Vegan vs. Tierschutz vs. Gesundheit

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Vegan vs. Tierschutz vs. Gesundheit

Beitragvon Anonymus one » 1. Jan 2010 12:38

Erst mal einen schönen guten Morgen nach dem unsinnig geldverschwenderischen Neujahrswechsel!

Um nicht einen Thread (wo es um Tierschutz geht) durcheinander zu bringen, schreibe ich das Thema Vegan hier rein!

Was mir auffällt, ist, daß immer wieder Vegan mit Gesundheit und Tierschutz in Verbindung gebracht wird. Dabei hat es weder mit dem einen noch mit dem anderen zu tun!

Ich persönlich halte vegane Ernährung nicht gerade für die natürlichste Ernährungsform und sehe sie auch nicht bei jedem Lebewesen gegeben! Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, daß es bei keinem Lebewesen gegeben ist, aber dazu müsste man ja in die Mikrobiologie vertiefen, was ich hier aber nicht beabsichtige!

Diese meine Einstellung soll nun aber nicht bedeuten, daß ich ein Fleischesser in diesem Sinne wäre! Nein! Ich kann auf Fleisch gut und gerne verzichten und wenn ich zu viel davon esse stelle ich wiederholt fest, daß es mir auch nicht unbedingt gut tut! Dies passiert meistens, wenn man zum Essen eingeladen ist!

Daß die fleischliche Ernährung mit Tierschutz zu tun haben soll kann ich nur bedingt wahrnehmen, immer dann wenn man sich überlegen muss. wie man an das Fleisch kommt und auf welche Weise es "produziert" wird. Dazu gibt es Filme wie We feed the World und Unser täglich Brot welche den Wahnsinn anschaulich darstellen!

Grundsätzlich aber finde ich fleischliche Ernährung nicht schlechter als pflanzliche Ernährung so lange alles in Maßen verbraucht wird. Viel schlimmer ist die jährliche Millionen-Tonnen-Vernichtung an Lebensmitteln gleich welcher Art!

Was mich an so genannten Vegetariern und Veganern besonders stört ist die Tatsache, daß die meisten sich dann solchen Nahrungsmitteln zuwenden, welche nicht aus der Region kommen. Hinzu kommt, daß heutzutage Nahrungsmittel aus Ländern beschafft werden, wo die dortigen Bewohner an Hunger leiden müssen damit es den Reichen Europäern und Amerikanern um so besser geht!

Meine Auffassung von gesunder Ernährung ist, daß man Nahrung dort vertilgt, wo sie auf natürliche Weise entsteht! Nicht aber, daß man diese um die Welt karrt und dann etwas zu sich nimmt, das gar nicht zur Region passt. Vom Hungerleiden anderer, denen wir so zu sagen die Nahrung wegnehmen ganz zu schweigen!

Warum wird also Tierschutz höher angesehen als Menschenschutz? Wie tief muss der Mensch noch sinken, bis er die ersten Ansätze des Erwachens zeigen kann? Hilft dabei vegane oder vegetarische Ernährung? Nein!

Es hilft lediglich das eigene Ego zu verwirklichen ohne Rücksicht auf seine Mitmenschen. Dabei wird Tierschutz als eine Art Alibi-Funktion benutzt um von den wahren Problemen der Menschheit abzulenken! Tierschützer wie auch Vegetarier und Veganer merken dabei nicht einmal, wie sie dazu benutzt werden bzw. sich hierfür benutzen lassen!

Daß es nicht gesund sein kann, Nahrung aus Afrika und Indien zu verzehren sagt mir mein (bio-)logischer Verstand! Es hat seinen Grund, daß bestimmte Pflanzen auch an bestimmten Orten entstehen und gedeihen!

Vielleicht kann man (bzw. Mensch) sich einmal darüber Gedanken machen?


Mahlzeit!

.
Anonymus one
 

Beitragvon Gabriela » 1. Jan 2010 13:08

Wieder einmal stelle ich verblüfft fest, dass du Scouty, in schon wohlstrukturierten Worten hier etwas niederschreibst, wo mir im Großen und Ganzen mit selber Einstellung, Worte noch durcheinanderpurzeln. Bin nachher zum Kaninchenessen eingeladen und lehne Tierquälerei in Transport- und Haltungsformen jedoch ab, ohne dass ich das widersprüchlich empfinde. Bin ein manchmal Fleisch-und Wurstesser und -käufer und auch diesbezüglich nicht perfekt in der Bewusstheit, wie das Tier gehalten bzw. transportiert wurde. Ein Vegetarierer sagte mir einmal, dass ich den Stress, den das Tier möglicherweise in seinem Leben empfunden hat, mit der Nahrung in meinen Körper transportiere....Stimmt bestimmt, doch dann dürfte ich, wenn ichs auf die Spitze treibe, ja noch nicht mal mehr Luft holen, wenn ich in einer Stadt bin....
Gabriela
 

Beitragvon whitewolf » 2. Jan 2010 01:35

Ich weiss nicht woher du die Information ueber Veganer bekommst aber fast alle Veganer sind Tierschuetzer und werden vegan um ein Zeichen zu setzen und nicht mehr mitzumachen.


