Staatlich abgesegnetes Aussteigerleben - so gehts!

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Staatlich abgesegnetes Aussteigerleben - so gehts!

Beitragvon chiemono » 19. Aug 2010 19:39

Da ja bei mir Einiges anders kam als erwartet ( ich wurde bereits ab Juli aufs Existenzminimum gepfändet ), verzögert sich mein "Ausstieg". Ich arbeite derzeit durchschnittlich 55 Stunden pro Woche für 700 Euro - macht Spaß! Jedenfalls hab ich mir überlegt, wie es weitergehen kann. Ich könnte zwar gleich mein Leben radikal ändern, nur hätte ich dann nie die Chance ein bequemes Aussteigerleben zu führen. Deshalb hab ich mich entschieden nebenbei Taxi zu fahren.

Nun könnte man einwenden - wozu eigentlich Geld anhäufen, wenn man doch später sowieso fast ohne leben will? Der Grund ist einfach der, dass es ohne zumindest ein bißchen Geld fast unmöglich ist, das notwendige Umfeld zu schaffen. Mit mündlichen Zusagen ala SB hat man einfach keine gesicherte Bleibe und auch kein Grundstück, wo es sich dafür steht, was anzubauen. Um diese Sicherheit zu haben, muss man die gesetzlichen Auflagen zumindest zum Schein erfüllen.

Eine Lösung dazu, die mir grade eingefallen ist, liesse sich mit etwa 100 Euro monatlich und etwa 2000 Euro Startkapital umsetzen. Das wäre ein altes, halbverfallenes Haus mit Grundstück dahinter. Das Haus ist die offizielle Wohnadresse und im Garten wird ein Gartenhaus aufgestellt. Je nach Bauvorschrift 25 oder 35 qm Grundfläche. Das Gartenhaus wird hoch genug gebaut, um oben ein "Schlafzimmer" unter der Dachschräge unterzubringen. Unten ist ein Wohnraum mit Küche, Bad und Abstellraum. Das WC ist im Freien in einer eigenen Hütte. Das Grundstück wird zum größten Teil als Anbaufläche genutzt. Wenn der Garten uneinsehbar ist, dürfte es da nie irgendwelche Probleme geben und selbst wenn - dann wohne ich eben offiziell im Haus.

Könnte mir vorstellen, dass das Ganze noch billiger sein könnte, denn ein altes, stark renovierungsbedürftiges Haus kauft keiner, speziell wenn das Grundstück eher schmal ist und als Feriengrund ist es grade wegen dem Haus auch nicht geeignet.

Jedenfalls scheint mir diese Möglichkeit realistisch zu sein und ich nehme dafür in Kauf, noch eine Weile zu arbeiten. Die etwa 300 Euro, die ich später monatlich gern hätte, hol ich mir dann einfach vom AMS, solange der Staat noch zahlungsfähig ist ( dürfte aber nicht mehr lange der Fall sein ). Wenn das Sozialsystem zusammenbricht, sollte mir der Verkauf von Lebensmitteln genug bringen, um die Miete weiterzuzahlen.

Ich hab mir Krisenszenarios in Bezug auf Selbstversorgung durchgelesen. Selbst ein kleiner Garten bringt viel mehr als nötig zum Überleben ist. Nur Getreide braucht viel mehr Anbaufläche. Auf Brot muß man dann also verzichten, oder vorher schon Getreide bunkern.
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Re: Staatlich abgesegnetes Aussteigerleben - so gehts!

Beitragvon Augenkiste » 20. Aug 2010 13:09

chiemono hat geschrieben:
Eine Lösung dazu, die mir grade eingefallen ist, liesse sich mit etwa 100 Euro monatlich und etwa 2000 Euro Startkapital umsetzen. Das wäre ein altes, halbverfallenes Haus mit Grundstück dahinter.


Du könntest dein Auto verkaufen und alle restlichen, überflüssigen Habseeligkeiten. Ich weiß ja nicht ob du überhaupt ein Auto besitzt und wie wertvoll es ist.

