Lohnarbeit

hier können alle schreiben, was ihnen so an der bürgerlichen Gesellschaft oder dem kapitalistischen System stört

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Beitragvon chiemono » 14. Aug 2009 06:03

@grohaka

das war nicht auf dich bezogen. Wollte nur erklären, welche Dinge in diesem System wir mittlerweile schon als normal ansehen. Versuch mal einem Indianer seine Kinder wegzunehmen ... der empfindet das sicher anders ... wie jedes Naturvolk.

LG chiemono
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Beitragvon grohaka » 15. Aug 2009 18:30

Joa, alles klaro, hab mich auch nicht angegriffen gefühlt 8) . Nur weiß man manchmal nicht, was man bewirkt, wenn man(n) was schreibt und der gegenüber kann aus falsch verstandenen beiträgen nächtelang nicht schlafen, weil ihm das thema so beschäftigt oder einmal beschäftigt hat. Oh man, ich hoffe das haut grammatisch hin.

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Beitragvon Jazariel » 17. Aug 2009 16:48

Natürlich kann man als Arbeitnehmer, Arbeitgeber bzw. Unternehmer viel vor dem Staat tricksen und versuchen finanzielle bzw. wirtschaftliche Vorteil daraus zu schlagen. Im Prinzip machen und versuchen das sehr viele Menschen um davon zu profitieren. Ungeachtet dieser Tatsache ist unser Staat schon einer der kräftig zulangt was Steuern angeht.

Es gibt ja nicht nur die ganzen üblichen bekannten Steuern auf den Lohn, oder gegen Krankheit und Arbeitslosigkeit, fürs Alter usw, sondern auch unmengen an versteckten Steuern. Stichwort Benzin, Lebensmittel, Wohnung, Strom und so weiter. Überall gibt es neben der Mehrwertsteuer noch zusätzliche Abgaben die geleistet werden müssen.

Natürlich ist es sinnvoll für das Alter, Krankheit und schlechte Zeiten zurückzulegen, aber warum zeigt unsere Regierung nicht TRANSPARENT was sie mit unserem Geld macht? Wieso sagt sie nicht was sie mit den ganzen Steuern anfängt? Auch wenn Statistiken regelmäßig gefälscht werden (Siehe Arbeitslosenstatistik) wäre das doch mal eine Maßnahme jede Woche aufzuzeigen was so in der Republik ausgegeben wurde vom Staat. Die Politiker reden ja immer öfter davon das der Staat wie ein Unternehmen geführt werden muss. Warum dürfen wir als Investoren nicht wissen wohin unsere "Manager" uns führen?

Wieso sollen wir nur arbeiten, arbeiten, arbeiten und zahlen, zahlen zahlen, aber niemals mitbestimmen dürfen worin am meisten investiert werden sollte? Wieso investiert man in die Autoindustrie, wo doch eine investition in die Bildung LANGFRISTIG viel mehr Sinn macht, gerade wo die Rohstoffe immer weniger werden?! Ich glaube auch hier bei all diesen Überlegungen und Verhältnissen geht es um Macht, Kontrolle und Profit. Das ist ganz heißes Pflaster..
Jazariel
 

Beitragvon Krokodil » 30. Jan 2010 23:04

@ Jazaraiel.

Ich hab es mir zur Methode gemacht, das was andere mantrahaft wiederholen, zu hinterfragen. Wenn du sagst, dass „man mehr in die Bildung investieren soll“, ist das m.E. eine Art Mantra . Selbst unser wie geschmiert funktionierender Guildo redet so. Ich bin dafür, sich damit zu beschäftigen, was damit gemeint ist. In der Praxis bedeutet das m.E., dass Professoren mehr Geld bekommen, dass neue Uni- und Schulgebäude errichtet werden (während alte leer stehen), dass es mehr Computer, mehr Flachbildschirme und Beamer und mehr Medizinbälle gibt. Um die Schüler oder Studenten, um deren Innenleben, um die, die das ganze betrifft, die es ertrage müssen, mit der Möhre des „beruflich mithalten könnens“, geht es nicht. Mehr für Bildung, ist „Mehr Geld für Hardware“. Und damit stellt man die Menschen ruhig. Denn es ist schick, wenn jemand kommt und „mehr für Bildung“ tun will.

Die Frage will ich grundsätzlicher stellen. Ist ein Mensch nicht gerade dadurch dass man ihn ausbildet so gut nutzbar? Be-Nutzbar? Verwertbar? Währe ein Mensch als Lohnempfänger nutzbar, wenn er nie dazu ausgebildet worden währe?

Viele Grüße
Krokodil
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Beitragvon oeffi » 2. Feb 2010 19:43

Ja, so funktioniert die Welt...

Hab erst letztens noch eine Kontroverse mit Ämtern gehabt, wo die mir erklären wollten, gesellschafts-nützliche Allgemein-Bildung sei nur der äußere Rahmen an Persönlichkeits-Entwicklung, damit dann die spezielle Einzel-(Berufs-)Ausbildung gut funktionieren kann...

Irgendwelche Philosophien oder Weisheiten seien individuelle Angelegenheiten, wovon die Gesellschaft eigentlich nichts habe...

