Krankenversicherung

und Selbstversorger und solche, die es werden wollen

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Beitragvon räuber » 7. Okt 2008 22:45

hi iri, das weiss ich eben nicht so genau bzw. kann ich leider gar nicht wissen, ob ich jemals wieder in deutschland arbeiten will. wie schon geschrieben, um die krankenversicherung gehts mir ja nicht. nur um die schulden und das arbeiten-müssen, wenn man will, dass keine schulden anfallen. da ich mich jetzt schon bei einer krankenkasse gemeldet habe, hoffe ich, ich komm da wieder raus.

wie wollen die eigentlich überprüfen, ob auch jeder versichert ist?

das mit dem personalausweis-verbrennen ist ein schöner rebellischer akt, aber bringt nur mehr stress, als dass es nützt. es gibt so viele verschiedene situationen, in die man geraten kann, und in denen man ihn vorzeigen muss. wenn man dann keinen hat, hat man nur ne menge papierkram und rennerei. und es ist leider nicht so, dass, wenn man damit demonstrieren will, dass man kein staatsbürger mehr ist, der staat darauf rücksicht nehmen würde. ferner ist es unmöglich, ganz aus dem system auszutreten, denn das system erst hat zu dem wunsch geführt, dieses verlassen zu wollen, und somit schleppt mans weiter in sich herum. da man ja etwas lebt, was von diesem erst verursacht wurde. wir sind ein produkt des staates.
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Beitragvon Saxwolf » 8. Okt 2008 07:34

Hallo Räuber,

wenn du ohne Geld lebst, können dir die Mahnschreiben oder was auch immer von der Krankenkasse kommt am ar..... vorbeigehen.

1. Herrsch Versicherungszwang in DE und 2. müssen die Ärze dich in Notfall operrieren, ob du nun Geld hast oder nicht, oder ob du Krankenversicherung zahlst oder nicht.

Der Staat zwingt den Arzt per Gesetzt dazu, dies zu tun und wenn du kein Geld mehr hast und die dir mit Rechnungen kommen, ganz einfach:

Greif mal eine(r/n) nackte(n) Frau/Mann in die Tasche :mrgreen:
Saxwolf
 

Re: Krankenversicherung

Beitragvon Hotzenplotz » 7. Dez 2008 14:52

räuber hat geschrieben:ich schreibe nicht, weil ich angst davor habe, ohne krankenversicherung zu leben, sondern im gegenteil. ich WILL ohne krankenversicherung leben, weil ich keinen sinn darin sehe, einen großteil meines einkommens für eine völlig überteuerte leistung auszugeben bzw. mich damit dem arbeitszwang zu verpflichten. und sollte tatsächlich etwas sein, etwas härteres, dann hab ich eben pech gehabt. ich bin mir dessen voll bewusst.

aber wie ist das nun.
seit neuestem herrscht ja krankenversicherungspflicht und nicht-beachten wird mit nachzahlung und strafgeld geahndet. d.h., wenn ich jahrelang nicht versichert war, kann sich die summe, welche ich nachzahlen muss, im 2stelligen bereich bewegen!

an alle "aussteiger" bzw. "außenseiter": wie macht ihr das? wie löst ihr das?
wer nichts hat, bei dem gibts nichts zu holen, könntet ihr sagen.
aber wie war das gleich noch mal- sind dann die nächsten verwandten dran?
und was, wenn ich mich doch wieder dazu entscheide, einen job anzunehmen? bin ich dadurch nicht gezwungen bis an mein lebensende, sklavendienste zu leisten, um die schulden abzuzahlen? ich fühle mich in meinem recht auf freiheit verletzt!

http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechte



Hallo Räuber,

deine Fragen und Anmerkungen ohne Krankenversicherung zu leben gehen mir auch durch den Kopf, da ich meinen Ausstieg ebenfalls vorbereite. Klar ist, es gibt diese Pflicht. Allerdings ist es eher fraglich, dass der Verstoss höher als eine "Ordnungswidrigkeit" geahndet wird und jemandem, der ohnehin kein Geld hat und der keinen wertvollen Besitz inne hat, kann man auch nicht Pfänden (bei unterhaltsverpflichteten Vätern wie mir ist das nicht ganz so einfach...).

