Land

und Selbstversorger und solche, die es werden wollen

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Land

Beitragvon jensadolf » 13. Dez 2009 17:48

Hallo samteigene!
Ich sehe für mich folgende fragen offen. Zum einen Landbesitz bedeutet Steuern und all diesen Kram. Na klar könnte ich zu jemanden hin fahren und sagen hey Mann ich bin hier und wie sieht es aus mit uns ich hier arbeiten wohnen und so. Am Anfang bestimmt Geil jemanden den ich auspressen kann denn er hat ja keine Rechte (Ich) Nun was geschieht wenn die Leute dann sich ihren Schnaps oder Bier reinziehenm oder sich ein Pfeifchen Haschisch. Und ich kann so was überhaupt nicht vertragen. Da stehe ich wie ein tropf vor der Tür und komme nicht rein in dieses Ding. Ich habe ja Plastikzähle drinnen. Vor einigen Wochen ich aß etwas hartes und was passiert brechen auseinander. Oben. Ein Glück war das icgh einen Zahntechniker kannte und der hats mir dann gemacht für ein Paket Kaffe. Ich habe mir ein Ziel gesetzt jetzt eine weile schubbern wie blöde und dann mir ein Stück Land anschaffen oder änliches Kohle Tisch Vertrag und gut ist. Mein eigenen Kram machen. Jetzt bin ich noch auf einen Wagenplatz und im Januar fange ich an weil nun Hänger Erde ran zu holen Auf einfachste weise lernen Gemüse anzubauen. Senkrechtgärten. Denkt Euch mal was das bedeutet man hat sein Leben in so einenm Platz gesteckt und dann sagt der Besitzer na gut man ich kann dich nicht mehr gebrauchen raus mit dir. Davor fürchte ich mich sehr. Ich weis einfach wie bösartig Menschen sein können und sich dabei auch noch toll finden. Aber ich sehe Licht am Horizont. Jetzt habe ich 250 Euro auf dem Konto und werde hart arbeiten um vieleicht 2000 zu bekomnmen und ein kleines Stück Land mit ner Ruine drauf. Ohne Moos geht garnichts auch Selbstversorgen nicht also. Ich lerne Tai Chi um fit zu bleiben und mache Kurier und Nebenbei Vertreter für Tatoozeug. So denke ich werde ich es schaffen ein kleines Stück Land. Auf meinen Platz jetzt ist mein Ziel Meinen Klohwagen der auch Hiolzwagen ist zu einen Hühnerstall um zu funktioniern. Platz genug habe ich Dann so Buschwerkhochbeete Erde drauf und dann etwas anbauen. Ich freue mich darauf
Jens
Ich interessiere mich sehr für das weiter hinaus in die Welt gehen.
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Beitragvon Kettwiesel » 13. Dez 2009 19:21

Hallo Jens schön mal wieder was von dir zu hören.

Das Problem, mit dem So jetzt kannste abhaun , das gefällt mir auch nicht, ich suche auch
verzweifelt ein par Quatratmeter eigenen Grund, aber was die Gemeinden von einem verlangen, die
ham echt nen Vogel ! Die wollen allenernstens eine Baugenehmigung für meinen Wohnwagen, und das
man die natürlich mit sicherheit nicht bekommt ist klar!

Es wird verlangt, das man eine 3 Schichtenkläranlage baut, dazu habe ich aber eine Lücke gefunden.
Ein Dixi WC, da mussense die Füße still halten, die frage ist aber wie lange?

Der schlotfeger hat mich auch schon geärgert, jetzt habe ich einen 6 Meter hohen Kamin am Wohnwagen!
So ein Quatsch echt ! GRRRRR

Bild

Also was ich rausbekommen habe, es ist das einfachste, wenn man ein altes verfallenes Haus kauft, was voll erschlossen ist, da kannste deinen Wohnwagen hinstellen und die müssen das Maul halten.

Mir ist gerade nochwas eingefallen, es gibt ja so schöne Gartenhäuser, vom Obi. Die werben damit, das diese Gartenhäuser bis 24m2 Genehmigungsfrei währen! Das Stimmt aber nicht ! Nur wenn es neben einen Bestehendem gebäude Steht. Sprich in dem Moment wo das Häuschen einen Wasser, Strom, Kamin Anschluss hat, ist es Genehmigungspflichtig. Sprich es wird einen vorgeworfen, man hätte einen Schwarzbau errichtet. Und meist hat zwecks abstand oder sicht sogar ein Nachbar was mitzureden.

