Zelttest

Hier kann nun jeder fragen oder selbst was zum besten geben

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Beitragvon Rumpel » 18. Jul 2010 13:09

Die "Stehhöhe" ist als Wert wirklich nicht zu unterschätzen. Wenn ich früher einen ollen VW-Bulli gekauft habe, dann nur einen mit Aufbau oder Klappdach...eben damit man darin stehen kann....Ich hätte aber auch vor die Tür gehen können...

Wenn es bei dir nicht auf Gewicht und Sperrigkeit ankommt, dann besorg dir doch ein gebrauchtes

Feldbett mit Feldbettauflage...

http://www.raeer.com/shopdisplayproducts.asp?Search=Yes
Rumpel
 

Beitragvon chiemono » 18. Jul 2010 13:31

Feldbetten hab ich mal überlegt, die sind mir aber wirklich zu sperrig. Eine Rolle - wie dick auch immer kann ich mir zur Not auf den Rücken schnallen. Ich hatte aber mal eine Idee die man selber machen muß: Seilbetten! Aus schmalen Brettern ( 65x8 cm ) wird ein zusammensteckbarer Rost gebaut. Die Bretter haben Löcher durch welche man kreuz und quer ein Seil einfädelt. Darauf ein guter Schlafsack und man schläft wie im Bett. Sowas könnte man auch zum Transport an einem Herrenrad auf die obere Rahmenstange binden. Das Non plus Ultra ist aber auch das nicht - leider.
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Beitragvon Rumpel » 18. Jul 2010 13:39

Ach so, du fährst mit dem Rad.....dachte mit dem Auto.....Dann brauchst du einen Fahrradanhänger, oder ?....Zelt, Feldbett, Zeltofen, Angelzeug, Faltboot.....passt alles drauf....

Ich habe mir einen Fahrradanhänger aus einem weggeworfenem Kinderanhänger gebaut....alles bis auf die Räder, Gestell und Deichsel abgenommen und einfach dünnes Blech draufgeschraubt....kann ich 40 Kilo draufpacken....
Rumpel
 

Beitragvon chiemono » 18. Jul 2010 13:48

Ich fahr zwar nicht immer, aber oft mit dem Fahrrad. Einen Anhänger hab ich auch dafür. Hat mich knapp 30 Euro bei eBay gekostet und ich schätze da bringe ich auch noch Ofen und Proviant unter. Die letzten Zelt-Ausflüge waren allerdings ohne Anhänger mit dem Rad oder mit dem Auto.

Oft ist es aber so, dass ich grade in unwegsamen Gelände schöne Plätze finde, deswegen sollte man das Notwendigste zumindest ein, zwei Kilometer auch so schleppen können. Seh ich als Muskeltraining :lol:
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Beitragvon Rumpel » 18. Jul 2010 14:11

chiemono hat geschrieben:
Oft ist es aber so, dass ich grade in unwegsamen Gelände schöne Plätze finde, deswegen sollte man das Notwendigste zumindest ein, zwei Kilometer auch so schleppen können. Seh ich als Muskeltraining :lol:


An solchen Stellen stehen auch immer die besten und leichtsinnigsten Fische. Da wo jeder am Ufer parken und die Angel auswerfen kann, stehen keine mehr :-? Ich krieche auch immer durchs Gehölz, möglichst dort wo ich kein Wild aus den Einständen scheuche...Das Fahrrad mit Hänger lasse ich allein schon wegen der Hunde daheim, außerdem muss ich dann auch zu keinem Fahrrad zurück wo keins ist..

Komm zur Besinnung Chimi...entlaste dich du sei ein freier Wanderer :mrgreen:
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Beitragvon chiemono » 18. Jul 2010 14:45

Ich bin ja bereit mir von dir was abzukupfern, wenn es Sinn macht. Wie machts du das? Also Tarp statt Lavvu, das wären bezogen auf das Minimum was ich mir vorstelle etwa 3,5 Kilo weniger, wenn ich ein Kunststoff-Lavvu nehmen würde. Mit deinen Schlafgepflogenheiten käme ich nicht zurecht, denn erstens brauch ich eine einigermaßen weiche Unterlage und zweitens auch was gegen Bodenkälte. Bei mir macht beides eine Schaumstoffmatte, die zwar nicht schwer aber unhandlich ist. Wie ginge es besser?

