Wertvolle Gemeinschaften

und Selbstversorger und solche, die es werden wollen

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Wertvolle Gemeinschaften

Beitragvon Jadegoettin » 12. Aug 2009 17:06

Hier mal ein Bericht, der wie ich finde genau das Aussagt, was Schenker Bewegung meint:

Bhante Nyanabodhi (15) Das Leben spiritueller gestalten
http://www.youtube.com/watch?v=oozPQv7rijI

Ein Gemeinschaft gründen, die sich auf das kleinst Mögliche beschränkt
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Beitragvon chiemono » 12. Aug 2009 20:06

Hab mir den Film angesehen Was er sagt ist eigentlich trivial. Warum alleine leben? Warum alles für jeden einzeln kaufen? Was braucht man wirklich, um glücklich zu sein?

Ich sehe das ähnlich, deshalb sehe ich auch meinen Plan mit dem Wohnwagen im Vereinsgelände zu leben, als einen Schritt in die richtige Richtung. Es gibt dort Waschmaschine, Duschen, Sauna, Aufenthaltsraum, Kantine und sehr viel Natur. Man kann sich dauernd über den Weg laufen, oder in der Weite des Geländes auch mal die Stille suchen. Man kann gemeinsam kochen und musizieren. Viele Menschen dort sind alt und ich kann ihnen bei verschiedensten Dingen meine Hilfe anbieten. Manche haben Grundstücke in der Nähe, die man auch nutzen kann, wenn man was anbauen will. Ich glaube, ich kann aus diesem FKK-Verein eine alternative Lebensform machen, weil dort der größte Teil sowieso Stammpublikum ist und ich glaube viele sind offen dafür. Ich werds jedenfalls versuchen.

Wo es meiner Meinung nach bei Öffis Konzept hakt ist, daß sich keiner für irgendwas verantwortlich fühlt. Somit verfallen die Projekte und erscheinen immer weniger lebenswert.

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Beitragvon Jadegoettin » 12. Aug 2009 20:34

Nun ja wer Hilfesuchende Menschen auf nimmt, kann nicht erwarten dass die sich organisieren.

Der Mensch will lieber geleitet werden als selbst zu entscheiden. Weil er Angst hat der Aufgabe nicht gerecht zu werden.

Das Problem ist immer die Finanzierung sollcher Dinge. Warum gibt es soviele Menschen die Veränderung wollen ohne etwas zu geben, sind die alle arm, oder sind die Grundstücksbesitzer und Millardäre alles böse Kapitalisten?

Erst wenn wir Menschen berühren, die Finaziell eine andere Art von Gesellschaft unterstützen, dann kann man eine Wandel voll ziehen.

Bisher kann man nur wie Öffi versuchen, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu kommen.

Schlafen, Essen, Vermehren.... oder ????
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Beitragvon chiemono » 12. Aug 2009 20:50

Jadegoettin hat geschrieben:Das Problem ist immer die Finanzierung sollcher Dinge. Warum gibt es soviele Menschen die Veränderung wollen ohne etwas zu geben, sind die alle arm, oder sind die Grundstücksbesitzer und Millardäre alles böse Kapitalisten?


Ich glaube man kann ohne Geld kein menschenwürdiges Leben führen - zumindest noch nicht. Jedes Grundstück auf dieser Welt gehört schon irgendwem und kaum einer kann zum Beispiel selber einen Kühlschrank bauen. Deshalb glaube ich, daß ein Verein derzeit die optimale Form ist. Ein Verein zahlt keine Steuern, weil er keine Gewinne macht und in der Gemeinschaft sind auch größere Summen aufzubringen und gesetzlich gedeckt ist das auch alles. Würden sich viele solche Vereine bilden, könnten sie das System aushebeln.

Daß jeder ein bißchen Leistung bringen muß, finde ich wichtig, denn mit der Leistung steht und fällt auch die Verantwortung. Wenn einer zum Beispiel nichts hat und ich stelle ihm ein Haus zur Verfügung, dann kann der verputzen, ausmalen, Fenster verglasen, Rüben anbauen, ... was auch immer. Und wenn das viele machen, dann wird es ein Lebensraum wo man sich wohlfühlt und jeder fühlt sich als wichtiger Teil der Gemeinschaft. Stelle ich dagegen keine Bedingungen, dann wird der Neue unter Umständen sein letztes Geld versaufen und anschließend in jede Ecke kotzen. Weißt du, was ich meine?