Tierqualerei zu vermeiden
Tierschlachtung zu vermeiden
Einen Beitrag zu leisten un den HUnger in der Welt abzuschaffen
ausserdem is es auch noch gut fuer die CS2 Werte und hat bedeutende Gesundheitliche Vorteile.

Mehr ueber die Vorteile vegan zu sein http://www.viva.org.uk

Die Annahme das Veganer umweltfeinlich leben indem sie producte kaufen die nicht aus dem eigenen Land leben.. ist unsinn fuer mich weil erstens Fleischesser dies auch machen und gerade den Zahlen nach erhoete Tierhaltung zu Verarmung von den Menschen fuehrt...

Veganismus ist Tierschutz und Umweltschutz..
die Beweise dafuer sind auf der Hand und erleslich in Viva als auch den Peta Seiten..


Ich wollte hiermit nicht die Fleischessenden Mitglieder angreifen aber als Veganer und als Mutter einer Tochter die in Viva arbeitet und viele Mitarbeiter in Viva kenne denke ich schon , dass ich mich zu Veganismus aeussern kann.

Soweit ich weiss ist in Deutschland Veganismus nicht zu organisiert wie hier.. und nur Peta Deutschland setzt sich gegen die Massenfarmtierhaltung , ect. .ein.
whitewolf
 

Beitragvon whitewolf » 2. Jan 2010 01:43

Im Veganimus vermeiden wir die zu unterstuetzen die Tieren Leid zufuegen ( Massentierhaltung und Schlachtungsweise ) jedoch sehe ich es nicht als Unterstuetzung zu containern oder sich mit schnecken zu versorgen.

oder wie Sun bear es frueher macht ueberfahrene Tiere zu essen. Es dreht sich immer darum was wir unterstuetzen mit dem Geld was wir in den Umlauf bringen.. Dies hat jedoch nichts mit der Schenkerbewegung zu tun.. und dies moechte ich hiermit klarstellen.
whitewolf
 

Beitragvon Anonymus one » 2. Jan 2010 04:57

Hallo Whitewolf,

kann sein, dass es bei Dir und Deinem Umfeld anders ist, wenn Du Dich jedoch einmal in deutschen Foren von Vegetariern und Veganern einliest, kannst Du feststellen, dass ich nicht ganz unrecht haben kann! Vielleicht liegt es daran, dass die Deutschen hierzulande etwas anders ticken. Doch es ist so wie ich es beschrieben habe.

Einige gehen sogar so weit, dass sie Normalesser ausgrenzen! Das hat meines Wissens weder etwas mit gesunder Ernährung noch mit Tierschutz zu tun! Wie gesagt, oftmals nur eine Alibifunktion! Denn, wenn ich kein Fleisch esse, dann schütze ich noch lange nicht die Tiere, welche gar nicht zum Verzehr gedacht sind und ich kenne genügend Tierschützer die sehr wohl auch Fleisch verzehren!

Ich möchte lediglich klarstellen, dass Ernährung nicht zwangsläufig etwas mit Tierschutz zu tun hat. Nicht mehr und nicht weniger! Hinzu kommt, dass auch gesunde Ernährung nicht automatisch vegan oder vegetarisch bedeuten muss zumal mir wiederum im Bekanntenkreis auffällt, dass gerade Vegetarier und Veganer (darunter auch Rohköstler) mit ihrer Gesundheit kämpfen.

Sorry Whitewolf, mir fehlt nach wie vor die Logik um Tierschützer, Veganer und Vegetarier unter einen Hut zu bekommen! Genau darum ging es mir! Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, wie in allen anderen Lebensbereichen auch, aber bislang ist mir diesbezüglich noch kein in sich stimmiger Mensch begegnet! Du wärst somit die erste Ausnahme ... was ich durchaus erfreulich fände.

Doch genau deswegen gibt es diesen Thread ... um darüber zu diskutieren! Okay?


Gruß
Scouty

.
Anonymus one
 

Beitragvon whitewolf » 2. Jan 2010 14:55

:) Um dies alles unter einen Hut zu bekommen.... das denke ich wird noch lange dauern. Ich denke dies ist ein Gesamtentwicklungsplan ... bei dem das Bewusstsein nur langsam waechst. Als Beispiel kann ich erwaehnen das in care2 ( einem globalen Netwerk fuer Umweltschutz, Tierschutz, Menschenschutz) seit etwa einem Jahr das Thema Veganismus nun auf der Hauptseite erscheint immer wieder in verschiedenen Variationen.