LG Kettwiesel
Kettwiesel
 

Beitragvon Tarzan » 13. Dez 2009 20:58

Die paar m² kannst Du haben, nur mußt Du wohl vorher herkommen, um es Dir anzusehen und dann kannst Du umsiedeln oder weitersuchen.
seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich Tiere

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Geld-Eigentum statt Vertrauen...

Beitragvon oeffi » 14. Dez 2009 17:30

Ich staune immer, daß die Menschen denken, echte "Sicherheit" entstünde durch "eigenen Geld-Kauf"...
Wenn wir nicht lernen, passende wertegebundene soziale Zusammenhänge und liebevolle Gemeinschaften zu schaffen (- im bürgerlichen Rahmen, soweit möglich, besser noch auf solide alternative Weise... -), in denen echtes Vertrauen möglich ist, dann retten uns die Geld-Käufe nicht... Dann luchsen "die eigenen Leute" einander am Ende schon wieder das "Privat-Eigentum" ab, oder die Geld-Ämter und -Haie von außen... Und auf die eine oder andere Weise, und wenn es die eigene "private" Unberechenbarkeit und Launenhaftigkeit ist, wird wohl früher oder später eh dann "Willkür-Kram" draus...

Mit wirklich vernünftigen, idealistisch verbindlichen, vertrauenswürdigen Menschen - als direkte Gemeinschaft oder Solidar-Netz - kann man sich eher m.E. sogar auf "wildem oder besetztem Land" sicherfühlen, als es allein oder mit Geld-Sicherheits-Menschen auf "ordentlich" gekauftem Privat-Eigentum der Fall sein wird...
((Mit anderen solchen "Geld-Sicherheits-Menschen" kann ein solcher Mensch dann logischerweise eh gar nicht an einem Ort in Gemeinschaft leben: Denn da sagt ja jeder von denen: "Es muß von mir gekauftes Land sein, sonst fühle ich mich nicht sicher!" --- Hm, vielleicht schafft ein solcher Mensch aber trotz seines Mißtrauens zumindest Gemeinschaft im Sinne einer eigenen Familie, könnte man sagen... Aber wenn er den Landbesitz an seine Person statt an Inhalte binden will, seh ich das jedenfalls "falsch verwurzelt"... Und wieso ist Bruder oder Sohn sicherer als Freund oder Mit-Idealist?... Ich glaube, Erbschafts-Streitigkeiten unter Angehörigen sind eine Hauptbeschäftigung der Gerichte...))
Ich meine, unter den gegebenen Umständen wäre die Zusage von einem idealistisch und persönlich am ehesten vertrauenswürdigen Grundstücks-Eigentümer wohl sogar was Sichereres in meinen Augen als eigenes Kaufen in normalem Geld-Menschen-Umfeld... ((Vor allem, wenn es ein richtig fundiertes Vertrauens-Verhältnis ist, das sich auf prüfbare Weise im Miteinander immer wieder bestätigt; ich will solche Vertrauens-Verhältnisse, biete das von mir aus auch so an...))

Denn die Menschen, die sagen: "Es muß mein persönliches Privat-Eigentum sein!", sind ja eindeutig nicht zu wirklicher Vertrauens-Gemeinschaft bereit... Wenn sie auf der Ebene bürgerlicher Rechts-Formen nicht zumindest sowas wie einen Verein etc. machen, damit der Besitz an Inhalte statt an persönliche Willkür gebunden ist, dann sehe ich massiv den Zeitpunkt drohen, wo andere, die sich auf sie einlassen wollen, wieder vor "Fuchtel" oder Rausschmiß stehen... ((Und wenn jemand auf so einem Grundstück was machen will, welches durch einen Verein inhalts-gebunden ist, dann kann er ja in die entsprechenden schon vorhandenen Projekte von SB gehen...))

