Das irdische Paradies

In welcher Welt würdet ihr gerne leben?

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Beitragvon Gabriela » 6. Jul 2010 12:36

Hi Rumpel...

gratuliere deinem Terrier zu seinen Kunststückchen....weiter so... Bild .... :wink:

Und ja, was Geräuschempfindsamkeit angeht können sich viele die Hand reichen....Diesbezüglich bin ich wohl gesegnet, weil ich unbewusst filtere...
In Erfurt wohnte ich in einer verkehrsreichen Gegend und schlief nachts dennoch wunderbar auf dem Balkon....Martinshörner aller 5 min, Hubschrauber, Flugzeuge, Strassenbahngequietsche und der übliche Verkehr....Ich hörte nur das, was ich hören wollte, z.B. die Stare, Tauben und Meisen im Nussbaum, der seine Zweige bis in meinen Balkon neigte....

Jetzt lebe ich inmitten von Natur, am Waldrand, vor mir eine große Wiese und ich höre Vögel und Grashüpfer, Windrauschen.....

Nach meinem Umzug nach Herrnhut ists dennoch ein erheblicher Unterschied gewesen, ein Fakt, dass mein Körper in Erfurt doch alle Sinnesreize wahrnahm....
Gabriela
 

Beitragvon Gabriela » 6. Jul 2010 12:52

Sonny, wundervoll....sprichst aus meinem ganzen Wesen.... Bild
Gabriela
 

Beitragvon Rumpel » 6. Jul 2010 13:18

alionsonny hat geschrieben:Fakt ist, daß Drogen für einen Magus erst ab dem Augenblick bedingt sinnvollen Einsatz finden können, wenn er das Wesen der Magie an sich verinnerlicht hat, also eigentlich schon ein Meister seines Faches ist. Drogen, egal welcher Art, sind für den unerfahrenen Schamanen/Magus alles von Hinderlich bis hin zu einer ernstzunehmenden Gefahr. Hinderlich heisst hierbei, daß sie dem Suchenden das irrige Gefühl geben Magie (oder auch Medizin) zu wirken obwolh dies nicht der Fall ist und/oder aber die gedankliche Manifestation (das Wesen der Magie) blockieren. Die schädlichen Auswirkungen können vom sog. "Hängenbleiben", welches faktisch tatsächlich ein Hangenbleiben in einer spirituellen Zwischendimension ist, bis hin zu dämonischer Besessenheit und (körperlichem) Tod reichen.

Man kann abschliessend sagen, daß Drogen an sich schon Gefahren bergen, aber in Verbindung mit spirituellen Tätigkeiten brandgefährlich sind. Eine weitaus ungefährlichere (wenn auch nicht vollkommen ungefährliche) Praxis ist es, Techniken zu erlernen, welche die Ausschüttung von körpereigenen "Drogen" zum Ziel haben. Die meisten dieser Techniken sind meditativer Art.

Ich kann übrigens die meisten störenden Einflüsse meiner Stadtumgebung durch meditative Techniken (meine ureigene Methode) ausblenden. Ich kann sogar in einer überfüllten U-Bahn meditieren. Ja, das geht.


Ohne werten zu wollen habe ich den Eindruck das Drogen in deinem Leben einen besonderen Stellenwert einnehmen. Für mich sind es schlichtweg chemische Substanzen die sich irgendwo an den Synapsen festklammern und den Hirnstoffwechsel durcheinanderbringen.
Trotzdem möchte ich einige Drogenerfahrungen nicht missen, z.B. die mit LSD und X-Tasy ...., die sich aber auf wenige sehr interessante Selbstversuche in einer Runde zuverlässiger und psychisch stabiler Freunde beschränken.

Den "Teufelskerl" der Koks aus einem macht brauchte ich nie weil der "Teufelskerl" ein richtiger Waschlappen ist wenn er nix mehr zu ziehen hat. Die kiffende Fußmatte finde ich auch megaöde.
Speed macht blöd und Schore ( siehe Fußmatte ). Es gab mal eine Phase in der ich über längere Zeit schlimm gesoffen habe aber auch alles Geschichte.

Ich kann und konnte diesem ganzen Zeug nie wirklich etwas abgewinnen, sondern war unter Drogenwirkung von mir selbst genervt, und was einen nervt das lässt man bleiben. Geblieben ist Tee und Tabak wobei mich der Tabak schon wieder nervt, aber ich baue selbst welchen an :roll:
Rumpel
 

Beitragvon Rumpel » 6. Jul 2010 13:23

Gabriela hat geschrieben:Hi Rumpel...

