Gottfried, der Habenichts

und solche die es werden wollen

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Beitragvon albu » 11. Nov 2009 22:42

oh schön bin begeistert , wünsche dir viel kraft die wirst du sicher gebrauchen könne

war das mal ne mühle , mhm topinabur echt lecker der kürbis mit der harten schale müste ein hokaido sein den kannst du aber getrost mit schale essen

sonst ein super projekt , weiter so
albu
 

Re: Gottfried, der Habenichts

Beitragvon jensadolf » 21. Aug 2011 10:03

ja nun mit dem Grundbesitz das ist so eine Sache 1000 e im Monat rund 100 e im Monat an Kosten Strom Wasser Internet Reparaturen und so weiter das ist schon was vielleicht auch noch krankenversichern lassen über jemand anders da kann man wunderbar leben von. Bei den meisten Menschen ist die Situation vollkommen anders. Grundbesitz hat so gut wie keiner und Grundbesitz kaufen ist schwierig kompliziert und teuer. Ein Beispiel ein Freund von mir erwarb ein Stück Land ich glaube um die 800-1000 m2. Das Land zu kaufen war eine Sache die andere Seite der Medaille ist um dieses ins Grundbuch eintragen zu können um auch einen Rechtsanspruch zu haben braucht man einen Anwalt. Mein Freund sagte auf einmal bekam er Post von Ämtern und Behörden von denen er nicht einmal wusste dass sie existieren. Alles in allen kostet dann die verschiedenen Genehmigungen überhaupt dort zu sein noch einmal soviel wie das Land selbst ich glaube er hat 3000 e für ziemlich wertloses Land bezahlt (ich kann das aber nicht mit Gewissheit sagen und dann noch einmal 3000 e für die verschiedenen Behörden mittlerweile hat er's wieder abgegeben und weitergegeben weil er nun auch über 50 nicht mehr in der Lage war den harten Job den er machte weiter zu führen. Das Land kostet eben auch Geld.

Für mich selbst sehe ich in dem Prinzip Prinzessinnengärten eine Alternative. Woanders hin zu gehen und noch einmal von vorne anfangen das glaube ich wird nicht funktionieren jedenfalls nicht solange wie ich einer normalen Arbeit nachgehen muss. Es ist alles nicht einfach in Deutschland um etwas zu machen muss man erst einmal etwas haben. Und das ist für viele Menschen kaum mehr möglich. Aber ich sehe eben auch in den dargelutz Projekt eine große Hoffnung das sich etwas entwickelt bzw. sich schon entwickelt hat.

Was ich auch als großes Handikap betrachte ist die Tatsache das man solange man hier in Deutschland keinen tatsächlichen Rechtsanspruch auf etwas hat man auch zu jeder Zeit herausgeschmissen werden kann. Das Dargelutzprojekt ist ein wunderbares und neugierig machendes Projekt. Ich sehe nur eine große Gefahr in allen alternativen Projekten. Was geschieht wenn ein Investor oder ein Mitglied der Mafia aus welchem Grund auch immer Anspruch auf etwas erhebt. Was geschieht wenn ein Eigentümer aus welchem Grund auch immer dargelutz als sein Eigentum betrachtet. In diesem Moment ist das gesamte Projekt gestorben. Es gibt keine Rechtssicherheit wenn man keinen Titel also keinen Anspruch hat. Ich habe diese Geschichten bei mehr als guten Freunden erlebt. Sie haben als erste überhaupt einen biologischen Landwirtschaftsbetrieb aufgebaut. Die Besitzerin verstarb und die Erben erhoben Anspruch. Das Ergebnis war zehn Jahre harte Arbeit mit allen Entbehrungen die man sich nur vorstellen kann waren weg. Es war eine lebendige kraftvolle Gemeinschaft die aber an dieser wirtschaftlichen Situation nichts ändern konnte und letztendlich dann auch auseinander brach. Auf Deutsch ohne Geld ohne Ansprüche ohne Rechtssicherheit ist alles was man unternehmen kann einfach nur ein Spiel
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Re: Gottfried, der Habenichts