Die ARGE übernimmt statt Miete zu zahlen die monatl. Ratenzahlung für Wohneigentum ( Deutschland ist weltweit das einzige Land das den Abtrag für Häuser übernimmt )

Du könntest einen Raum im kaputten Haus herichten und dir die Sache mit dem Gartenhäuschen sparen.

Dir ARGE sperrt dich zwar für 3 Monate wenn du mutwillig kündigst, gibt aber Lebensmittelgutscheine heraus, ansonsten das Sozialamt.

Ich vermute das man dich wegen Unterhalt runterpfändet ?! Stimmt das ? Wenn ja, warum gehst du für deine Frau arbeiten ? Sie könnte zur Abwechslung mal 55 Wochenstunden für 700 € / netto buckeln gehen.
Augenkiste
 

Re: Staatlich abgesegnetes Aussteigerleben - so gehts!

Beitragvon Tachyon » 20. Aug 2010 13:25

Naja, wenn man eh aufs Existenzminimum gezwungen wird kann einem auch alles egal sein, dann brauch man auch nichtmehr arbeiten gehen und kann sich in die Hängematte legen.
Tachyon
 

Re: Staatlich abgesegnetes Aussteigerleben - so gehts!

Beitragvon Augenkiste » 20. Aug 2010 13:42

Ich dachte der Staat wollte im Rahmen der AGENDA 2010 genügend Kindertagesstätten einrichten um alleinerziehenden Müttern zu ermöglichen auch arbeiten gehen zu können ?

Wo ist das Geld für die KiTa's geblieben ? In Griechenland ? Im Bankenrettungspaket ? In Afghanistan ?

Nee, dann lässt man die Väter doch lieber für olle Zippen arbeiten die ihre Ex am liebsten nur noch von hinten sehen weil sie ihnen das Umgangsrecht zu ihren Kindern untersagen.

Mal abgesehen davon werden Frauen staatlich verordnet in die Rolle des Muttertieres am Herd gedrängt obwohl sie vielleicht lieber selbst für ihren Unterhalt aufkommen würden.
Augenkiste
 

Re: Staatlich abgesegnetes Aussteigerleben - so gehts!

Beitragvon chiemono » 20. Aug 2010 18:09

Also, ich zahle Alimente und Unterhaltsrückstände. Als ich nicht arbeiten ging, stellte ein Sachverständiger fest, was ich verdienen hätte sollen und das sind nun Rückstände. Der Sachverständige stellte fest dass ich 1500 Euro als Verkäufer verdienen kann. Das wußte der, ohne mich zu kennnen, oder auch nur anzurufen und obwohl ich keine Ausbildung als Verkäufer habe. Mich kostete diese Feststellung 500 Euro. Der Staat ist die größte legale Mafia!

Ich bin Österreicher und da gibts vom Staat 700 Euro, dafür wird aber keine Wohnung oder sonstwas bezahlt. Wie richtig bemerkt wurde unterbindet die Mutter das Besuchsrecht und von dem Geld sehen die Kinder grade mal einen Bruchteil. Von meinem Haus ( dazu hat sie null beigetragen ) erhielt ich nicht ganz ein Drittel, dafür habe ich knapp 800 Euro monatlich schon vor 15 Jahren an Unterhalt bezahlt. Das war mehr als sie je in ihrem Leben verdient hat.

Wegen dem alten Haus: so ein verfallenes Haus ist normalerweise feucht, das Dach undicht, es schimmelt, ... es ist einfach billiger und besser in einem neu gebauten Gartenhaus zu wohnen. Der Platz ist nicht das Problem. Ich brauche keine 100 qm. Aber als Lagerstätte könnte das Haus dienen, für Lebensmittelvorräte etwa, oder für Holz.

Ich habe es gern einfach und überschaubar. Ich kenne zwar ein Leben mit Geschirrspüler, Fußbodenheizung, Gefrierschrank, SAT-Anlage, ... aber ich brauche es nicht. Das Klo kann ruhig draußen sein und eine Badewanne die mit vorgeheiztem Wasser vom Ofen gefüllt wird tuts auch. Mit ein paar Kerzen rundherum zu baden stell ich mir in einem Holzhaus recht idyllisch vor ( hab ich übrigens schon mal auf einer Berghütte gemacht ).

