Borreliose

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Borreliose

Beitragvon Douleur » 13. Jan 2010 09:23

Hallo,

vor einiger Zeit schrieb ich, weil ein Arzt meinte, dass meine Knieschmerzen von einer angeblichen Arthrose herkämen. Das war falsch. Später kamen noch viele andere Beschwerden dazu. Weil kein Hausarzt dazu in der Lage war und kein Facharzt zu einem Ergebnis kam bin ich in eine Privatklinik und habe Immuntests machen lassen, die von der Krankenkasse nicht bezahlt werden. Heraus kam dabei: Borreliose.

Borreliose wird durch Zeckenstiche übertragen. Zecken lauern vor allem auf Wiesen und im Unterholz bis zu einer Höhe von 1,50m. Dort sitzen sie auf Grashalmen, Zweigspitzen usw. und krallen sich im Vorrübergehen an Kleidung fest. Dann suchen sie eine Stelle mit dünner Haut, meist in einer warmen, feuchten Körperstelle/spalte wo sie sich in die Haut eingraben und sich mit Blut vollsaugen. Dabei filtern sie feste Blutbestandteile heraus, überschüssige Flüssigkeit geben sie zusammen mit anderen Darmrückständen und jede Menge Krankheitserreger wie Borrelien in den Blutkreislauf ab.

Bei 50% der Borreliose-Infektionen entsteht die sogenannte Wanderröte um die Einstichstelle. Bei den restlichen 50% bricht die Borreliose ohne Wanderröte nach einigen Wochen/Monaten direkt im zweiten Stadium aus.

Borrelien sind sehr anpassungsfähig und darauf ausgelegt das menschliche Immunsystem regelrecht auszutricksen. Sie können z. B. kleine Blebs abschnüren und in den Blutkreislauf abgeben. So beschäftigen sie das Immunsystem an einer anderen Stelle wogegen sie selbst unbehelligt bleiben. Wenn es ihnen zu ungemütlich wird stoßen sie ihre äußere Proteinhülle ab und fallen in ein zystisches Stadium. So können sie bis zu 10 Monate lang ohne eigenen Stoffwechsel überleben und sind für das menschliche Immunsystem sowie Antibiotika nicht mehr erreichbar. Sie können auch menschliche Zellen kapern und so das Immunsystem austricksen. Durch ihre Form sind sie in der Lage nahezu jedes menschliche Gewebe zu durchwandern und sie suchen solche Stellen auf, die schwach oder nicht durchblutet sind. Weiterhin können sie ihre Form verändern und so ähnlich wie menschliche Zellen aussehen, damit sie nicht vom Immunsystem angegriffen werden.

Die Diagnose ist schwierig. Viele Ärzte können die komplexen Symptome nicht deuten, da es praktisch keine typischen Symptome gibt. Bei jedem Patienten sieht es anders aus. Auch der Antikörpertest versagt häufig. Einige Menschen bilden keine Antikörper, sondern direkt Killerzellen, die nur mit einem Test nachweisbar sind, den die Kassen nicht zahlen.

Die Behandlung ist ebenfalls langwierig: Wochenlang Antibiotika einnehmen, beim Rückfall mehrere Wiederholungen der Behandlung.

Einzige mögliche Vorbeugung: Den Körper auch an allen unmöglichen Stellen nach Zecken absuchen. Zecken vorsichtig entfernen und am besten gleich in einem Labor testen lassen, ob sie Borreliose in sich trägt, so kann man die Borreliose sofort mit einer kurzen Antibiotikabehandlung stoppen und einen Ausbruch verhindern.

Aber im Nymphenstadium sind Zecken gerademal 0.3 bis 1 Milimeter groß und damit schwer zu finden. Bleibt also immer ein Risiko, gerade wenn man sich viel in der Natur aufhält.

Bei komischen Symptomen wie Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen, nicht mehr enden wollenden Wadenkrämpfen, neuropathische Symptome wie Nadelstiche, Kribbeln, Ameisenhaufengeühl, taube Fingerkuppen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Atemnot, Sommergrippe, fiebriges/fröstelndes Gefühl, Depressionen, Angstattacken, allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Gefühl neben sich zu stehen, heftige Hämoroiden, Heiserkeit, Lese- und Konzentrationsprobleme - spätestens dann sofort zum Arzt. Aber immer dran denken, der billige Antikörpertest, den die Kassenärzte durchführen ist erstens sehr unzuverlässig, und wegen der Eigenschaft mancher keine Antikörper zu bilden auch nicht aussagekräftig.

Nicht nur Zecken übertragen Borreliose, auch Bremsen, Wadenstecher, stechende Milben (vor allem in Osteuropa) und Flöhe. Borrelien können zwar ohne ein menschliches Milieu nicht lange überleben, aber ein geringes Ansteckungsrisiko über Schweiß, Speichel und Sperma besteht. Borreliose wurde auch schon in Rohmilch nachgewiesen, wie auch in Fleisch. Es gibt auch dokumentierte Fälle, wo Borreliose durch Bisse von Tieren übertragen wurde.

Kleinnager wie Mäuse, Ratten und auch Vögel haben Borrelien in ihrem Blut, ohne selbst daran zu erkranken. Sie dienen den Borrelien sozusagen als Vorratsbehälter. Im Larvenstadium befallen Zecken dann solche Kleintiere und holen sich da die Borrelien. Dann entwickeln sie sich zur Nymphe. Dann sind sie groß genug um auch menschliche Haut zu durchstechen. Besonders Nymphen übertragen am meisten Borreliose.

Der deutsche Holzubock kann in Wohnungen nicht überleben, zu trocken. Aber verantwortungslose Hundebesitzer haben mit ihren Haustieren Zeckenarten aus dem Mittelmeerraum eingeschleppt, die auch in trockenen Wohnungen überleben können. Wenn der Vormieter einen solchen Kläffer hatte ist man nicht einmal in seiner Wohnung davor sicher.

Ärzte leugnen die Erkrankung oft oder stellen Falsch- und Verlegenheitsdiagnosen, weil die Kassen für Borreliosekranke kein Budget vorsehen. Aber die Erkrankung ist immerhin so ernst, dass das rote Kreuz von Leuten, die einmal Borreliose hatten nie wieder eine Blutspende entgegennimmt.

Das mal zur Info an alle, die viel auf Wiesen und im Unterholz unterwegs sind.

Dann gut Holz.
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Re: Borreliose

Beitragvon Tarzan » 25. Feb 2012 10:59

...dort borreliose-t127.html gibts auch noch allerlei dazu zu lesen.

Mein Nachbar litt über 30J. an "Rheuma"....konnte kaum noch laufen, war jedes J. zur Reha, wo er immer Spritzen dierekt in die Wirbelsäule bekam....es wurde aber nicht besser, eher immer schlechter.
Vor ca. 5J. haben "sie" es dann endlich herausgefunden, woran er wirlich litt...Borreliose... :cry:

Habe da noch eine gute Bekannte aus Dresden und auch sie leidet schon 53J. daran und auch bei ihr war lange unklar, wurde gesucht und nach zig Jahren dann erst gefunden...Borreliose.
Sie hat im Alter von 5J. es sich damals im Kindergarten geholt.
...Zecke...roter Fleck...und dann nicht weiter beachtet...und irgendwann...kriecht man dann :cry:
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Re: Borreliose

Beitragvon Tarzan » 27. Sep 2012 19:49

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