Beitragvon moni » 23. Aug 2011 05:12

Es ist schon 2mal passiert, dass die Ehefrau des ursprünglichen Eigentümers Anspruch erhoben hat auf das HDG. (Das HDG gehört ja nicht zum Grundbesitz des VFS e.V.) Die Bewohner (u.a. damals noch Öffi) organisierten öffentlichen gewaltfreien Protest und konnten bleiben.
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Re: Gottfried, der Habenichts

Beitragvon jensadolf » 23. Aug 2011 05:44

herzlichen Dank für die schnelle Antwort! Genau das meine ich! Vor einigen Jahren hatte ich Kontakt zu einem Mann im Schwarzwald der absolut autark ohne elektrischen Strom oder Wasser aus Wand lebt. Weil er nun keinerlei Geld im Form von Papierschnipseln besaß wollte man ihm jedes Jahr ein bisschen Land wegnehmen um die nötigen Versicherungen und Steuern einzutreiben. Da gibt es zum Beispiel eine Zwangsrentenversicherung für Landwirte eine Viehversicherung. Dann Steuern für das Land und so weiter usw. letztendlich stand er vor der Zwangsversteigerung und in letzter Not hat sich dann eine Interessengemeinschaft gebildet die die nötigen Versicherungen und Steuern für ihn bezahlt haben.

Er hat auch mit gestrauchelten gearbeitet und da ist folgender Fall passiert den finde ich sehr lustig deswegen schreibe ich in
eines Tages kam eine Mutter mit ihrem Sohn pickligen ewig Kaugummi kauennden Sohn zu ihm mit dem Hintergrund dass dieser Junge zuhause überhaupt nicht mehr zurecht kommt und auf dem Hof könnte er sich beweisen und frische Luft würde ihm gut tun. Nun der Junge wurde abgelegt sozusagen und sollte sich nun auf dem Hof beweisen. Wie zu erwarten ist das ein wahnsinnig schweres Unterfangen er hat wohl auch irgendwelche Alkoholsachen mitgebracht. Aber das weiß ich nicht mehr. Eines Tages allerdings meldete der Junge seinen sehnlichsten Wunsch an. Kalbfleisch er ist gewohnt sonntags Kalbfleisch zu essen. Rödelberger so hieß dieser gute Mann beobachtete das dieser junge Herr sichtlich schwächer wurde. Eines Tages konnte er dieses lebendiges Elend nicht mehr länger ertragen und sagte ihm mein lieber Junge morgen gibt es Kalbfleisch. Bei diesen Worten Blüte dieser junge Herr sichtlich auf und freute sich natürlich auf das ihm zustehende Essen. Zu seinem Erstaunen wurde er aber nicht zu Tisch gebeten sondern wurde in den Kälberstall geführt dort wurde ihm ein schwerer Hammer und ein Messer in die Hand gegeben. Er fragte natürlich was er mit diesem Werkzeug machen sollte. Rödelberger sagte zu ihm na hier steht doch das Kalbfleisch. Du musst das Kalb genau in der Mitte auf den Kopf schlagen und an dem Hals da gibt es eine Stelle unter da musst du rein stechen damit es beim ausblutet sagte es und lässt den jungen stehen. Was soll ich sagen dieses Kalb schaute ihn vertrauensvoll mit diesem großen braunen Augen an und nichts war mit Kalbfleisch. Dieser junge Mann was soll ich sagen entwickelte sich auf dem Hof sehr gut und als die Mutter kam bekam sie einen ausgewechselten Sohn zurück. Einige Wochen gingen ins Land und die Mutter beschwerte sich das sie nun nicht mehr einfach so kochen könnte wie sie es gewohnt war denn ihr Sohn wollte diese ganzen Sachen nicht mehr haben nur noch frisches vom Land.
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