Ich würde mich am sichersten mit Menschen fühlen, die (als Mit-Schenker) bereit sind, die ("Nicht-Geld"-)Ideale an die erste Stelle zu setzen, dafür ihr Leben unterzuordnen, und sich auf klar geregelte und durch Formen von gewaltfreier Verbindlichkeit ("Gewissens-Erklärungen" etc.) und sozialer Kontrolle ("zwischenmenschliche Gebrauchs-Anweisung", "Gewaltfreie Konflikt-Kultur" etc.) gesicherte fundierte Konsens-Entscheidungs-Strukturen einzulassen...
((Ich hab mit einem in die Richtung gehenden Experiment zwar 2008 auch mal wieder eine extrem schmerzliche Pleite erlebt, aber sogar da bleibt wohl abzuwarten, was - als entscheidendster Punkt - die klaren Aussagen der "Gewissens-Erklärung moralischer Nutzungsrechte" in den seitdem sich abspielenden Gärungen noch für ein Gewicht entfalten werden...))

Das Geld-System ist kein System, wo die Liebe sich sicher fühlen kann...
Ich grüße das 'Natürliche (Göttliche) Licht' in Allen! global-love.eu
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Eigentum und Vertrauen

Beitragvon jensadolf » 25. Jul 2010 10:22

was ich mit Sicherheit sagen kann mein lieber ist die Tatsache das Vertrauen eine so schwierige Angelegenheit ist das ich in vielen Dingen das nicht mehr ausleben beziehungsweise zulasse. Natürlich hast Du recht völlig ohne Frage nur mit einem Eigentümer der dann dieses Land verkaufen möchte ist in diesem Moment nicht zu reden. Folgende Geschichte: ein Freund von mir beziehungsweise ein Bruder von mir hat als erster in Norwegen eine Landgemeinschaft aufgebaut. Diese Gemeinschaft war die erste in Skandinavien die Bio Landwirtschaft gemacht hat sie waren erfolgreich und bekamen sogar die Erlaubnis auszubilden. Sie haben aus einer Ruine ein wirklich funktionierendes System gemacht. Die Besitzerin war allerdings schon eine ältere Dame die sich immer darüber gefreut hat das aus ihrem Erbe etwas vernünftiges wird. Und das das Land ihrer Mütter und Väter einen Sinn macht und dass dort Leben ist weil ja auch Kinder geboren wurden und das gesamte Geschäft das gesamte Gebiet wurde sozusagen zu einem Vorzeigeprojekt. Er hat mir die Bilder gezeigt und auch die Geschichten gezeigt und auch den Neuanfang. Die alte Dame starb und sie hatte ja testamentarisch festgemacht dass dieses Gebiet in Händen dieser Gemeinschaft geht. Ihre Kinder allerdings haben Prozesse geführt haben Gerichtsurteile durchgedrückt so dass letztendlich 10 Jahre Arbeit umsonst war weil die Gerichte in Norwegen sehr konservativ und das waren alles junge langhaarige Leute die nicht in die Kirche gegangen sind und das sind verschiedene Dinge die in Norwegen nicht möglich sind beziehungsweise waren. Langer Rede kurzer Sinn die Kinder dieser Dame bekamen das Land mit allen drum und dran mit den neu gebauten Häusern mit mit allem was an einen Bauernhof so sein kann faktisch geschenkt. Diese Gemeinschaft hat und versucht an einer anderen Stelle etwas aufzubauen aber es gelang nicht weil zu viel Kraft dort drinnen war. Und auch in meinen eigenen ganz persönlichen Umfeld habe ich ähnliches erlebt und erlebe es gerade. Nämlich ein Projekt von drei Freunden in der Nähe von Dresden ein ehemaliger Bauernhof circa 5000 m² Land Scheune Garagen Stallungen Gewächshaus und so weiter. Es wird 100.000 € kosten drei Leute stecken jeden Monat ihre Miete darein jeder zahlt 250 € das ist ein Mikromietkauf Projekt und in 15 Jahren wird das in die Hände meiner Freunde beziehungsweise Bekannten sein sie leben dort stecken sehr viel Geld hinein an Arbeitskraft und Reparaturen nicht zu sprechen. Jetzt nach einigen Wochen und Monaten ist das schon alles wieder nicht mehr so einfach zwei Leute streiten sich permanent und wenn mein seit vielen Jahrzehnten guter Freund oder Bekannter nicht eine Klausel in den Verträgen eingebaut hätte wäre das Projekt jetzt schon gestorben. Die Klausel die alle Beteiligten unterschrieben haben die auch gerichtlich durchgesetzt werden kann, sagt egal wie lange jemand dort wohnt er hat jeden Monat diese Miete zu zahlen. Derjenige kann ausziehen wenn er jemanden findet der die Miete weiter zahlt. Beziehungsweise dann eben einen kleinen Aufschlag bezahlt. Noch einmal ich denke Du hast recht wenn du sagst Vertrauen ist besser nur in einer Welt die von Egoismus Gier Neid Hass erfüllt Ist setze ich keine Energie in sinnloses Vertrauen. Kurz um alle Projekte von denen ich je gehört habe ich besucht habe funktionierten erst dann wenn der Einsatz den jemand zahlen musste so hoch war das es ein großer schwerer Verlust war wieder herauszugeben. Alleine wenn ich daran denke wie viel Müll und Schmutz und Intrigen in der kurzen Zeit die ich mich jetzt mit den Schenkern beschäftige beziehungsweise durch das lesenTeil habe. Ich würde fast sagen keinen Monat ohne irgendwelche Intrigen oder irgendwelche Geschichten. Dabei interessiert mich nicht so sehr die einzelnen Akteure. Mit meinen Bauwägen hier befinde ich mich in gewisser Weise in einen relativ freien Raum ich brauche mir nicht wirklich viel Gedanken darum machen wie der morgigen Tag wird wovon ich morgen essen werde oder wie es weitergeht. Natürlich sind hier auch diverse Probleme und Schwierigkeiten Alkohol und Drogen sind eine große Problematik. Ich glaube dass Menschen seelisch erst reifen müssen bevor sie in der Lage sind sich wirklich aufeinander einzulassen. Ich jedenfalls bin gespannt wie diese Geschichte weitergeht. Ich denke daran das du irgendwann alt bist dass die Knochen nicht mehr so richtig mitmachen dass irgendwelche Krankheiten auftreten oder wie bei mir die Zähne so peu à peu ausfallen. Wirst du mit 50 mit 55 mit Rheuma in den Knochen weiter so leben können? Ich jedenfalls kann nicht mehr draußen schlafen es geht mir sofort ins Kreuz. So verbleibe ich mit besten Grüßen und Wünschen Jens Adolf