Jetzt lebe ich inmitten von Natur, am Waldrand, vor mir eine große Wiese und ich höre Vögel und Grashüpfer, Windrauschen.....

Nach meinem Umzug nach Herrnhut ists dennoch ein erheblicher Unterschied gewesen, ein Fakt, dass mein Körper in Erfurt doch alle Sinnesreize wahrnahm....


Wo und wie lebst du denn jetzt in Herrnhut ? Ist das eine Schenkerkollonie oder lebst du als Waldfrau in Felle gehüllt ?
Rumpel
 

Beitragvon alionsonny » 6. Jul 2010 13:32

Rumpel: In der Tat haben Drogen mein Leben schon sehr stark beeinflusst. Da war ersteinmal meine eigene Abhängigkeit aus der ich übrigens ohne fremde Hilfe im kalten Entzug und ohne Rückfälle rausgekommen bin. Zum zweiten ist es aber auch so, daß ich sehr viele Menschen am Drogenmissbrauch habe zugrunde gehen sehen. Ich kann mit Fug und Recht sagen, daß ich viele gute Freunde dadurch verloren habe.

Ich mache durchaus einen Unterschied zwischen harten und weichen Drogen. Obwohl ich selbst nicht mehr kiffe, weil es mich faul gemacht hat, akzeptiere ich es, wenn Menschen sich mal einen Joint reinziehen, und nehme auch durchaus mal nen Zug. Halt nur nicht ständig.

Vor LSD kann ich nur warnen. Ich sage immerwieder: Leute, spielt nicht mit Eurem zentralen Nervensystem. Wenn das im Arsch ist, seid Ihr richtig im selbigen. Das KANN gut gehen, muss es aber nicht. Das sog. Hängenbleiben schwebt ständig wie ein Damoklesschwert über jenen, die sich gern mal nen trip reinpfeifen und ich habe einige Konsumenten später in der Klappse besuchen dürfen. Das gleiche gilt übrigens für Psylocibin und ähnliche Substanzen.

Ecstasy ist auch nicht ohne. Erstens lauert auch hier die Suchtgefahr und zweitens verändert es bei dauerhaftem Gebrauch die Funktionsweise des Hirns. Jene, die in den 90ern wie die wilden eingeworfen haben, empfinde ich heute ein wenig dumpf, also intelligenzarm.

Mir ging es aber bei meinen Ausführungen eher um die oft herbeigeredete unterstützende Wirkung von Drogen, egal welcher Art, im Zusammenhang mit dem was man landläufig als Magie/Schamanismus bezeichnet.
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Beitragvon Gabriela » 6. Jul 2010 13:49

....Komme soeben von einer Reise mit Estampie ins Mittelalter, Sonny, welch eine Musiklücke hatte ich bis soeben bezüglich jenes Projekts.....


Und was lese ich nun von solchen Drogenhasen mit Erfahrung....Mir alles neu, denn bis auf einen Hanfkeks, den ich vor lauter Schiss über die Woche verteilt knabberte und 3-4 Jointzüge ist mir nichts, das ihr hier erwähnt, aus praktischer Erfahrung bekannt.....

Musik jedoch und Meditationstechniken veränderten mein Bewusstsein bereits über Jahre...Tabak empfinde ich unterstützend, wenn in Maßen....

Momentan streift theoretisch immer wieder der Fliegenpilz mein Leben, zur Unterstützung für schamanische Praktiken...

Hat jemand von euch diesbezügliche Erfahrungen? Und wenn ja, welche?
Gabriela
 

Beitragvon Rumpel » 6. Jul 2010 13:53

Rumpel: In der Tat haben Drogen mein Leben schon sehr stark beeinflusst. Da war ersteinmal meine eigene Abhängigkeit aus der ich übrigens ohne fremde Hilfe im kalten Entzug und ohne Rückfälle rausgekommen bin. Zum zweiten ist es aber auch so, daß ich sehr viele Menschen am Drogenmissbrauch habe zugrunde gehen sehen. Ich kann mit Fug und Recht sagen, daß ich viele gute Freunde dadurch verloren habe.

Ich mache durchaus einen Unterschied zwischen harten und weichen Drogen. Obwohl ich selbst nicht mehr kiffe, weil es mich faul gemacht hat, akzeptiere ich es, wenn Menschen sich mal einen Joint reinziehen, und nehme auch durchaus mal nen Zug. Halt nur nicht ständig.

