Konservieren von Lebensmitteln

und solche die es werden wollen

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Konservieren von Lebensmitteln

Beitragvon grohaka » 20. Sep 2009 02:33

Da der herbst die zeit der ernte ist und die lange kalte jahreszeit bevorsteht, würde ich doch gern wissen, wie man lebensmittel am besten haltbar macht. Ich selber experementiere ein weile an pesto herum, über 14 tage im kühlschrank komme ich nicht hinaus. Dann fängt es an zu gären!

Mein rezept:

irgendein grünzeug waschen, putzen und schlechte stellen herausnehmen.
eine handvoll sonnenblumenkerne.
reichlich speiseöl.
einen teelöffel steinsalz.
das ganze pürriere, kleinhacken oder im mörser zerquetschen.
gläser und deckel mit heißem wasser ausspülen.
rin mit der paste, deckel zu und in den kühlschrank gestellt.
fertig bis zum gären :roll: .

Na dann haut mal in die tasten.

Gruß grohaka
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Beitragvon Saxwolf » 20. Sep 2009 02:37

Alles einkochen und frostfrei aufbewahren.

Das ist die beste Methode.
Saxwolf
 

Beitragvon Mitleser » 20. Sep 2009 21:54

Hallo,
das Problem ist das Öl.
Du mußt immer darauf achten, dass das Pesto immer mit Öl bedeckt ist. auch wenn Du es benutzt hast und wieder in den Kühli stellst, musst du darauf achten, dass kein Krümel oben drüber schaut, was nicht mit Öl bedeckt wird. Es darf keine Luft rankommen. Außerdem solltest Du gutes Olivenöl verwenden. Gutes Öl ist Öl welches keine verderblichen schwebstoffe hat. Sonnenblumenöl ist eher nicht oder gar nicht für sowas geeignet. In jedem falle kaltgepresstes Öl und nativ, wobei das auch keine Garantie ist. (ich empfehle für sowas wirklich hochwertiges Öl zu verwenden. So hält sich das Pesto ca 4 wochen oder auch bis 6 Wochen.
Das andere Pesto , den Wintervorrat im Gefrierfach einfrieren...geht wunderbar.
Liebe Grüße.
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Beitragvon grohaka » 20. Sep 2009 23:56

Danke für die tips.

Das einkochen verbraucht doch viel energie, oder ? Das andere sind die richtigen gläser mit abdichtenten gummi. Soweit ich mich noch zurückerinnern kann wurde früher, die gläser, im waschkessel eingekocht. Aber wer hat das noch!

Das pesto hat bei mir immer eine konsistens von paste, soll ich es ein wenig dünner machen, damit es sich besser ausrichtet im glas? Und das raffinierte öl hab ich nicht genommen, das hat keinen geschmack, bäh.

Gruß grohaka
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Beitragvon Saxwolf » 21. Sep 2009 00:27

Wenn du übern ganzen Winter Vorräte haben willst, musst du entweder Einkochen, Räuchern, dörren, einlegen oder in Salz legen.

Hierbei spreche ich jetzt von Methoden, wo kein Kühlschrank und Strom zur Verfügung steht.

Zum Dörren und Rächern braust ein einfachen gemauerten Raum mit Schornstein.

(Projektinfo: Dargelütz hat ursprünlich 6 dieser Räume.)

Bild

Quelle: http://www.koeshof.de/angebote.htm

Zum einkochen braust du wie gesagt, Einmachgläser oder Schaubgläser (können 2 mal benutz werden) und einen Waschkessel:

Bild

(Projektinfo: Dargelütz und Wolfs Gaerten haben soeinen Ofen)

http://media.photobucket.com/image/alte ... 08_003.jpg

Quelle: Wolfs Gaerten

Einheimisches Pesto kannst du auch einkochen.

Du brauchst 1 kg Salz, 1kg Petersilie, 1kg Möhren, 1kg Kohlrabi, 1kg Zweibeln, 1kg Schnittlauch.

Das drehst du alles durch den Fleischwolf, zerkochst es und kochst es dann auch ein.

