Natürliche Heilmittel

Naturheilmethoden und Co

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Natürliche Heilmittel

Beitragvon Tarzan » 28. Jun 2009 18:02

Hallo!

Es gibt nicht nur Teufelskralle gegen Rheuma, als natürliches Heilmittel, sondern auch was einheimisches :) und es hat fast Jeder zur Verfügung.

Und nun wird sich niemand von uns mehr über Giersch im Garten beschweren - oder?

Giersch (Aegopodium podagraria), auch Geißfuß, Hinfuß, Dreiblatt, Podagrakraut, Gichtkraut, Zipperleinkraut genannt

Blütemonate: Mai bis September.

Volkstümlich und in der Homöopathie gegen Rheumatismus und Gicht, äußerlich das zerquetschte Kraut zu Umschlägen, in Bädern auch gegen Hämorrhoiden .
Heilpflanzenkundige des 19. Jahrhunderts empfahlen das Trinken des Gierschtees, bei Arthrose, Ischias und Gicht.
Kräuterpfarrer Künzle brachte die erwähnte Pflanze endgültig wieder in unsere Zeit und empfahl sie auch als Medizin gegen Krampfadern, bei Verstopfungen, Zahnschmerz und Husten.

Auch Tabernaemontanus hat sich schon Ende des 16. Jahrhunderts mit der Wirkung dieser Pflanze auseinandergesetzt und sie zusätzlich gegen Schmerzen in der Hüfte empfohlen.

Wirkung: entzündungshemmend, harntreibend, reinigend

Inhaltsstoffe:
in 100 g: 200 mg Vitamin C, 0,6845 mg Provitamin A, 6,7 g Eiweiß, Karotin,ätherische Öle, Eisen, Kupfer, Mangan, Titan, Bor, ein Saponin, Polyin, Harz und sehr viel Kalium

Traditionelle Heilpflanze gegen Gicht, Rheumatismus und Hämorrhoiden
Der Name Podagrakraut oder Zipperleinskraut weist darauf hin, dass Giersch ein traditionelles Mittel gegen Gicht ist. Über Jahrhunderte galt Giersch bei Patienten, die unter Gicht oder Rheuma litten, als probates Heilmittel.

Verwendung des Wildkrauts in der Küche

Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden, ist sehr wohlschmeckend und erinnert in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersilie. Im Mittelalter und noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurde Giersch sowohl als Gemüse wie auch als Heilpflanze eigens angebaut. Mittelalterliche Quellen belegen, daß er in Kloster und Bauerngärten eine „natürliche“ Standard Nutzpflanze war.

Als Salat eignen sich, wie bei anderen Wildpflanzen auch, vor allem die ganz jungen, kaum entfalteten Blätter. Die rohen Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden.

Die Blätter dieser Pflanze sind sehr schmackhaft im Salat. Sie eignen sich auch zum Kochen - etwa für Aufläufe.

Hier einige Beispiele:

Giersch-Tee:

2 TL der geschnittenen jungen Blätter mit einer Tasse siedendem Wasser aufgießen, zugedeckt 7 bis 10 Minuten ziehen lassen.
Von diesem Tee 2 bis 3 Tassen täglich trinken.
Giersch-Suppe:

Die Blätter und Triebe des Giersch waschen und zerkleinern. Aus einer kleingeschnittenen Zwiebel, Fett und etwas Mehl eine Schwitze herstellen, mit Wasser auffüllen. Gewürfelte Kartoffeln zugeben, mir Salz und Pfeffer würzen. Kurz bevor die Kartoffeln gar sind, den Giersch zugeben und noch 10 - 15 Minuten köcheln lassen.
Salat:

Die fein zerschnittenen oder zerpflückten jungen Blätter waschen und mit Öl, Salz und wenig Essig oder Zitrone als Salat anmachen.
Mit Giersch gefüllte Tomaten:

Von einer großen Tomate den Deckel abschneiden, das Mark und den Saft heraus heben und pürieren.
Gekochten, fein zerkleinerten Girsch mit dem Tomatenpüree und einem Ei mischen, würzen und die Tomaten mit der Mischung füllen. Die Tomate mit dem Deckel abdecken und dünsten.