Ganz ohne Krankenversicherung zu leben, ohne das man ein "soziales Gesundheitsnetz" aufgebaut hat, bspw. von und mit der Natur heilen kann, ist sicher etwas problematisch. Sich bspw. wie Öffi den faulen Zahn mit der Zange selbst zu ziehen, würde ich wohl nicht bringen. Auch hier stellt sich mir die Frage: Wie weit, bzw. wie konsequent muss man gehen um sich aus diesem menschen- und umweltverachtenden System zu verabschieden?

LG

Hotzenplotz
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Beitragvon Douleur » 26. Jan 2009 01:05

Saxwolf hat geschrieben:Der Staat zwingt den Arzt per Gesetzt dazu, dies zu tun und wenn du kein Geld mehr hast und die dir mit Rechnungen kommen, ganz einfach:


Wer aus dem System ausgestiegen ist darf sich auch nicht mehr auf die Gesetze dieses Systems berufen geschweige denn Leistungen eines Arztes in Anspruch nehmen, der zu diesem System gehört, denn sonst ist man in Wahrheit garnicht ausgestiegen.
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Beitragvon Saxwolf » 26. Jan 2009 01:27

Douleur hat geschrieben:
Saxwolf hat geschrieben:Der Staat zwingt den Arzt per Gesetzt dazu, dies zu tun und wenn du kein Geld mehr hast und die dir mit Rechnungen kommen, ganz einfach:


Wer aus dem System ausgestiegen ist darf sich auch nicht mehr auf die Gesetze dieses Systems berufen geschweige denn Leistungen eines Arztes in Anspruch nehmen, der zu diesem System gehört, denn sonst ist man in Wahrheit garnicht ausgestiegen.


Desswegen schrieb ich auch das hier drunter und bin auch dementsprechen treu geblieben.

Zitat:

dir mit Rechnungen kommen, ganz einfach:

Greif mal eine(r/n) nackte(n) Frau/Mann in die Tasche
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Beitragvon Douleur » 27. Jan 2009 00:10

Da ist was Wahres dran, einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen. Das System bezahlt in dem Fall die Behandlungskosten und das sind im Prinzip die Leute, die Steuern und Sozialabgaben zahlen. Das war ja einmal der Sinn dieser Übung: Eine Risikogemeinschaft. Krank sein ist mitunter teuer und einer allein kann die Behandlung nicht bezahlen. Als es noch Großfamilien gab haben eben alle zusammengelegt und die Behandlung von demjenigen bezahlt der krank wurde.
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Beitragvon Kettwiesel » 8. Mär 2009 04:03

Siehe meine Live Bericht....
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Beitragvon Saxwolf » 12. Apr 2009 17:21

Hallo,

ich habe hier eine Frage an Moni. Nachdem du ausgestiegen bist und dir bei dem Staat Unterstützung beantragt hast, musstest du bestimmt wieder die Krankenversicherung bezahlen. Meine Frage ist, ob die Versicherung Nachzahlung vorderten und in welcher Höhe die dir das monatlich beanschlagt haben. Außerdem würde ich gern wissen, ob du vom Amt irgendwelche Unterstützung zur Abzahlung bekommen hast.

Grüße vom WW
Saxwolf
 

Beitragvon moni » 14. Apr 2009 17:59

Nein, ich musste nichts nachzahlen. Vielleicht ist diese Regelung, aber noch nicht so alt? Aber "einen nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen" und so wird man auch nicht ohne Geld dastehen, wenn man an die Krankenversicherung was nachzahlen muss, nehme ich an.
moni
 

Beitragvon Saxwolf » 14. Apr 2009 21:12

Vielen Dank Moni.
Saxwolf
 

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