Dann kommt der Punkt Feuer. Ich will mir was grillen, aber draußen regnet es. Vermutlich kann man auch unter dem Tarp sitzen und daneben im Regen das Feuer brennen lassen, aber leicht stell ich mir das nicht vor. Dann zieht eventuell starker Wind auf. Das Lavvu rüttelt es aber drinnen ist es fast zugfrei. Unterm Tarp erwischt es dich voll. Im November werde ich vielleicht bei -10 Grad wach. Im Lavvu mache ich ein Feuer und es wird erträglich. Im Tarp kannst du es nur davor machen. Auch am Abend ist das ein Problem, denn selbst der beste Schlafsack ist auf deine Körperwärme angewiesen. Wenn du ausgekühlt reinschlüpfst frierst du ewig.

Natürlich bin ich eher Hobbycamper als Survivalexperte, aber ich laß mir gerne was sagen, wie man all das lösen kann.

LG chiemono
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Beitragvon Rumpel » 18. Jul 2010 15:46

Ich möchte vorab sagen das es sich bei meiner Ausrüstung nicht um eine "Survivalausrüstung" handelt, eine "Survivalausrüstung" besteht in der Regel aus nicht mehr als Wissen.
Wenn ich über Tarp, Biwaksack, Schlafsack usw. als Langstrecken-Tourenausrüstung rede, dann befinde ich mich damit noch immer im Komfortbereich. Es geht auch darum Ressourcen zu schonen. Solange man sich nicht in einer Überlebenssituation befindet, gibt es keinen Grund Forstfrevel, Fisch- und Jagdwilderei zu betreiben.


chiemono hat geschrieben:Ich bin ja bereit mir von dir was abzukupfern, wenn es Sinn macht. Wie machts du das? Also Tarp statt Lavvu, das wären bezogen auf das Minimum was ich mir vorstelle etwa 3,5 Kilo weniger, wenn ich ein Kunststoff-Lavvu nehmen würde. Mit deinen Schlafgepflogenheiten käme ich nicht zurecht, denn erstens brauch ich eine einigermaßen weiche Unterlage und zweitens auch was gegen Bodenkälte. Bei mir macht beides eine Schaumstoffmatte, die zwar nicht schwer aber unhandlich ist. Wie ginge es besser?


Wenn dein Zelt 9,5 Kilo wiegt, wie du schon mal beschrieben hast, und ein Tarp etwa 500-700 gr. dann bin ich nach Adam Riese bei über 9 Kilo weniger Gepäck. Ich habe auch eine Iso-Matte die ich in den Biwaksack stecke, die ist weich und gegen Bodenkälte. Man kann auch Äste mit Blättern von Laubbäumen im Sommer und Nadelbäumen in Winter zur Iso-Matte aufschichten, besser und weicher geht es nicht, aber dann wären wir wieder beim Thema Forstfrevel. ......zur Isomatte im Biwaksack lege ich eine Jacke oder einen Pulli unter den Hüftbereich zur Polsterung....fertig....Als Kopfkissen nehme ich den Rücksack...

Dann kommt der Punkt Feuer. Ich will mir was grillen, aber draußen regnet es. Vermutlich kann man auch unter dem Tarp sitzen und daneben im Regen das Feuer brennen lassen, aber leicht stell ich mir das nicht vor.

Wieso daneben und nicht darunter ? Willst du ein Kochfeuer oder ein Spass- oder Osterfeuer machen ? Das einzige Problem bei Dauerregen ist, trockenes Totholz zu bekommen....Man nimmt dann nicht das was auf dem Boden liegt, sondern Totholz das noch an Bäumen hängt....oder man spaltet trockenes Holz aus feuchtem heraus in dem man eine Axt verwendet...Wozu überhaupt immer Feuer ? "Heut bleibt die Küche kalt, denn wir gehn in Wienerwald!"

Dann zieht eventuell starker Wind auf. Das Lavvu rüttelt es aber drinnen ist es fast zugfrei. Unterm Tarp erwischt es dich voll.

Wieso ? Es gibt hundert Varianten um ein Tarp aufzustellen....dann schließt man es eben zur Wetterseite mit dem Boden ab...

Im November werde ich vielleicht bei -10 Grad wach. Im Lavvu mache ich ein Feuer und es wird erträglich.

Wozu hast du einen Schlafsack dabei ?

Wenn du ausgekühlt reinschlüpfst frierst du ewig.