Merkmale
Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern und hat einen kantigen, gefurchten, hohlen Stängel. Die doppelt dreizähligen Laubblätter haben Fiederblättchen, die eiförmig-länglich und scharf gesägt sind. Die Fiedern 1. Ordnung ähneln einem Ziegenfuß.

Die zusammengesetzten Dolden sind flach und 12 bis 20 strahlig. Bei den kleinen weißen Blüten fehlt die Hülle. Die Früchte sind kümmelähnlich.

Da Giersch aus einem sehr stark wuchernden Rhizom entspringt, können die Ausläufer Kolonien bilden. So verbreiten sich einzelne Pflanzen binnen weniger Jahre über große Flächen in Parks und Gärten. Giersch gilt als äußerst ausdauernd und hartnäckig.

Auch als Tierfutter sehr beliebt z.B. Schildkröten mit Gelenkbeschwerden sowie eine Vielzahl von Nagern.

Im Griechischen steht "aigos" für die Ziege und "podion" für Füßchen. Der zweite Teil der Bezeichnung deutet auf die Anwendung hin. Podagra, so wird in der Medizin die unerträglich schmerzende, rot angeschwollene Zehe bei einem Gichtanfall bezeichnet.
Im Mittelalter wurde der Giersch in Klostergärten kultiviert. Die Pflanze, dem heiligen Gerhard gewidmet, wird in Großbritanien als "Herb Gerard" bezeichnet.
Nicolas Culpeper erwähnte das Podagrakraut bereits Mitte des 17. Jahrhunderts in einem Kräuterbuch und vertrat die Auffassung, das schon das Bei-Sich-Tragen die Schmerzen der Gicht lindern helfe.


wünsche euch allen noch einen schönen Tag
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Beitragvon Tarzan » 29. Jun 2009 10:00

Gartenmelde (Atriplex hortensis)

Herkunft:
Gartenmelde wurde bereits zur Zeit des griechischen und römischen Altertums im Mittelmeerraum kultiviert und gelangte wie viele andere Nahrungs- und Gewürzpflanzen durch die Römer nach Mitteleuropa. Die ersten Samenfunde in Mitteleuropa stammen aus einem römischen Kastell in Süddeutschland. Schriftliche Nachweise der Melde finden sich im Capitulare de Villis Karls des Großen (um etwa 800) und bei Hildegard von Bingen (1098-1179). In dem ersten in deutscher Sprache gedruckten Kräuterbuch von Peter Schöffler (1485) "Hortus Sanitatis/gart der gesuntheit" wird sie unter der Bezeichnung "Schißmelde" erwähnt. Dieser verwirrende Name bedeutet lediglich, daß sie in die Höhe schießt.
Wie so viele andere Blattgemüse auch, verlor die Nutzung der Melde an Bedeutung, nachdem im 16. Jahrhundert der Spinat allgemein bekannt wurde.

Botanik:
Die Gartenmelde gehört, wie Spinat, Mangold und rote Bete zu der Familie der Gänsefußgewächse.
Sie hat kein länger dauerndes Blattrosettenstadium, sondern wächst kontinuierlich bis zu einer Höhe von bis zu 2 Metern. Wird sie nicht geerntet, entwickelt sich ein Haupttrieb mit herzförmig dreieckigen Blättern, die mit zunehmender Höhe kleiner werden. Die Pflanzen blühen in Rispen und bilden in der Samenreife flachrunde Fruchthüllen aus. Sie sind Windbestäuber, das heißt, daß sie auch bei einem großen Abstand noch untereinander kreuzen können. Wer sie also farbecht erhalten will, muß darauf achten, daß die verschiedenen Sorten nicht nebeneinander abblühen.

Anbau und Verwendung:
Der Anbau ist unkompliziert. Gesät wird von März bis Juli, mit einem Abstand von ca. 30x6 cm, auch ein Standort im Halbschatten ist möglich.
Entweder werden fortlaufend die Blätter geerntet bis zu Beginn der Blüte oder die ganze Pflanze wird in ca. 20 cm Höhe gekappt, dann treibt sie neu aus. Die jungen, feineren Blätter können dem Salat beigemengt werden, ältere Blätter kann man lecker wie Spinat zubereiten. Dabei sind vor allem die bei Dreschflegel erhältlichen roten und violetten Sorten eine Bereicherung im Kochtopf und in der Salatschüssel (und natürlich im Garten!). Läßt man die Blätter nur kurz andünsten, behalten sie ihre Farbe, werden sie länger gekocht, geben sie die Farbe an das Kochwasser ab.
Gartenmelde enthält Vitamin B und C, Niacin, Kalium, Eisen und Magnesium. In der Volksmedizin war sie aufgrund ihres hohen Gehalts an Saponin von Bedeutung.