Ich antwortete, daß doch wohl zumindest eine Grund-Orientierungs-Fähigkeit des Menschen, insbesondere durch kritisches Denken, gerade auch system-vergleichendes Denken, als eine wesentliche Grund-Bildung anzusehen sei...
(Was man in gewissem Sinne auch als Haupt-Inhalt des Schenker-Bewegungs-Programms bezeichnen kann...)

Und wenn eine Gesellschaft sowas nicht als gesellschafts-nützliche Allgemein-Bildung einstuft, ist es doch ausgesprochen offensichtlich, daß dahinter die eigene Ideologie dieses (kapitalistischen Demokratie-)Systems (die man ja sonst auch fairerweise nicht als gesellschafts-nützlich, sondern als privates Interesse einordnen müßte, was man da aber natürlich nicht tut...) der Kritik und dem Vergleich entzogen und wie ein Naturgesetz oder eine Selbstverständlichkeit blind zum Schlucken verabreicht werden soll...

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Insofern natürlich völlig berechtigt, was das Krokodil da quakt...

Aber hilft ja alles nix: Statt an die Grundlagen zu gehen und ein grundsätzlich anderes System zu entwerfen und zu experimentieren (- die eigene souveräne Freiheit anzunehmen, und sich mit anderen solchen freien Menschen zu vernünftigen Konsens-Entscheidungen zum Wohle aller und der Welt zusammenzutun... -) , wollt Ihr doch ewig weiter zu Jobs oder Versorgungs-Ämtern rennen -- und fehlt unseren Schenker-Bewegungs-Projekten...
Peitscht uns, peitscht uns --- wir wollen uns trotzdem unterwerfen... ((Wobei, ganz ehrlich, doch immer noch ein netter Teil an Anpassungs-Bestechung des Systems, Sofa in ner netten, bequemen Wohnung, und allerhand Spielräume für Willkür-Aktivitäten, vom System geboten wird, damit man seine Souveränität und seelische Selbstverwirklichung aufgibt bzw. abgibt bzw. sich abkaufen läßt... ;-) ))
Ich grüße das 'Natürliche (Göttliche) Licht' in Allen! global-love.eu
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Beitragvon moni » 3. Feb 2010 09:26

oeffi hat geschrieben:Ja, so funktioniert die Welt...

Hab erst letztens noch eine Kontroverse mit Ämtern gehabt, wo die mir erklären wollten, gesellschafts-nützliche Allgemein-Bildung sei nur der äußere Rahmen an Persönlichkeits-Entwicklung, damit dann die spezielle Einzel-(Berufs-)Ausbildung gut funktionieren kann...

Irgendwelche Philosophien oder Weisheiten seien individuelle Angelegenheiten, wovon die Gesellschaft eigentlich nichts habe...



Da hat der oder die Beamte/tin wohl nicht so richtig in der Schule aufgepasst, denn da wird Ethik und Religion sogar als Schulfächer gelehrt - so wichtig ist der Gesellschaft diese Bildung!
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Beitragvon Tachyon » 3. Feb 2010 18:16

Ethik und Religion waren bei uns immer so ne Art Gammelfächer, es war so ne Art Pause zwischen dem richtigen Unterricht.
Da lernt man nur, "Irgendwelche Philosophien oder Weisheiten seien individuelle Angelegenheiten, wovon die Gesellschaft eigentlich nichts habe... "
Tachyon
 

Beitragvon moni » 4. Feb 2010 19:36

Ich fand Geschichte immer als "Gammelfach" und konnte nicht einsehen was das Auswändiglernen von vergangenen Daten für eine Wichtigkeit haben kann. In Wirklichkeit kann man aber doch etwas aus der Vergangenheit (eigenen und der der Welt) lernen.

Aber es ist natürlich ein Unterschied, ob die Menschen, die die Schulpläne planen, etwas als wichtig ansehen oder ob es die Lehrenden und die Lernenden tun. Ich denke, wenn die Gesellschaft Ethik und Religion nicht als wichtig ansehen würden, wäre es garnicht im allgemeinen Lehrplan, sondern wäre ein Wahlfach oder AG.
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Beitragvon Krokodil » 4. Feb 2010 23:19

Vielleicht könnte es ein Fach geben, in dem man lernt, seinem eigenen Körper, seinem Empfinden, seinen Bedürfnissen zu vertrauen und in dem man den kleinen Menschen auf verschiedene Arten zeigt und sie erleben lässt, dass sie so wie sie sind, erwünscht und fehlerfrei sind.

Aber das würde dem durch alle Lebensbereiche gehenden Glauben entgegentreten, dass das Dasein an Bedingungen geknüpft sei.

Bin gespannt, wann sich so etwas durchsetzen könnte. Vielleicht muss unser jetziges Leben nicht nur auf persönlicher Ebene hier und da scheitern, sondern auch in größeren Zusammenhängen, ....vielleicht muss das Leben, was immer eine Bedingung anführt, die es zu erfüllen gäbe, an dessen Ende ein Versprechen wartet, erst erlebbar scheitern.

Viele Grüße
Krokodil
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