oeffi hat geschrieben:Ich staune immer, daß die Menschen denken, echte "Sicherheit" entstünde durch "eigenen Geld-Kauf"...




enn wir nicht lernen, passende wertegebundene soziale Zusammenhänge und liebevolle Gemeinschaften zu schaffen (- im bürgerlichen Rahmen, soweit möglich, besser noch auf solide alternative Weise... -), in denen echtes Vertrauen möglich ist, dann retten uns die Geld-Käufe nicht... Dann luchsen "die eigenen Leute" einander am Ende schon wieder das "Privat-Eigentum" ab, oder die Geld-Ämter und -Haie von außen... Und auf die eine oder andere Weise, und wenn es die eigene "private" Unberechenbarkeit und Launenhaftigkeit ist, wird wohl früher oder später eh dann "Willkür-Kram" draus...

Mit wirklich vernünftigen, idealistisch verbindlichen, vertrauenswürdigen Menschen - als direkte Gemeinschaft oder Solidar-Netz - kann man sich eher m.E. sogar auf "wildem oder besetztem Land" sicherfühlen, als es allein oder mit Geld-Sicherheits-Menschen auf "ordentlich" gekauftem Privat-Eigentum der Fall sein wird...
((Mit anderen solchen "Geld-Sicherheits-Menschen" kann ein solcher Mensch dann logischerweise eh gar nicht an einem Ort in Gemeinschaft leben: Denn da sagt ja jeder von denen: "Es muß von mir gekauftes Land sein, sonst fühle ich mich nicht sicher!" --- Hm, vielleicht schafft ein solcher Mensch aber trotz seines Mißtrauens zumindest Gemeinschaft im Sinne einer eigenen Familie, könnte man sagen... Aber wenn er den Landbesitz an seine Person statt an Inhalte binden will, seh ich das jedenfalls "falsch verwurzelt"... Und wieso ist Bruder oder Sohn sicherer als Freund oder Mit-Idealist?... Ich glaube, Erbschafts-Streitigkeiten unter Angehörigen sind eine Hauptbeschäftigung der Gerichte...))
Ich meine, unter den gegebenen Umständen wäre die Zusage von einem idealistisch und persönlich am ehesten vertrauenswürdigen Grundstücks-Eigentümer wohl sogar was Sichereres in meinen Augen als eigenes Kaufen in normalem Geld-Menschen-Umfeld... ((Vor allem, wenn es ein richtig fundiertes Vertrauens-Verhältnis ist, das sich auf prüfbare Weise im Miteinander immer wieder bestätigt; ich will solche Vertrauens-Verhältnisse, biete das von mir aus auch so an...))