Eingelegt wird meist in Tontöpfen, also sogenannte Gurkentöpfe:

Bild

Quelle: http://www.meine-keramik.de/product_inf ... ramik.html

Grüße vom Saxwolf
Saxwolf
 

Re:

Beitragvon Kackvogel » 1. Dez 2010 09:08

grohaka hat geschrieben:Danke für die tips.

Soweit ich mich noch zurückerinnern kann wurde früher, die gläser, im waschkessel eingekocht. Aber wer hat das noch!


Das Einkochen im Wasserbad ist nicht notwendig, es funktioniert auch im Backofen. Die Gläser werden dabei auf einige Lagen Zeitungspapier gestellt. Dies funktioniert selbstredend auch in einem Holzbackofen was den Energieverbrauch relativiert weil Holz ein CO2-neutraler Brennstoff ist.

zum Ablauf:

Der Backofen wird auf 120° vorgeheizt. Die Gläser werden samt Inhalt während der Aufwärmzeit
in den Ofen gestellt. Die Früchte/ Gemüsestücke etc. befinden sich ohne Flüssigkeit in den Gläsern. Die Gläser werden nicht mit dem Originaldeckeln samt Gummiring im Ofen bedeckt, sondern mit einer Untertasse. Erst nach der Garzeit werden die Gläser aus dem Ofen genommen und der Inhalt mit kochendem Salzwasser ( Gemüse ) oder kochendem Zuckerwasser ( Früchte ) deckend übergossen. Nun werden die sterilisierten Gummiringe und Originaldeckel aufgelegt ( Die Gummiringe nur am Ohr anfassen damit sie nicht wieder verkeimt werden ). Jetzt saugen sich die Deckel während des Abkühlens der Gläser fest weil in den Gläsern ein Vakuum entsteht. Ist klar das man bei der ganzen Aktion auf seine Pfoten aufpassen muss. Die Einmachdeckel greift man am besten mit ner Küchenzange aus Metall die man ebenfalls durch Abkochen sterilisiert hat.

Die Garzeiten:

-Beerenobst ( Brombeeren, Himbeeren etc.) bei 120 ° - 45-55 Minuten
-Steinobst ( Kirschen,Pflaumen, auch Zitrusfrüchte etc. ) 150° ( heiße Flüssigkeit vorher einfüllen ) 40-50 Minuten
-Tomaten etc. 120 ° - 80 - 100 Minuten
- Bei Püree und dicht gefüllten Gläsern Kochzeit um 5-10 Minuten verlängern
Kackvogel
 

Re:

Beitragvon Klaus » 5. Dez 2010 00:55

grohaka hat geschrieben:Das einkochen verbraucht doch viel energie, oder ? Das andere sind die richtigen gläser mit abdichtenten gummi. Soweit ich mich noch zurückerinnern kann wurde früher, die gläser, im waschkessel eingekocht. Aber wer hat das noch!

Wir kochen immer ein, wenn wir auch das Mittagessen kochen. Da wir auf einem Holzherd kochen (Omas Küchenhexe), braucht das keine zusätzliche Energie, weil wir es einfach dazu stellen können. Zumindest wenn genug platz auf dem Herd bleibt.
Ich habe auch kürzlich erst einen Kessel aus alten Ziegelsteinen und Lehm gemauert. Den Einsatz hatten wir noch hier rum liegen. Gibt aber auch noch neue Einsätze zu kaufen. Auch ganze Kessel gibt es bei ebay künstig.

http://klaus-59.bplaced.net/MySQLadmin/ ... r-bottich/

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Re: Konservieren von Lebensmitteln

Beitragvon Gast » 5. Dez 2010 03:45

@Klaus
Sei erstmal herzlich willkommen und versuche Dich hier (in diesen etwas chaotischen Gefilden) einzulesen.

Deinen selbstgebauten Kessel kann/könnte man auch gut zum vordämpfen von Viehfutter (kleine Selbstversorger-Tierhaltung) verwenden, wenn man 'nen separaten Einsatz verwendet.

Mein Vermieter hat auch so nen Original-Teil im Keller rumstehen und irgendwann werde ich's ihm noch "abluchsen". ;)
Gast
 


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