Maikäferschmaus

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Maikäferschmaus

Beitragvon Rajman » 13. Jun 2010 22:10

Hallo;

im Spät­früh­ling die­ses Jah­res ist es mir ge­glückt, mich 17 Ta­ge lang —vom Mit­tag des 4ten bis zum Mit­tag des 21­sten Mai— im Aus­land vor Ort und mit mi­ni­ma­lem Tech­nik-Auf­wand ganz und gar vom wild­wüch­si­ger Na­tur roh­zu­ver­pfle­gen.
        Als Nah­run­gen taug­ten mir ver­wil­der­tes Knob­lauch­grün, Wild­grün (Lin­de, Lö­wen­zahn, Vo­gel­mie­re, Sau­er­amp­fer, Vo­gel­mie­re und wei­te­re), auf al­tem Stroh wu­chern­de Be­cher­lin­ge, son­sti­ge Wild­pil­ze, Zwetsch­gen­ker­ne, ein­mal auch ein auf der Land­stra­ße ver­un­glück­ter am­sel­gro­ßer Vo­gel, Mai­kä­fer (ab dem 10ten Mai und täg­lich 60 bis 200 Stück), Bor­ken­kä­fer, wei­te­re Kä­fer, Ma­den und En­ger­lin­ge. Ein ein­zi­ges Mal ent­deck­te ich ei­nen Strauch mit ei­ner Hand­voll den Win­ter über­stan­den ha­ben­den Ha­ge­but­ten, die ich al­le mit Ver­gnü­gen auf­aß. Und auf der Rück­sei­te mei­ner be­helfs­mä­ßi­gen Un­ter­kunft fand sich noch ein ver­las­se­nes Vo­gel­nest mit an­ge­brü­te­ten Ei­ern.
        Zum er­sten­mal ha­be ich die Wild­nis-Ver­pfle­gung nicht aus Un­lust, son­dern we­gen ei­nes Ter­mins (in Deutsch­land) ab­ge­bro­chen, wes­we­gen es nur ein Ur­laubs-Aus­stieg war. Wahr­schein­lich hät­te ich min­de­stens bis zum Spät­herbst wei­ter­ma­chen kön­nen, denn mir sind ei­ni­ge Wild­früch­te-Pflan­zen auf­ge­fal­len, die ich in all den Vor­jah­ren (als ich dort war) noch über­se­hen hat­te.
        Über­nach­tet hab ich in ei­ner Stroh­üt­te. Mein Trink­was­ser ent­nahm ich ei­nem gro­ßen Schilf­teich. Mein Be­darf dar­an schwank­te zwi­schen null bis 1,5 Li­ter täg­lich.

[align=center]Bild
Schilf­teich[/align]

Ge­ges­sen ha­be ich nur was mir zu­sa­gend ge­schmeckt hat. Zu­sa­gend wa­ren mir in der er­sten hal­ben Ver­pfle­gungs­wo­che al­ler­dings nur de­ka­gramm­wei­se Men­gen je Tag. All­mäh­lich ha­ben sich die­se bis auf schät­zungs­wei­se täg­lich min­de­stens ein bis 1,5 Kg· er­höht; (im En­de April des Jah­res 2000 hat­ten mir mal bis zu 2 Kg÷Tag Wild­grün ge­mund­det, wor­auf ich durch vor­he­ri­ges Wie­gen ge­kom­men war).
        Die ka­lo­ri­en­rei­chen Mai­kä­fer wa­ren erst nach knapp ei­ner Wo­che ein­ge­trof­fen und mun­de­ten mir nach Ei­gelb und sü­ßer Sah­ne. Am an­ge­nehm­sten fürs Zahn­fleisch wa­ren aber die (je­weils auf al­ten Stroh­bal­len wachsen­den) Be­cher­lin­ge und Tint­lin­ge. Bei­de Pilz­ar­ten ha­ben mir je­doch stets nur gramm- bis de­ka­gramm­wei­se wohl­ge­schmeckt.
        Auch die zu­nächst lec­ke­ren Zwetsch­gen­ker­ne ha­ben mir nach rund 50 bis 75 Gramm im­mer wie­der ei­ne ge­schmack­li­che Wei­ter-Eß­sper­re ver­paßt, in­dem sie da­mit be­gon­nen ha­ben lä­stig nach Bit­ter­man­deln zu schmec­ken.