Thema Heizen: bei 25 qm brauchst du nicht viel Holz um einzuheizen. Eine Kühltruhe kann ein einfaches Erdloch sein. So funktionierte das auch früher, selbst ohne Strom. Für Licht/Musik und Computer reichen sicher 2 Solarpanel. Wasser kann ein normaler Anschluss sein und später kann ich ja auch Regenwasser sammeln um unabhängiger zu werden.

So stell ich mir das vor und "legal" ist es auch. Sobald es wirtschaftlich wirklich kracht fragt aber ohnehin keiner mehr danach.
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Re: Staatlich abgesegnetes Aussteigerleben - so gehts!

Beitragvon Augenkiste » 20. Aug 2010 18:35

chiemono hat geschrieben:Also, ich zahle Alimente und Unterhaltsrückstände. Als ich nicht arbeiten ging, stellte ein Sachverständiger fest, was ich verdienen hätte sollen und das sind nun Rückstände. Der Sachverständige stellte fest dass ich 1500 Euro als Verkäufer verdienen kann. Das wußte der, ohne mich zu kennnen, oder auch nur anzurufen und obwohl ich keine Ausbildung als Verkäufer habe. Mich kostete diese Feststellung 500 Euro. Der Staat ist die größte legale Mafia!

Ich bin Österreicher und da gibts vom Staat 700 Euro, dafür wird aber keine Wohnung oder sonstwas bezahlt. Wie richtig bemerkt wurde unterbindet die Mutter das Besuchsrecht und von dem Geld sehen die Kinder grade mal einen Bruchteil. Von meinem Haus ( dazu hat sie null beigetragen ) erhielt ich nicht ganz ein Drittel, dafür habe ich knapp 800 Euro monatlich schon vor 15 Jahren an Unterhalt bezahlt. Das war mehr als sie je in ihrem Leben verdient hat.


Das klingt ja alles furchtbar. Kannst du nicht aus Österreich weglaufen und woanders neu anfangen ? Ich stelle es mir als Deutscher vielleicht etwas zu einfach vor, aber kannst du nicht irgendwo in einer einsamen Hütte in den Alpen untertauchen, oder in Italien verschwinden ?

Wegen dem alten Haus: so ein verfallenes Haus ist normalerweise feucht, das Dach undicht, es schimmelt, ... es ist einfach billiger und besser in einem neu gebauten Gartenhaus zu wohnen. Der Platz ist nicht das Problem. Ich brauche keine 100 qm. Aber als Lagerstätte könnte das Haus dienen, für Lebensmittelvorräte etwa, oder für Holz.


Ich habe mir gewiss schon 10-15 solcher Häuser angeschaut. Irgendwas stimmte immer nicht, aber die Möglichkeit einen Raum als ungefährlichen Wohnraum ohne Schimmel und dergl. einzurichten bestand immer. Das preisgünstigste lag mitten im Wald. Kostenpunkt 65000 €, war sofort zu beziehen, aber immer noch zu teuer....In den alten Bundesländern ist einfach alles zu teuer. Ein völlig rottiges Fachwerkhaus sollte 30000 € kosten und lag direkt in Hanglage neben einer Straße, war aber etwas für die Abrissbirne, alle tragenden Balken waren verfault...
Wo gibt es in Österreich alte, freistehende Häuschen für eine Anzahlung von 2000 € ?
In Sachsen oder Brandenburg bekäme man hier und da auch etwas für diesen Preis, im Westen nicht.
Mehr Komfort als Du, brauche ich auch nicht.
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Re: Staatlich abgesegnetes Aussteigerleben - so gehts!

Beitragvon chiemono » 20. Aug 2010 19:06

@Augenkiste

du hast das glaub ich falsch verstanden. Ich kann kein Haus kaufen. Ich will ein Grundstück pachten oder mieten, wobei das Haus darauf eher unwichtig sein sollte. Die 2000 Euro sind dann nicht als Anzahlung für das Haus, sondern als Materialpreis für ein Gartenhaus zu verstehen, welches ich dort aufbaue.