Ich denke das eines Tages das Bewusstsein da sein wird anders mit Tieren umzugehen. Es ist ja eine "Neuerscheinung" in der ganzen Menschheitsgeschichte wie mit den Tieren nur als Productionsmittel umgegangen wird und nicht mehr als Lebewesen.

Zu der veganen und vegetarischen Ernaehrung..
Ich hatte nie irgend ein Problem mit meiner Ernaehrungsweise .Im Gegenteil. Meine Blutwerte muessen immer alle paar MOnate untersucht werden wegen meiner Schilddruse die eine Unterfunktion hat.. alle Werte bis auf die Schilddruese sind immer super.. was mein Arzt auf meine Ernaehrung zurueck fuehrt. Hauptsaechlich esse ich Rohkost und Indisch.. :) ..

Ich wuensch Dir noch einen Schoenen Sonnabend..
whitewolf
 

Beitragvon Tarzan » 23. Jan 2010 15:26

Hühner KZ :evil:

Der Wiesenhof-Skandal :shocked:

http://www.youtube.com/watch?v=SxFi8rvLgaU

wiesenhof tierquaeler.flv

http://www.youtube.com/watch?v=V6W_riWk ... re=related
seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich Tiere

Tarkan ißt gern DönerBild Dir gehört mein Herz
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Beitragvon Elbin » 26. Jan 2010 03:22

@ Tarzan

Danke, dass du die Links reingesetzt hast! :idea:
Elbin
 

Beitragvon oeffi » 28. Jan 2010 04:24

Also ich versuche, mich möglichst vegetarisch zu ernähren, weil ich dann 1. nicht vermeidbar andere (hoch-)empfindende Lebewesen verletzen oder töten muß, 2. durch solche Ernährung die (pflanzlichen) Natur-Nährstoffe am effizientesten genutzt werden bzw. möglichst viele Menschen auf dieser Erde ohne Natur-Überlastung leben können, und 3. ich mich recht artgemäß und gesund ernähre...
(Wild-)Rohkost intensiviert 2. und 3. noch enorm...

Wenn ich davon abweiche durch containerte Reste, wird kein zusätzliches (geld-profit-motiviertes) Unrecht verstärkt, sondern nur geschehenes Unrecht gemildert (durch Verhinderung zusätzlicher nutzloser Zerstörung)...

Und wenn ich für meine örtliche unabhängige Natur-Selbstversorgung zur Vermeidung von Mangel im geringstmöglichen Maße auch Tiere (hauptsächlich Insekten, Würmer etc.) miteinbeziehe, entspricht es m.E. gesamt-organischer Verhältnismäßigkeit...
Ich grüße das 'Natürliche (Göttliche) Licht' in Allen! global-love.eu
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Beitragvon Krokodil » 31. Jan 2010 11:55

Ein Denksystem wonach ich bestimmte Dinge essen oder nicht essen „darf“, würde ich grundsätzlich für unsinnig halten. Weil allein schon das Nachdenken über „die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ sinnlos Konflikte schafft. Sich zu einer bestimmten Gruppe „Veganer“ oder „Vegetarier“ zugehörig zu fühlen, scheint mir zwar ein menschliches Bedürfnis, aber es schafft Abgrenzung und Rechtfertigung, scheint eine Mutter von Gewalt und Krieg. Halte ich für Zeitverschwendung.

Ich esse eigentlich alles und völlig durcheinander und das was hier oben wächst. Wenn ich eines Tages vielleicht kein Fleisch mehr esse, dann möglicherweise, weil es mich vor dem Fleisch und dem Gedanken an dessen industrielle Herstellung ekelt, aber bislang geht’s noch.

Ich meine, dass ein nomadisch lebender Mongole sich relativ naturfreundlich verhält und da deren Lebenserwartung inzwischen auch bei fast 70 liegt (in Anbetracht der Krankenversorgungsdichte erstaunlich), kann ich mich nur fragen, ob der Mongole oder der ratgeberheftchenlesende sich „gesund ernährende“ Deutsche gesünder alt wird...
...und der Mongole isst im Wesentlichen alles was aus dem herstellbar ist, was seine Tierchen abgeben (oder daraus gebrannt werden kann), also Fleisch, Milch, Eier und natürlich jede Menge Fett. Daher halte ich die fanatischen Gedanken über gesunde Ernährung für ein interessantes Hobby zum Zeitvertreib und für andere für ein Geschäft. Natürlich muss für beides Raum sein.

Viele Grüße
Krokodil
Krokodil
 

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