In sehr ge­rin­gen Men­gen ha­ben mir Wald- und Wie­sen­pil­ze gut ge­schmeckt.
        Ein­mal hat ein Wald­pilz mir schon ab dem er­sten Bis­sen hef­tig scheuß­lich ge­schmeckt, wor­auf der schon an­ge­kau­te Pilz­kör­per un­ver­züg­lich in ho­hem Bo­gen wie­der dem Wald­bo­den zu­ge­führt wor­den ist.

Mei­ne Be­we­gungs­lust war —der Ka­lo­ri­en­zu­fuhr ent­spre­chend— häu­fig nur sehr dürf­tig — vor al­lem un­ter pral­ler Son­ne, ob­wohl die­se mir mir lie­ber war als Voll­be­böl­kung oder gar Re­gen. Aber die nahr­haf­te­ren Wild-Es­sa­li­en —Zwetsch­gen­ker­ne, Mai­kä­fer— ha­ben mich im­mer wie­der ei­ni­ger­ma­ßen zu­frie­den­ge­stellt. Recht nahr­haft er­schie­nen mir auch im­mer wie­der Lin­den­blät­ter, Knob­lauch­stän­gel und die Be­cher­lin­ge, falls mir da­von mal ver­gleichs­wei­se grö­ße­re Men­gen ge­schmeckt ha­ben.

        Lo­sungs­gang —und zwar stets leicht­gän­gig und sau­ber— hat­te ich ein­mal die Wo­che. Beim er­sten­mal war er (da die Mai­kä­fer erst ei­nen Tag spä­ter ein­ge­flo­gen sind) na­he­zu her­bal-ve­ga­ner Be­schaf­fen­heit (denn die ver­füg­ba­ren Ver­zehr­men­gen an Bor­ken- und Amp­fer­blatt­kä­fern wa­ren sehr ge­ring) und roch so­gar leicht an­spre­chend; (die auf un­üb­li­che Wei­se wi­der­käu­en­den —sich na­he­zu her­bal-ve­gan er­näh­ren­den— Berg­go­ril­las las­sen grü­ßen…).
        Beim zwei­ten­mal —als ich vie­le Mai­kä­fer mit­ve­rdaut hat­te— ist er zwar eben­falls na­he­zu ge­ruchs­los ge­we­sen, hat aber ei­ne leicht ab­sto­ßen­de No­te ge­habt.

Bin­nen der 17 Ta­ge hab von 70 auf 60 Kg· ab­ge­nom­men; da­nach bin­nen 10 Ta­gen wie­der um 10 Kg· zu­ge­nom­men.

Die Sper­ren mit Grün und Mai­kä­fern ha­ben sich fast aus­nahms­los durch ge­reiz­tes Zahn­fleisch be­merk­bar ge­macht. Bei den Pil­zen, Zwetsch­gen­ker­nen und Amei­sen war die Sper­re stets ge­schmack­lich. Mit den an­de­ren Nah­run­gen (Ha­ge­but­ten, Klein­kä­fer, Ma­den, Wild­vo­gel­ei­er, Wild­vo­gel­fleisch) blieb we­gen un­zu­rei­chen­der Ver­füg­bar­keit die Sper­re weit­ge­hendst bis voll­stän­dig aus.

Am 23­sten Mai wie­der zu Hau­se an­ge­kom­men ko­ste­te ich von mei­nen En­de Feb­ru­ar zu­ge­leg­ten und nun schon ziem­lich groß ge­wor­de­nen Mehl­wür­mern (Mehl­kä­fer­ma­den) und ha­be sie als hoch­gra­dig lec­ker emp­fun­den. Mit zu­sätz­lich die­ser Nah­rung, ei­ni­gen Gar­ten­ge­mü­sen (grü­ner Spar­gel, Bär­lauch, Kres­se, an­ge­welk­ten To­pi­nam­bur­knol­len), ge­la­ger­ten Äp­feln so­wie Nüs­sen wä­re ich glaub ver­hält­nis­mä­ßig reich­lich er­nährt ge­we­sen…
[align=center]Bild
Lin­den­zweig

Bild
Vo­gel­mie­re

Bild
an­ge­schäl­ter Wie­sen­ker­bel-Stän­gel

Bild
Bor­ken­kä­fer

Bild
Mai­kä­fer

Bild
Be­cher­ling (auf Stroh wach­send)[/align]