Warum ich nicht auswandere/untertauche hat einfach den Grund dass wir kurz vor dem totalen wirtschaftlichen Kollaps stehen. Somit fällt also ziemlich alles aus, womit man normalerweise etwa in Südländern Geld verdienen könnte und wenn es ums nackte Überleben geht, dann halten die Cliquen zusammen - das ist in Krisenzeiten immer so gewesen. In einem fremden Land ist man da einfach unerwünscht und hat es viel schwerer über die Runden zu kommen. Wir werden auch bei uns sehen, dass es zu einem Bürgerkrieg zwischen den Ausländern ( hauptsächlich Türken ) und uns kommen wird, wenn das Sozialsystem kollabiert.

Ich ging schon vor Jahren mit offenen Augen durch Einkaufszentren und sah mir die Produkte genau an, wobei ich mir die Frage stellte, was davon man wohl kaufen würde, wenn es einem schlecht geht? Antwort: über 90 Prozent der Dinge dort sind unnötig und werden in einer echten Krise nicht mehr gekauft. Die Shopping-Malls werden also leerstehen, so wie jetzt schon in Amerika und alle die dort arbeiten, sowie alle die diese Shops beliefern ( direkt oder indirekt ) werden ihre Jobs verlieren. So dreht sich die Spirale weiter und es wird noch weniger gekauft.

Was noch funktionieren wird, ist nur: Lebensmittel produzieren und verkaufen, Geräte reparieren, Holzwirtschaft, ...
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Re: Staatlich abgesegnetes Aussteigerleben - so gehts!

Beitragvon Augenkiste » 20. Aug 2010 20:22

chiemono hat geschrieben:@Augenkiste

du hast das glaub ich falsch verstanden. Ich kann kein Haus kaufen. Ich will ein Grundstück pachten oder mieten, wobei das Haus darauf eher unwichtig sein sollte. Die 2000 Euro sind dann nicht als Anzahlung für das Haus, sondern als Materialpreis für ein Gartenhaus zu verstehen, welches ich dort aufbaue.


Ach sooo, das kannst du doch sofort umsetzen. Auto verkaufen und eine Wohngelegenheit, mobil oder nicht mobil fürs Geld besorgen. In Deutschland braucht man für solch ein Gartenhaus eine Baugenehmigung. In Österreich nicht ?


Warum ich nicht auswandere/untertauche hat einfach den Grund dass wir kurz vor dem totalen wirtschaftlichen Kollaps stehen.../..In einem fremden Land ist man da einfach unerwünscht und hat es viel schwerer über die Runden zu kommen.


Es ist doch gleichgültig ob du dich im In-oder Ausland selbstversorgst und nebenher etwas muggelst. Bis es richtig knallt, könnte es noch etwas dauern, es könnte noch einige Währungsreformen geben weil der Eurokurs vielleicht rapide in den Keller fällt, zuvor oder währenddessen könnte die Wirtschaftsblase in China kollabieren, oder die USA druckt zu viele Dollar nach weil der Krieg zu teuer wird...Der Iran könnte ausrasten und eine A-Bombe zünden, alles offen....Oder man schaut wie am berühmten 11. September in drei Monaten beiläufig in die Glotze während Frau Merkel eine Ausgangssperre verhängt weil zu viele Plünderer unterwegs sind, und deshalb an die Bundeswehr zur inneren Sicherheit einen Schießbefehl erhält. Im Grunde ist keine Zeit zu verlieren, auch wenn man kein Apokalyptiker ist.

Ich ging schon vor Jahren mit offenen Augen durch Einkaufszentren und sah mir die Produkte genau an, wobei ich mir die Frage stellte, was davon man wohl kaufen würde, wenn es einem schlecht geht? Antwort: über 90 Prozent der Dinge dort sind unnötig und werden in einer echten Krise nicht mehr gekauft. Die Shopping-Malls werden also leerstehen, so wie jetzt schon in Amerika und alle die dort arbeiten, sowie alle die diese Shops beliefern ( direkt oder indirekt ) werden ihre Jobs verlieren. So dreht sich die Spirale weiter und es wird noch weniger gekauft.