Denn die Menschen, die sagen: "Es muß mein persönliches Privat-Eigentum sein!", sind ja eindeutig nicht zu wirklicher Vertrauens-Gemeinschaft bereit... Wenn sie auf der Ebene bürgerlicher Rechts-Formen nicht zumindest sowas wie einen Verein etc. machen, damit der Besitz an Inhalte statt an persönliche Willkür gebunden ist, dann sehe ich massiv den Zeitpunkt drohen, wo andere, die sich auf sie einlassen wollen, wieder vor "Fuchtel" oder Rausschmiß stehen... ((Und wenn jemand auf so einem Grundstück was machen will, welches durch einen Verein inhalts-gebunden ist, dann kann er ja in die entsprechenden schon vorhandenen Projekte von SB gehen...))

Ich würde mich am sichersten mit Menschen fühlen, die (als Mit-Schenker) bereit sind, die ("Nicht-Geld"-)Ideale an die erste Stelle zu setzen, dafür ihr Leben unterzuordnen, und sich auf klar geregelte und durch Formen von gewaltfreier Verbindlichkeit ("Gewissens-Erklärungen" etc.) und sozialer Kontrolle ("zwischenmenschliche Gebrauchs-Anweisung", "Gewaltfreie Konflikt-Kultur" etc.) gesicherte fundierte Konsens-Entscheidungs-Strukturen einzulassen...
((Ich hab mit einem in die Richtung gehenden Experiment zwar 2008 auch mal wieder eine extrem schmerzliche Pleite erlebt, aber sogar da bleibt wohl abzuwarten, was - als entscheidendster Punkt - die klaren Aussagen der "Gewissens-Erklärung moralischer Nutzungsrechte" in den seitdem sich abspielenden Gärungen noch für ein Gewicht entfalten werden...))

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Re: Land

Beitragvon Tachyon » 25. Jul 2010 16:51

Tja Öffi das Problem ist nur, dass man für Vertrauensbeziehungen auch Vertrauen braucht und du bist scheinbar nicht vertrauenswürdig.
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Re: Eigentum und Vertrauen

Beitragvon wertz » 25. Jul 2010 17:35

Hallo Jensadolf,

um o.a. Probleme zu umgehen, habe ich mal folgendes angedacht:
Gründung eines Vereins ( z.Beisp. "Interessierten-Gemeinschaft für autarke Gesellschaftsformen" , IGAG abgekürzt ).
Die Mitgleidsbeiträge werden vorrangig zum Erwerb von Grund u. Boden verwendet. Das zentrale Vereinshaus ist ausschließlich für Veranstaltungen, Kurse usw. sowie als Gästehaus zu verwenden und steht jedem Vereinsmitglied offen.
Darüberhinaus kann jedes Mitglied Landanteile erwerben, die bedeuten ein lebenslanges Nutzungsrecht für ein festgelegtes Grundstück, das auch vererbt werden kann. Voraussetzung für den Erwerb der Landanteile, egal ob durch Kauf oder Erbe, ist die Mitgleidschaft im Verein, mit allen Rechten u. Pflichten, besonders was die Art u. Weise der Nutzung des Grundstücks angeht. Mit dem Ausscheiden aus dem Verein erlischt jegliches Nutzungsrecht des Mitgliedes, das Mitglied darf seine Landanteile allerdings verkaufen.
Ich vermute mal, dass Kleingarten-Kolonien eine ähnliche Rechtsgrundlage haben.