Gruß
        Rajman (www.urvival.de/9_10mk17.htm)
Die Natur will uns eigentlich alles Wichtige und Angenehme weitgehendst schenken.
    Aber für die nach denaturierten Substanzen süchtige Menschheit ist es kaum noch genießbar, weswegen sie es bisher kaum gedeihen lassen hat…
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Rajman
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Beitragvon Gabriela » 14. Jun 2010 12:07

:-D Hi Rajman,
gratuliere zur Meisterung jener 17 Tage und ein herzliches Dankeschön für die ausführliche Berichterstattung....made by rajman :-D
Deine Inbrunst und Ernsthaftigkeit- so empfand ichs beim Lesen und Schauen, sucht gewiss seinesgleichen....
Und dann 10 kg weniger, wow....bin schwer am Nachdenken...ob ich beim nächsten Mal so eine Kur mitmache.... :) :wink: Reinigend wirkt sie in jedem Fall, so nach Losungs-Analyse....

Sei -auch wieder mit 10 Kilo mehr- einmal gerührt umarmt...
Gabriela
Gabriela
 

Beitragvon Elbin » 15. Jun 2010 03:32

Hallo Rajman,

Respekt!! Es ist eine tolle Leistung aus meiner Sicht, sich selbst so zu überwinden.

Aber ich muss dir gestehen, das hört sich für mich ja " nicht so lecker" an, was du da so gegessen hast. Ich könnte mich, ohne Not, nicht überwinden, das zu essen, da bin ich ehrlich.... arrgh......schüttel..... :-? , höchstens, wenn ich mal in der Wildnis irgendwo strande und es gäbe keine andere Möglichkeit meinen Hunger zu stillen, einfach nur, um zu überleben.
Elbin
 

Beitragvon Tachyon » 15. Jun 2010 10:07

Du schreibst Maikäfer 60-200 Stück täglich, das finde ich ziemlich pervers, die armen Käfer.

Und auch der Gewichtsverlust von 10kg in 17 Tagen ist enorm, müsste man gucken wie sich das auf Dauer einpendeln würde, denn wenn nicht, wäre das ein Zeichen, dass diese Lebensweise nicht funktioniert.
Tachyon
 

Beitragvon Elbin » 15. Jun 2010 13:55

Trotz Respekt vor dieser Selbstüberwindung Rajman`s und dass er das versucht hat finde ich, dass das keine Dauerlösungs-Lebensweise für den Menschen sein kann. Man stelle sich vor, kraftlosere oder kranke Menschen (Kinder u. Erwachsene) sollten sich so auf Dauer ernähren. Das funktioniert nicht.

Mmmhh ich finde auch, wir sollten auch nicht den Vögeln oder anderen Kleintieren die Käfer und Insekten wegfressen. :-|
Elbin
 

Ethisches zur Ernährung

Beitragvon Rajman » 17. Jun 2010 12:54

Hallo Gabriela, Elbin und Tachyon;

[hr]
An Gabriela:

danke für die Anmerkung; aber es ist mir nunmal wichtig gewesen, im Einklang mit der der UrNatur zu sein und deren Geschenke dankbar anzunehmen.

[hr]
An Elbin:

Du meinst »Es ist eine tolle Leistung aus meiner Sicht, sich selbst so zu überwinden.«.

Ich vermute, daß Du das Überwinden hinsichtlich des Verzehrs der von der Natur geschenkt erhaltenen geistig ungewohnten Nahrung meinst.
        Doch dafür brauchte ich mich nicht mehr überwinden, sondern (was die Nahrung betrifft) nur für das das Entbehren des Verzehrs kultivierter und importierter Nahrung.
____

»Aber ich muss dir gestehen, das hört sich für mich ja " nicht so lecker" an, was du da so gegessen hast. Ich könnte mich, ohne Not, nicht überwinden, das zu essen, da bin ich ehrlich.... arrgh......schüttel..... :-? , höchstens, wenn ich mal in der Wildnis irgendwo strande und es gäbe keine andere Möglichkeit meinen Hunger zu stillen, einfach nur, um zu überleben.«.