Ich denke es wird keinen interessieren ob Walmart, Aldi, Lidl, Rewe geöffnet oder geschlossen haben wenn am Monatsersten kein HartzIV, Lohn, Rente oder keine Sozialhilfe auf dem Konto ist. Nagellack, Handys, Fernseher und Schmuck kann man zwar nicht essen aber tauschen.

Was noch funktionieren wird, ist nur: Lebensmittel produzieren und verkaufen, Geräte reparieren, Holzwirtschaft, ...


Schwarzfischen und Wildern nicht zu vergessen :D
Augenkiste
 

Re: Staatlich abgesegnetes Aussteigerleben - so gehts!

Beitragvon jensadolf » 10. Sep 2011 10:39

Hallo allesamt!
Ich glaube nicht dass dieses Finanzsystem so einfach zusammenbricht. Dafür sind die Reichen und macht habenden zu sehr daran interessiert dass es weitergeht. Aber was passieren wird ist das die Bewegungs Möglichkeiten massiv eingeschränkt werden. Die ganzen verschiedenen Versuche und Vorstöße in Richtung PKW-Maut und Überwachung gehen eigentlich in die Richtung den Menschen die Bewegungsfreiheit zu nehmen das ist erst einmal die Stoßrichtung. Denn wenn so ein System dieses Turnierfinanzsystem kollabiert wo auch immer nimmt es auch den reichen die Möglichkeit sich frei zu bewegen. Krieg kann man auch nicht mehr so einfach machen dafür sind die Wirtschaftsinteressen zu sehr miteinander verknüpft. Wenn die Chinesen mit Amerika Krieg anfangen würden gibt es automatisch kein Geld mehr. Also die verschiedenen Denkrichtungen passen alle irgendwie nicht. Für einen Kollaps der Finanzmärkte ist einfach die Real Wirtschaft zu stabil. Aber mag es sein wie's will das ist ja nicht das Thema, das Thema ist ja eigentlich aussteigen.

Vor vielen Jahren las ich ein Buch über Kleinfelderwirtschaft. Es ging um die zwanziger Jahre in denen ein Mann namens Jensen oder J0nson ein Buch darüber schrieb wie eine Kleinfelderwirtschaft funktionieren kann. Ganz aus dem Finanzsystem aussteigen geht mit Sicherheit nicht (siehe goldener Hof in schwarza (Freiburger Land) von einem Franz Karl Rödelberger. Er beschreibt exakt wie er ohne elektrischen Strom ohne warmen Wasser aus Wand und ähnlichen Errungenschaften der modernen Zeit zurecht kommt/kam ohne Traktor ohne irgendwelche Technik die von Motoren angetrieben wird. Ausschließlich Muskelkraft war die Arbeitskraft.
Es gibt einige interessante Punkte. Zum Beispiel mit einem normalen Acht Stunden Tag oder ähnlich 10 h heutzutage kann man kaum etwas anderes machen als arbeiten. Zumindestens bin ich abends so breit das ich nicht mehr viel anstellen kann. Also geht es um einen Job drei Tage die Woche oder Ähnliches. Und damit sind schon viel mehr Möglichkeiten gegeben. Die Basis Grundlage an Ernährung ist gewährleistet. Denn wenn man eigene Fläche hat ist es ohne große Probleme möglich mit 200 e im Monat zurechtzukommen also inklusive Telefon Strom usw. (glaube ich) es gibt auch die Möglichkeit ein Objekt über Mietkauf zu bekommen. Beispiel: ein Freund von mir hat etwas außerhalb von Dresden einen Bauernhof per Mietkauf erwerben können es sind drei Parteien im Spiel, das Haus selbst ist ungefähr 4 Personen geeignet, bzw. wenn man Familien technisch daran geht auch mehr. Dazu gibt es ein Gewächshaus was eben auch zum Teil zu Wohnraum umzufunktionieren ist und es gibt eben auch noch einen Bauwagen in dem es auch möglich ist zu sein. Nur jeden Monat 200 oder 250 e aufzubringen ist heutzutage ziemlich schwierig. Jedenfalls sind das die Mietkosten die jeden Monat da sein müssen. Es gibt aber andere interessante Objekte bei denen der Besitzer eben nicht mehr in der Lage ist das Grundstück in Ordnung zu halten nur das Problem ist eben Vertrauen. Oder eben auch Wagendorf wie ich. Im nächsten Jahr möchte ich hier so wie ich es in den Prinzessinnengärten gesehen habe mit Plastikkörben in denen Erde eingefüllt wird und damit ist es eben auch möglich auf Gelände etwas anzubauen was eigentlich dafür nicht geeignet ist (Giftmüll) ebenso habe ich einmal etwas von Senkrechtgärten gehört und gelesen das heißt es waren in gewisser Weise Wände aus Körben oder Ähnliches und es war so konstruiert das eben die Pflanzen zuerst zur Seite und dann eben nach oben wachsen konnten. Für mich persönlich wird wie gesagt diese Geschichte mit den Körben und Anfang nächsten Jahres einen 400 e Job um mich einfach mehr um meine eigenen Sachen kümmern zu können.