Gruß


jensadolf hat geschrieben:was ich mit Sicherheit sagen kann mein lieber ist die Tatsache das Vertrauen eine so schwierige Angelegenheit ist das ich in vielen Dingen das nicht mehr ausleben beziehungsweise zulasse. Natürlich hast Du recht völlig ohne Frage nur mit einem Eigentümer der dann dieses Land verkaufen möchte ist in diesem Moment nicht zu reden. Folgende Geschichte: ein Freund von mir beziehungsweise ein Bruder von mir hat als erster in Norwegen eine Landgemeinschaft aufgebaut. Diese Gemeinschaft war die erste in Skandinavien die Bio Landwirtschaft gemacht hat sie waren erfolgreich und bekamen sogar die Erlaubnis auszubilden. Sie haben aus einer Ruine ein wirklich funktionierendes System gemacht. Die Besitzerin war allerdings schon eine ältere Dame die sich immer darüber gefreut hat das aus ihrem Erbe etwas vernünftiges wird. Und das das Land ihrer Mütter und Väter einen Sinn macht und dass dort Leben ist weil ja auch Kinder geboren wurden und das gesamte Geschäft das gesamte Gebiet wurde sozusagen zu einem Vorzeigeprojekt. Er hat mir die Bilder gezeigt und auch die Geschichten gezeigt und auch den Neuanfang. Die alte Dame starb und sie hatte ja testamentarisch festgemacht dass dieses Gebiet in Händen dieser Gemeinschaft geht. Ihre Kinder allerdings haben Prozesse geführt haben Gerichtsurteile durchgedrückt so dass letztendlich 10 Jahre Arbeit umsonst war weil die Gerichte in Norwegen sehr konservativ und das waren alles junge langhaarige Leute die nicht in die Kirche gegangen sind und das sind verschiedene Dinge die in Norwegen nicht möglich sind beziehungsweise waren. Langer Rede kurzer Sinn die Kinder dieser Dame bekamen das Land mit allen drum und dran mit den neu gebauten Häusern mit mit allem was an einen Bauernhof so sein kann faktisch geschenkt. Diese Gemeinschaft hat und versucht an einer anderen Stelle etwas aufzubauen aber es gelang nicht weil zu viel Kraft dort drinnen war. Und auch in meinen eigenen ganz persönlichen Umfeld habe ich ähnliches erlebt und erlebe es gerade. Nämlich ein Projekt von drei Freunden in der Nähe von Dresden ein ehemaliger Bauernhof circa 5000 m² Land Scheune Garagen Stallungen Gewächshaus und so weiter. Es wird 100.000 € kosten drei Leute stecken jeden Monat ihre Miete darein jeder zahlt 250 € das ist ein Mikromietkauf Projekt und in 15 Jahren wird das in die Hände meiner Freunde beziehungsweise Bekannten sein sie leben dort stecken sehr viel Geld hinein an Arbeitskraft und Reparaturen nicht zu sprechen. Jetzt nach einigen Wochen und Monaten ist das schon alles wieder nicht mehr so einfach zwei Leute streiten sich permanent und wenn mein seit vielen Jahrzehnten guter Freund oder Bekannter nicht eine Klausel in den Verträgen eingebaut hätte wäre das Projekt jetzt schon gestorben. Die Klausel die alle Beteiligten unterschrieben haben die auch gerichtlich durchgesetzt werden kann, sagt egal wie lange jemand dort wohnt er hat jeden Monat diese Miete zu zahlen. Derjenige kann ausziehen wenn er jemanden findet der die Miete weiter zahlt. Beziehungsweise dann eben einen kleinen Aufschlag bezahlt. Noch einmal ich denke Du hast recht wenn du sagst Vertrauen ist besser nur in einer Welt die von Egoismus Gier Neid Hass erfüllt Ist setze ich keine Energie in sinnloses Vertrauen. Kurz um alle Projekte von denen ich je gehört habe ich besucht habe funktionierten erst dann wenn der Einsatz den jemand zahlen musste so hoch war das es ein großer schwerer Verlust war wieder herauszugeben. Alleine wenn ich daran denke wie viel Müll und Schmutz und Intrigen in der kurzen Zeit die ich mich jetzt mit den Schenkern beschäftige beziehungsweise durch das lesenTeil habe. Ich würde fast sagen keinen Monat ohne irgendwelche Intrigen oder irgendwelche Geschichten. Dabei interessiert mich nicht so sehr die einzelnen Akteure. Mit meinen Bauwägen hier befinde ich mich in gewisser Weise in einen relativ freien Raum ich brauche mir nicht wirklich viel Gedanken darum machen wie der morgigen Tag wird wovon ich morgen essen werde oder wie es weitergeht. Natürlich sind hier auch diverse Probleme und Schwierigkeiten Alkohol und Drogen sind eine große Problematik. Ich glaube dass Menschen seelisch erst reifen müssen bevor sie in der Lage sind sich wirklich aufeinander einzulassen. Ich jedenfalls bin gespannt wie diese Geschichte weitergeht. Ich denke daran das du irgendwann alt bist dass die Knochen nicht mehr so richtig mitmachen dass irgendwelche Krankheiten auftreten oder wie bei mir die Zähne so peu à peu ausfallen. Wirst du mit 50 mit 55 mit Rheuma in den Knochen weiter so leben können? Ich jedenfalls kann nicht mehr draußen schlafen es geht mir sofort ins Kreuz. So verbleibe ich mit besten Grüßen und Wünschen Jens Adolf