Also was mir widerlich geschmeckt hat, hab ich ja sofort wieder ausgespiehen. Und seit Langem habe ich eher Gründe, mich vor kultiviert Erzeugtem zu ekeln. Und letzteres esse ich eigentlich nur dort, wo es keine andere Möglichkeit gibt, meinen Hunger zu stillen; einfach nur um auch in der Zivilisaţion zu überleben...
____

...»finde ich, dass das keine Dauerlösungs-Lebensweise für den Menschen sein kann. Man stelle sich vor, kraftlosere oder kranke Menschen (Kinder u. Erwachsene) sollten sich so auf Dauer ernähren. Das funktioniert nicht.«.

Für solche Menschen ist eher der Sommer und Herbst zu empfehlen; und falls das nicht ausreicht, eben zusätzlich Südfrüchte (was hierzulande aber wieder meist Geld kostet…).
____

...»Mmmhh ich finde auch, wir sollten auch nicht den Vögeln oder anderen Kleintieren die Käfer und Insekten wegfressen. :-|«.

Wie kommste denn darauf?[grübel]. Weggenommen hat denen das lediglich die Zivilisaţion. In den 1950er Jahren geschah dies durch Einsammeln (und wahrscheinlich anschließend sinnloses Vernichten). Später ist das (wie neulich wieder in Südhessen) durch (aus der Luft) gift-versprühende Psychopathen erfolgt.
        Und was das (nur) parasitäre betrifft, so trifft dies meines Erachtens für das Anlegen von Getreide­feld­wüsten (deren Produkte ich schon sehr lange wirksam ablehne) und anderen (auch forstlichen) Monokulturen zu… denn dort gibt es nichts bis kaum noch etwas um es mit den Tieren zu teilen…
        Ich selber hab den Vögeln gar nichts wegnehmen können, sondern habe mir überreichlich vorhandene Nahrung allerbester Qualität mit ihnen geteilt.
        Übrigens haben die Käfer keinen einzigen Baum kahl­gegessen, sondern alle sind nach wie vor in sattem Grün.

[hr]
an Tachyon:

...»Du schreibst Maikäfer 60-200 Stück täglich, das finde ich ziemlich pervers, die armen Käfer.«.

„Arme Käfer” sage ich eher zu denen in Südhessen, wo sie… (siehe die eben an Elbin gegebene Antwort).

Als pervers betrachte ich (aus meines Erachtens sehr triftigen Gründen) den Konsum von Tiermilch, deren Produkten, Getreide­produkten, alles Zubereitetem, Silaġen-Erzeugtem und weitere Zivilisaţions-Produkten. Hingegen erachte ich den Verzehr ur-naturer Nahrung allerbester Qualität als sehr erstreben­swert.
        Pervers erscheint einem (erfahrungs­gemäß) das nature nur dann, wenn der Körper vorübergehend keinen Bedarf daran hat, was (ebenfalls erfahrungs­gemäß) insbesondere zumeist dann der Fall ist, wenn der Körper mit denaturierten Substanzen (beispiels­weise aus den eben erwähnten Zivilisaţions-Produkten) überlastet ist…
        Hierbei ist noch zu erwähnen, daß es mich einst sogar vor Wildgrün geekelt hat, was wohl von einem Kindheits­erlebnis herrührt, als ein “Erwachsener” mich entsetzt dazu aufgefordert hatte, einen in den Mund gesteckten Grashalm sofort wieder herauszunehmen wegen der “vielen Bakterien” die dort pöhse lauern…
____

»Und auch der Gewichtsverlust von 10kg in 17 Tagen ist enorm, müsste man gucken wie sich das auf Dauer einpendeln würde, denn wenn nicht, wäre das ein Zeichen, dass diese Lebensweise nicht funktioniert.«.

Falls (nach weiterer Zeitspanne) das Gewicht nicht auf mindestens knapp 60 Kg· bliebe, so wäre es natürlich sinnvoll (wie ich im Anfangs­beitrag abschließend ja bereits anmerkte), beispiels­weise auch Winter­gelagertes und Angepflanztes miteinzubeziehen. Ob dies wirklich erforderlich wäre oder entbehrlich, kann natürlich nur ein Langzeit­versuch aufzeigen, wobei ab Juli zusätzlich ja auch (eigentlich) das erste WildObst sich anbietet.
        Woanders habe ich erlebt, daß auch ganz bestimmte Wild­kräuter (in Natur und Garten, die jedoch in den Getreide­feld­wüsten und Mono­kultur­forsten nicht bis kaum gedeihen) sehr ernährungs-förderlich waren.