Vor LSD kann ich nur warnen. Ich sage immerwieder: Leute, spielt nicht mit Eurem zentralen Nervensystem. Wenn das im Arsch ist, seid Ihr richtig im selbigen. Das KANN gut gehen, muss es aber nicht. Das sog. Hängenbleiben schwebt ständig wie ein Damoklesschwert über jenen, die sich gern mal nen trip reinpfeifen und ich habe einige Konsumenten später in der Klappse besuchen dürfen. Das gleiche gilt übrigens für Psylocibin und ähnliche Substanzen.

Ecstasy ist auch nicht ohne. Erstens lauert auch hier die Suchtgefahr und zweitens verändert es bei dauerhaftem Gebrauch die Funktionsweise des Hirns. Jene, die in den 90ern wie die wilden eingeworfen haben, empfinde ich heute ein wenig dumpf, also intelligenzarm.

Mir ging es aber bei meinen Ausführungen eher um die oft herbeigeredete unterstützende Wirkung von Drogen, egal welcher Art, im Zusammenhang mit dem was man landläufig als Magie/Schamanismus bezeichnet.




Vor allem gibt es heutzutage nur noch Chemo-Dreck zu kaufen den irgendwelche 15jährige Gangster-Rapper mit ner 5 in Chemie zusammengeschüttet haben um dick rauszukommen. In den 80er/90igern war das anders. Tripps und E die einen zur Personifizierung der Liebe werden ließen, gibts heute nicht mehr. Man muss die ganze Welt also irgenwie anders umarmen. :mrgreen:

In diesem Sinne, lange vorbei und kein Thema mehr für mich.....

Ohne Bewusstsein keine Bewusstseinserweiterung, so viel sollte jedem klar sein der mit dem Zeug umgeht...Einige Tage LSD-Dauergebrauch und die Birne ist für immer kaputt !!!

Um beim Thema des Ausgangsthread zu bleiben:

Das irdische Paradies muss man irgendwie anders finden...
Rumpel
 

Beitragvon alionsonny » 6. Jul 2010 14:01

Fliegenpilze... nunja... ich muss schon wieder die Spassbremse spielen: GEFÄHRLICH! Wegen der stark standortabhängigen Dosis von Ibotensäure, bzw. Muscimol und Muscarin verpasst man sich leicht eine Überdosis. Dazu kommt noch, daß viele die Wirkung nicht abwarten können und sich deshalb überdosieren. Man kann sich mit den Dingern zwar schlecht umbringen weil die lethale Dosis ziemlich hoch liegt, sich aber durchaus bleibende Schädigungen vor allem der Leber und Nieren und wieder mal des zentralen Nervensystems zuziehen

Unangenehm ist auch, daß einem recht übel werden kann UND der Pilz schmeckt auch nicht besonders toll... eher eklig...

Die Wirkung ist haluzinogen und man sollte zumindest jemanden dem man vertraut dabei haben UND DER SOLLTE AUCH NÜCHTERN BLEIBEN wenn man das Zeug konsumiert. Ich selbst habe mit Fliegenpilzen recht nette Erfahrungen gemacht. Die Wirkung ist durchaus vergleichbar mit LSD, wenn auch nicht so heftig.
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Beitragvon Rumpel » 6. Jul 2010 14:14

Gabriela hat geschrieben:
Momentan streift theoretisch immer wieder der Fliegenpilz mein Leben, zur Unterstützung für schamanische Praktiken...

Hat jemand von euch diesbezügliche Erfahrungen? Und wenn ja, welche?


Man nehme einen Hut von einem Fliegenpilz, schneide ihn klein, legt die Stücke in eine Schale und gieße die gleiche Menge gezuckerte Milch hinzu. Nun kommen die Fliegen, saugen die Milch und fallen später tot vom Himmel. Deshalb heißt der Fliegenpilz, Fliegenpilz.....

Für weitere Info müsste ich zu meinem Büchschrank gehen und das Buch "Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere" aus dem Regal ziehen......Praktische Erfahrungen sind keine vorhanden.....
Rumpel
 

Beitragvon alionsonny » 6. Jul 2010 14:19

Es hilft auch wieder die gute Tante Wiki und zwar recht ausführlich. Da konnte sogar ich noch was lernen :lol:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegenpilz
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