oeffi hat geschrieben:Ich staune immer, daß die Menschen denken, echte "Sicherheit" entstünde durch "eigenen Geld-Kauf"...




enn wir nicht lernen, passende wertegebundene soziale Zusammenhänge und liebevolle Gemeinschaften zu schaffen (- im bürgerlichen Rahmen, soweit möglich, besser noch auf solide alternative Weise... -), in denen echtes Vertrauen möglich ist, dann retten uns die Geld-Käufe nicht... Dann luchsen "die eigenen Leute" einander am Ende schon wieder das "Privat-Eigentum" ab, oder die Geld-Ämter und -Haie von außen... Und auf die eine oder andere Weise, und wenn es die eigene "private" Unberechenbarkeit und Launenhaftigkeit ist, wird wohl früher oder später eh dann "Willkür-Kram" draus...

Mit wirklich vernünftigen, idealistisch verbindlichen, vertrauenswürdigen Menschen - als direkte Gemeinschaft oder Solidar-Netz - kann man sich eher m.E. sogar auf "wildem oder besetztem Land" sicherfühlen, als es allein oder mit Geld-Sicherheits-Menschen auf "ordentlich" gekauftem Privat-Eigentum der Fall sein wird...
((Mit anderen solchen "Geld-Sicherheits-Menschen" kann ein solcher Mensch dann logischerweise eh gar nicht an einem Ort in Gemeinschaft leben: Denn da sagt ja jeder von denen: "Es muß von mir gekauftes Land sein, sonst fühle ich mich nicht sicher!" --- Hm, vielleicht schafft ein solcher Mensch aber trotz seines Mißtrauens zumindest Gemeinschaft im Sinne einer eigenen Familie, könnte man sagen... Aber wenn er den Landbesitz an seine Person statt an Inhalte binden will, seh ich das jedenfalls "falsch verwurzelt"... Und wieso ist Bruder oder Sohn sicherer als Freund oder Mit-Idealist?... Ich glaube, Erbschafts-Streitigkeiten unter Angehörigen sind eine Hauptbeschäftigung der Gerichte...))
Ich meine, unter den gegebenen Umständen wäre die Zusage von einem idealistisch und persönlich am ehesten vertrauenswürdigen Grundstücks-Eigentümer wohl sogar was Sichereres in meinen Augen als eigenes Kaufen in normalem Geld-Menschen-Umfeld... ((Vor allem, wenn es ein richtig fundiertes Vertrauens-Verhältnis ist, das sich auf prüfbare Weise im Miteinander immer wieder bestätigt; ich will solche Vertrauens-Verhältnisse, biete das von mir aus auch so an...))