Interessant wäre vielleicht zu erwähnen das in einer landwirtschaftlich unglaublich schönen Gegend ein Freund von mir auf einer ehemaligen Mühle arbeitet und lebt (er ist jetzt 70) und ist nicht mehr in der Lage das alleine zu bewirtschaften. Jemand der Hartz IV beantragen könnte und eben auch Lust hätte dort zu leben respektive später einmal das Gelände zu erwerben (Erben in dem Sinne gibt es nicht) zwingend notwendig ist erst einmal eine Art Bauwagen oder Ähnliches hinzustellen weil er direkten Wohnraum nicht mehr zur Verfügung hat. Es ist eben alles Rohbau und irgendwie alles nicht ganz fertig geworden. Er hatte die Hoffnung dass sich dort eine Gemeinschaft entwickelt. Das Problem eben mit Grundstücken ist eigentlich immer dasselbe zum Beispiel in dargelutz ich glaube das man in dargelutz sehr gut leben kann aber es praktisch keine Möglichkeit gibt in irgendeiner Weise seinen Lebensunterhalt zu gewährleisten. Soll heißen ich hörte das jemand aus dem Bekanntenkreis der Gemeinschaft in dargelutz für 2,50 e die Stunde arbeiten geht. In einer Stadt wie Berlin gibt es natürlich bessere Chancen für Arbeit aber dafür keinen Platz wo man eben sein eigenes Ding machen kann außer eben Wagendörfer. Im Moment sind hier zwei Plätze frei und falls jemand auf einem Wagenplatz leben möchte ist derjenige schon hier willkommen. Nur es gibt eben auch da einige Punkte die zu beachten sind. Auf den meisten Plätzen sind Alkohol und Drogen ein großes Thema. Und man muss schon eine gewisse Charakterstärke bringen um damit auch zurechtzukommen soll heißen sich nicht in das allgemeine Phlegma hinein zu begeben. Es gibt allerdings auch Plätze in denen Drogen keine Rolle spielen. Für mich ist es so, das nächste Jahr ist das letzte Experiment auf so einen Platz weiter zurechtzukommen und eben auch selber anzubauen. Mit den Gartenhaus Projekten so glaube ich ist es so das bis 25 m2 ohne Genehmigungsverfahren möglich ist zu bauen. Ein Freund von mir hat so ein Haus gebaut und oben ist sozusagen Schlafzimmer und unten ist Wohnzimmer inklusive Küche auf 25 m2. Im Internet gibt es unglaublich spannende und interessante Seiten was Hausbau und Ähnliches betrifft. Ich jedenfalls werde nächstes Jahr mir so einen schönen Platz zu Recht machen mit vielen Körben für Kartoffeln Gemüse Mais und Getreide usw. was auch immer das sein mag. Ich glaube das das gut funktionieren kann. Und vielleicht ist das auch für andere ein interessantes betrachten man muss schauen nach Berlin und Prinzessinnengärten. ich habe alte Milchtüten gesehen die zum Anbau von Gemüse genutzt wurden. Einfach klasse und super die Ideen
Ich interessiere mich sehr für das weiter hinaus in die Welt gehen.
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