[hr]
        Rajman
Die Natur will uns eigentlich alles Wichtige und Angenehme weitgehendst schenken.
    Aber für die nach denaturierten Substanzen süchtige Menschheit ist es kaum noch genießbar, weswegen sie es bisher kaum gedeihen lassen hat…
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Beitragvon Gabriela » 17. Jun 2010 13:46

Hi Rajman,
Hut ab nach wie vor für deinen Weg: im Einklang mit Natur.....

Für mich bedeutet Urprünglichsein darüberhinaus, auch staunend ein spielerisches und künstlerisches Element -z.B. wie Wind Blätter tanzen lässt, wie Kälte Eiszapfen an Dachrinnen zaubert , wie Wasser Steine und Holz formt...usw....Im Einklang mit Natur bedeutet für mich Erschauen und Erkennen, in dem ich mit ihr kommuniziere....

Heute habe ich ein Märchen mitgebracht:

Der kleine Waldprinz

http://www.maerchen-unterm-regenbogen.d ... dprinz.htm

Gabriela
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Beitragvon chiemono » 17. Jun 2010 20:37

Alle Achtung Rajman, das war der beste Beitrag hier den ich seit Langem gelesen habe! Du triffst den Nagel auf den Kopf: die Menschen sind so an künstliches Zeugs gewöhnt, dass sie natürliche Nahrung als widerlich empfinden. Würde vielleicht ein bißchen helfen, wenn man sie mal zusehen läßt, wie all die "leckeren" Dinge im Supermarkt wirklich erzeugt werden ...

Ich finde das Thema auch aus einem anderen Grund wichtig - nämlich deshalb, weil unsere Wirtschaftswelt nicht mehr lange funktionieren wird und wer dann weiß wie man ohne Supermarkt überlebt, hat gewonnen.

Ich hoffe du schreibst noch weitere interessante Beiträge.

LG chiemono
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Beitragvon Tachyon » 17. Jun 2010 22:32

Die Sache mit dem ohne Zivilisation überleben hat eher nen anderes Problem, nämlich das der gesellschaftlichen Aktzeptanz, wenn man sich irgendwie unnormal Verhält verschafft einem das für gewöhnlich mehr Probleme als es einem nützt.
In der Natur überleben ist auch schwierig, da man dann auf Notnahrung wie Grünzeug und Insekten angewiesen ist, da der Mensch die Natur soweit zerstört, dass ein Überleben dort sehr schwierig wird, einfach weil keine natürliche Umgebung mehr da ist, sondern nurnoch Monokulturwüsten. Die Menschen haben nämlich ein großes Interesse daran ein Überleben ausserhalb des Systems absichtlich so schwer wie möglich zu machen, sonst könnte man keine unterdrückerischen Herrschafstrukturen aufrechterhalten.
Und falls es doch mal jemand schaffen sollte, erfindet man halt Gesetze die es einfach verbieten, hab letztens gehört, dass die in den USA versuchen Gesetze durchzubringen, die den Anbau, Ernte, Konsum, Besitz und Handel mit eigener Nahrung einfach verbieten soll, das heisst man wird per Gesetz gezwungen, seine Nahrung ausschließlich vom Monopolisten zu kaufen.
Tachyon
 

Beitragvon chiemono » 18. Jun 2010 16:37

@Tachyon

freut mich, dass ich nicht der Einzige bin, der das System durchschaut hat. Aber die meisten hier werden dir erzählen dass ohnehin alles super funktioniert - steht ja auch so in der Bild.

Was autark leben betrifft: inwiefern ist es eine Gefahr für die Allgemeinheit, wenn einer abgschieden lebt und sich selber versorgt? Warum muß man Zelte, Wohnwagen, ... verbieten, außer am Campingplatz? Warum muß man Förster sein, um eine Hütte im Wald haben zu dürfen? Ganz einfach - würden das viele tun, dann gäbe es viel weniger Konsumenten, Wähler, Steuerzahler, ...

Die "Allgemeinheit" der man damit schadet ist also die reiche Elite, die uns aussaugen will.

LG chiemono
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