinen Hänger mitbringen könnte. Leider war der voll mit Altmetall und es wäre mühselig gewesen den am Freitag im Dunkeln noch abzuladen. Die Frage nach dem Hänger war so vollkommen normal das ich tatsächlich gemerkt habe ich bin in deren denken als Teil der Gruppe integriert. Denn einen fremden fragt man nicht nach einem Hänger oder Ähnliches.

Allen Haare schneidern und spaltern knatterköppen wie auch immer man ewig schlecht gelaunte Leute nennen mag und sie sich selber betrachten, Dargelütz ist gelungen und eine wunderbare Geschichte

Falls es mich eines Tages aus Berlin weg treibt oder ich von Obdachlosigkeit bedroht werden sollte weiß ich jedenfalls wo ich hingegen kann und wo ich tatsächlich willkommen bin
Ich interessiere mich sehr für das weiter hinaus in die Welt gehen.
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Re: Aussteigen aus der Schenkerbewegung

Beitragvon Kolibri » 19. Jan 2012 07:47

Hallo Rasputin,

ist es wahr, dass du kein Schenker mehr bist? Und dass du und deine Frau nicht mehr in Dargelütz wohnt?
Rasputin..in Facebook sah ich immerhin mit eigenen Augen, dass du deinen Wohnort mit Parchim angabst..

Wie dem auch sei, lieber Rasputin, liebe Flora...alles Liebe euch, wo auch immer ihr wohnt... :) Traut euch... :D

Bild und ein gesundes neues Jahr ..und viele Kinder bald..BildBildBild

Eure Kolibri

http://www.youtube.com/watch?v=sYIT_MQt ... re=related
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