LG chiemono
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Beitragvon Elbin » 13. Aug 2009 00:29

@ Chiemono

:lol: Gut erklärt und lecker erklärt :lol:
Liebe Grüsse
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Beitragvon räuber » 13. Aug 2009 15:00

chiemono hat geschrieben:Ein Verein zahlt keine Steuern, weil er keine Gewinne macht und in der Gemeinschaft sind auch größere Summen aufzubringen und gesetzlich gedeckt ist das auch alles. Würden sich viele solche Vereine bilden, könnten sie das System aushebeln.


Kannst du das noch etwas genauer...ganz genau erklären?

Ich könnte also eine mögliche, notwendige Einnahmequelle für die Hofgemeinschaft (Spenden? "Urlaub auf dem Bauernhof"?) unter den Deckmantel meines ins Leben gerufenen Vereins stellen, ohne beim Finanzamt vorstrecken zu müssen?
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Beitragvon chiemono » 13. Aug 2009 17:36

@Räuber

Leider erwischt du für genaue Details bei mir den Falschen. Meine Info ist die: zum Unterschied einer Firma ist ein Verein nicht auf Gewinn ausgelegt. Alle Gelder wie Mitgliedsbeiträge, Einnahmen etwa aus einer Ausschank oder Verköstigung, ... können nicht privat entnommen werden, sondern kommen allen Vereinsmitgliedern zugute. Man kann davon Investitionen tätigen, Löhne bezahlen ( z.B. Buchhaltung, Putzfrau, ... ), ... was eben für den Verein wichtig ist. Sollte es doch einen Gewinn geben, wird der ja nicht entnommen und dient als Rücklage. Wie hoch die Rücklage sein darf, weiß ich allerdings nicht.

Das mit Spenden müßte auch gehen - ein Tierschutzverein macht ja nichts anderes. In meinem Fall brauch ichs nicht genauer zu wissen, weil es ja nicht mein Verein ist. Würde ich einen gründen wollen, ginge ich zur Wirtschaftskammer, da gibts eine kostenlose Beratung und sicher auch einen Folder dazu.

Ich hoffe das hilft dir ein bißchen weiter!

LG chiemono
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Re: Wertvolle Gemeinschaften

Beitragvon Tarzan » 21. Jun 2012 04:49

Eschenquell

Hallo,
Ihr seid im Dschungel des Cyberspaces auf diese Seite gespült worden.
Hinter dieser Seite steht ein Projekt mit Menschen, die aufgrund ihres Umweltbewußtsein, Selbstversorgung zelebrieren. Die so aus der Erde hervorgezauberten Lebensmittel sind auch unsere Heilmittel - in Form von bewußter Ernährung und Anwendung von Heilkräutern. Körperarbeit und Massage ergänzen unseren heilerischen Ansatz.

Was ist Eschenquell?
Eschenquell ist ein offenes Haus, - nonkommerzieller Ort der Begegnung, Lehren und Lernen, ausgewogene Heilung, Befreiung und Wachstum: persönlich, sozial, spirituell, ökologisch und politisch.
Das Projekt steht und fällt mit Gästen, die als Kurzzeitgemeinschaft im repressionsfreien Raum miteinander kommunizieren: sich frei von finanziellen Intressen auf verschiedenen Ebenen austauschen und weiterbringen. Als Gäste sind offene, arbeitsame, ehrliche, kommunikation- und motivationsfähige Menschen willkommen.
Wir machen permakultur-ähnlichen Gemüse- und Heipflanzenanbau mit ausgedehnter Selbstversorgung: vom Sammenkorn zum Sauerkraut. Pflanzenanzucht, Obst, Kräuter, Wildstauden, Kompostwirtschaft, Imkerei, Brennholzbeschaffung, Garten- und Lebensraumgestaltung, Gesundheitsprophylaxe, Lebens- und Heilmittelverarbeitung, bewußte Ernährung, vegetarische Kochkunst, ökologische Altbausanierung, Recycling, gruppendynamische Arbeit, heidnische Naturrituale, künstlerischer Selbstausdruck (Kunsthandwerk, Kunst am Bau, Musik).

http://www.eschenquell.de/was.html
seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich Tiere

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