Bereits im Mittelalter wußte man, daß Melde die Haare schwarz und Stoffe grün färben kann.

Bezugsquelle für Saatgut
Dreschflegel Versand
Postfach 1213
37202 Witzenhausen
E-Mail: dreschflegel@biologische-saaten.de
http://www.dreschflegel-saatgut.de/index.php
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Salz

Beitragvon Tarzan » 30. Jul 2009 04:47

http://www.youtube.com/watch?v=ZBtDG4O- ... playnext=1

Sehr interessante Filme, sollte sich jeder mal ansehen.
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Heilkräuter

Beitragvon Tarzan » 27. Aug 2009 23:22

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Die Hagebutte - Ein Rotes Wunder

Beitragvon Tarzan » 19. Feb 2010 21:28

Die Hagebutte - Ein Rotes Wunder

Ihren Namen bekam die Hagebutte, die auch Hundsrose genannt wird, von den mittelhoch- deutschen Wörtern "Hag" (dichtes Gebüsch) und "butte". Dies ist das Gefäss, in dem die Samen sitzen.

http://www.naturheilpraxis-kurznhof.de/ ... canina.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Hagebutte

http://www.heilkraeuter.de/lexikon/hagebutt.htm
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Zauberpflanze Bellis perenis - Gänseblümchen

Beitragvon Tarzan » 19. Feb 2010 21:44

Das Gänseblümchen - Bellis Perennis

"Bellis" kommt von bellus (= hübsch, niedlich), "perennis" heißt ausdauernd, weil es so lange blüht. Der deutsche Name ergibt sich wohl daraus, weil es von den Gänsen als Leckerbissen verzehrt wird.

Das Gänseblümchen braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort und feuchten, möglichst nahrhaften Boden. Gänseblümchen sind zweijährig, zur Überwinterung sollte man sie mit Zweigen abdecken. Die flach am Boden wachsende Blattrosette des Gänseblümchens ist so unscheinbar, daß man sie meist übersieht. Es blüht vom Frühling bis in den November hinein. Nur wer noch das Glück hat, damit übersäte heimische Wiesen zu sehen, kann sich an der ganzen Pracht erfreuen. Manche Leute ärgern sich allerdings, wenn es im Rasen auftaucht! Die an sich bescheidenen Blütenköpfe erhielten durch Züchtungen riesige, prall gefüllte Varianten, die allerdings nicht so lange blühen.

http://www.heilkraeuter.de/lexikon/gaensebluemchen.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Gänseblümchen
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Beitragvon Tarzan » 23. Feb 2010 07:54

Gesellschaft für Medizinalpilz- und Mykomolekulare Therapie e.V.

http://www.medizinalpilze.de/
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Beitragvon Tarzan » 23. Feb 2010 08:00

Chinesische Medizin (TCM) mit Akupunktur, Kräutertherapie, Ernährungslehre

http://www.tcm24.de/
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Beitragvon schenkerbewegung » 23. Apr 2010 04:46

hinfallen ist keine Schande, liegenbleiben schon Bild Bild
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Re: Natürliche Heilmittel

Beitragvon Tarzan » 22. Mai 2012 12:31

Taigawurzel ;)

Eigenschaften und Wirkungen
Die Taigawurzel ist ein Adaptogen, das heißt, sie besitzt eine allgemein stärkende Wirkung auf alle Organe und steigert auch die körpereigenen Abwehrkräfte. Ausserdem ist sie kreislaufanregend, regelt den Blutdruck, lindert Entzündungen und senkt den Blutzuckerspiegel.

Obwohl die Inhaltsstoffee von dem des Ginseng verschieden sind, hat die Taigawurzel einen ähnliche Wirkung.

http://www.feenkraut.de/herbs/taigawurzel.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Taigawurzel

http://www.paradisi.de/Health_und_Ernae ... igawurzel/
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