Warum kühlst du aus ? Brichst du öfter durchs Eis ?
Rumpel
 

Beitragvon chiemono » 18. Jul 2010 16:04

Rumpel hat geschrieben:
chiemono hat geschrieben:Ich bin ja bereit mir von dir was abzukupfern, wenn es Sinn macht. Wie machts du das? Also Tarp statt Lavvu, das wären bezogen auf das Minimum was ich mir vorstelle etwa 3,5 Kilo weniger, wenn ich ein Kunststoff-Lavvu nehmen würde....


Wenn dein Zelt 9,5 Kilo wiegt, wie du schon mal beschrieben hast, und ein Tarp etwa 500-700 gr. dann bin ich nach Adam Riese bei über 9 Kilo weniger Gepäck.


Dass ich nicht von meinem Zelt rede steht ja oberhalb.

Im November werde ich vielleicht bei -10 Grad wach. Im Lavvu mache ich ein Feuer und es wird erträglich.

Wozu hast du einen Schlafsack dabei ?


Aus dem Schlafsack musst du irgendwann raus, wenn du nicht Sackhüpfen spielen willst.
Wenn du ausgekühlt reinschlüpfst frierst du ewig.

Warum kühlst du aus ? Brichst du öfter durchs Eis ?

Nein, wenns kalt ist kühlt man einfach aus. Gibt viele Leute die bei Minusgraden frieren.

Die Technik mit dem Unterlegen von Zweigen kann ich mal versuchen.

LG chiemono
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Beitragvon Rumpel » 18. Jul 2010 16:26

Aus dem Schlafsack musst du irgendwann raus, wenn du nicht Sackhüpfen spielen willst.

Deshalb braucht man einen guten Schlafsack in dem man keine Kleidung tragen muss. Ab 0/-3 Grad
sollte man eine Dampfsperre verwenden. Die Körperfeuchte zieht sonst in den Schlafsack und bindet dort in Form von Eis die Füllung und verringert die isolierende Luftschicht. Der Schlafsack verliert so etwa 30-50 % seiner Wärmeleistung.

Die Klamotten müssen wegen der Feuchtigkeit außerhalb des Schlafsackes liegen und nicht zur Vorwärmung über Nacht darin.
Dann ziehst du die Klamotten an und steigst aus den Sack...Wo ist das Problem ?

Nein, wenns kalt ist kühlt man einfach aus. Gibt viele Leute die bei Minusgraden frieren.

Es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung. Bewegung wärmt immer, und Holz brauchst du auch....also Holz suchen


Die Technik mit dem Unterlegen von Zweigen kann ich mal versuchen.


Du brauchst sehr viele junge Zweige. Lass das nicht den Förster sehen. Ist meiner Ansicht nach nicht naturfreundlich fürn bissl Urlaub sowas zu machen. In einer Notsituation keine Frage.
Rumpel
 

Beitragvon chiemono » 18. Jul 2010 17:07

Vielleicht bin ich schon zu verweichlicht. Ich weiß aus Erfahrung dass man sich an die Kälte gewöhnt. Ich ging damals als ich im Zelt wohnte auch kalt duschen - allerdings gabs da minimal 5 Grad Lufttemperatur. Mir fiel erst auf, wie ich mich umgestellt hatte, als ich mich im T-Shirt mit Leuten unterhielt die alle Jacken anhatten.

Trotzdem - wenn du morgens im Schlafsack liegend Feuer machen kannst, sieht die Welt viel freundlicher aus.

Hab mich grade im Netz umgesehen wegen Ultraleicht-Zelten. Da gibt es in Tipiform z.B. das Shangri-La. Ein Mittelding aus Lavvu und Tarp, wiegt 1300 Gramm obwohl sehr geräumig und gut verarbeitet. Aber die Leute erzählen genau was ich mir dachte: durch die fehlenden Snowflaps zieht es unten rein. Wenns heiß ist gut so - aber wenns kalt ist ...

Ein Bergans-Lavvo beispielsweise wiegt knapp über 4 Kilo, hat aber Stehhöhe, ist besser abzuspannen und verfügt über Belüftungen, die man nach Bedarf öffnen kann. Das wäre mir das Mehrgewicht wert. Dann wär da noch die Haltbarkeit. Sinylon ist das leichteste Material, aber nicht sehr UV-resistent und auch nicht sehr reißfest. Zudem längt es sich bei Nässe. Polyester ist im Gegensatz dazu fast unverwüstlich. Mir gehts ja auch darum, dass ich das Ding bei allem einsetzen kann, was mir so einfällt. Da sollte beispielsweise auch eine Tour in den Süden für mehrere Wochen keine Schäden anrichten.

Am haltbarsten ist immer noch Baumwolle, aber eben verdammt schwer.
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