Denn die Menschen, die sagen: "Es muß mein persönliches Privat-Eigentum sein!", sind ja eindeutig nicht zu wirklicher Vertrauens-Gemeinschaft bereit... Wenn sie auf der Ebene bürgerlicher Rechts-Formen nicht zumindest sowas wie einen Verein etc. machen, damit der Besitz an Inhalte statt an persönliche Willkür gebunden ist, dann sehe ich massiv den Zeitpunkt drohen, wo andere, die sich auf sie einlassen wollen, wieder vor "Fuchtel" oder Rausschmiß stehen... ((Und wenn jemand auf so einem Grundstück was machen will, welches durch einen Verein inhalts-gebunden ist, dann kann er ja in die entsprechenden schon vorhandenen Projekte von SB gehen...))

Ich würde mich am sichersten mit Menschen fühlen, die (als Mit-Schenker) bereit sind, die ("Nicht-Geld"-)Ideale an die erste Stelle zu setzen, dafür ihr Leben unterzuordnen, und sich auf klar geregelte und durch Formen von gewaltfreier Verbindlichkeit ("Gewissens-Erklärungen" etc.) und sozialer Kontrolle ("zwischenmenschliche Gebrauchs-Anweisung", "Gewaltfreie Konflikt-Kultur" etc.) gesicherte fundierte Konsens-Entscheidungs-Strukturen einzulassen...
((Ich hab mit einem in die Richtung gehenden Experiment zwar 2008 auch mal wieder eine extrem schmerzliche Pleite erlebt, aber sogar da bleibt wohl abzuwarten, was - als entscheidendster Punkt - die klaren Aussagen der "Gewissens-Erklärung moralischer Nutzungsrechte" in den seitdem sich abspielenden Gärungen noch für ein Gewicht entfalten werden...))

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wertz
 

Re: Land

Beitragvon Kettwiesel » 25. Jul 2010 17:46

Wenn ich der Besitzer von was bin, und ich sage ihr verlasst morgen meinen Grund ! Dann nützt euch der Verein einen Scheißdreck ! Außer es gibt einen Vertrag. Oder einen Notarischen Eintrag.
Kettwiesel
 

Re: Land

Beitragvon Rumpel » 25. Jul 2010 20:16

Ich schaue mir Anfang August einen Hof zwischen Hamburg und Berlin in Alleinlage an. Der Hof hat einen Garten von 4000 qm der die letzten 15 Jahre legal als Wagenstellplatz genutzt wurden. Es stünden noch 4-6 ha Felder und Wiesen zur Verfügung die derzeit aber verpachtet sind. Der Besitzer hat den Hof nun abbezahlt und zieht im Herbst nach Berlin um dort ein neues Projekt zu gründen. Es stehen noch leere Wägen auf dem Platz. Ein Wagen ist noch bewohnt dessen Stellplatz per Mietvertrag sogar über die ARGE bezahlt wird. Die ARGE bezahlt für diesen Bewohner auch monatlich Heizkosten in Form von Holz und Brikett. Es ist kein Problem weitere Stellplätze gegen Miete und Mietvertrag zu bekommen.

Der Besitzer hat früher selbst dort im Bauwagen gewohnt bevor er später den alten Hof übernahm. Er hat einen LKW und einen Tieflader die gegen Unkosten genutzt werden können, teils befinden sich noch nutzbare Landmaschinen auf dem Hof.

Das Abwasser wird über eine Schilfkläranlage gereinigt ( legal ) und das Frischwasser kommt aus einem Brunnen ( legal..wird jährlich gemessen )....ein Teich ist noch auf dem Hof und viel Ausbaureserve in Scheunen und Gebäuden....etc...

Das nächste Haus ist vom Hof ca. 3 Kilometer weit weg....

Legaler Platz ist dort reichlich, viel versprechen und nichts halten kann ich aber nichts weil ich nicht Öffi heiße .....Muss mir die Sache erstmal anschauen....

Es gibt Möglichkeiten.....

Es hält euch niemand davon ab eigene Alternativen zu suchen. Der Messias aus Löbau hat ideologischen Konkurs angemeldet, der hilft nur noch sich selbst :D
Rumpel
 

Re: Land

Beitragvon Rumpel » 25. Jul 2010 20:22

Die Idee mit dem Verein ist trotzdem nicht schlecht.....an der Satzung müsste noch gefeilt werden, aber das ist bei Vereinsgründungen ja immer so...
Rumpel
 

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