Wahlen 2009

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Wahlen 2009

Beitragvon räuber » 2. Aug 2009 00:10

Ja, ich weiss, ist eh alles Mist, weil mehr versprochen als gehalten wird.
Aber wer schweigt, stimmt zu. Wer nichts sagt, beugt sich. Und am Ende bekommt die Stimme womöglich "Die Rechte".
Also - wen werdet ihr wählen? Wer kommt euch mit seinem Programm noch am nächsten und wen lehnt ihr ab und warum?
"Man hält mich für einen Antimodernen und ultrapessimistischen Technologiegegner. Nun, ob mich das optimistisch oder pessimistisch stimmt, ist hier schnuppe. Es kommt darauf an, ob ich gut geschlafen und gegessen habe."

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Beitragvon chiemono » 2. Aug 2009 01:19

Hallo Räuber,

was passieren soll, bestimmen Leute hinter den Kulissen und die Politiker sind die Hampelmänner die es fürs Volk schönreden sollen. Welchen Unterschied sollte es also machen, wen man wählt? Selbst wenn alle Stimmen ungültig wären - würde dann was anderes passieren, als von den Eliten ohnehin geplant ist?

Mir kommt das vor wie eine Wrestlingveranstaltung. Da dreschen Leute mit 130 Kilo Körpergewicht aufeinander ein und setzen sich nacher völlig unversehrt wieder gemütlich auf ein Bier zusammen. Trotzdem gibt es Leute die Stein und Bein schwören, der Kampf wäre völlig echt gewesen.

LG chiemono
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Beitragvon räuber » 2. Aug 2009 14:04

Hi chiemono,

manche Parteien sind nur dazu da, die Wirtschaft zu bedienen, wie CDU, FDP, SPD; andere Parteien wiederum stehen dem Volk etwas näher wie die Grünen. Und nun stell' dir mal vor, nach einem- natürlich utopischen (denn von denjenigen, die sich Gedanken machen, geht ja keiner mehr wählen)- Wahlerfolg der "Volksnahen" würde alles so weitergehen wie bisher. Würde sowas nicht stutzig machen? Könnte das nicht dazu führen, dass die Maschenschaften der Eliten ins öffentliche Bewusstsein treten und somit für totale Verweigerung sorgen?
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Re: Wahlen 2009

Beitragvon Mike » 2. Aug 2009 15:03

räuber hat geschrieben:Aber wer schweigt, stimmt zu. Wer nichts sagt, beugt sich. Und am Ende bekommt die Stimme womöglich "Die Rechte".


Das sehe ich anders.

Wer nicht wählt, beteiligt sich an diesem Wahlspektakel halt nicht.
Und daß die Stimmen dann extremistischen Parteien zugute kommen, halte ich für nicht wahr.

Warum ich nicht wähle?
Darum: http://www.wahlquark.de.vu
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Beitragvon räuber » 2. Aug 2009 22:45

Hallo Mike,

ich habe gerade versucht, mich darüber noch mal genauer zu informieren, und irgendwie erhält man im Netz kaum oder widersprüchliche Infos zum Thema "Wahlbeteiligung". Die Einen sagen dies, die Anderen jenes. Vielleicht kann ja jemand aushelfen, der es ganz genau weiss?

Wie dem auch sei. Es fühlt sich für mich nicht richtig an, mich meiner Stimme zu enthalten und für euch "Nicht-Wähler" ist es sicher genau andersherum. Was ich aber auffällig dabei finde, ist, dass ich Meinungen à la "Ich gehe gar nicht wählen. Die machen doch sowieso alle was sie wollen. Traurig aber wahr." mittlerweile von jedem/jeder Zweiten lese. So, als wäre die Mehrheit der (meist jungen) Menschen gehirngewaschen worden- womit ich niemanden beleidigen will, vielleicht habt ihr ja recht- aber ich habe wirklich den Eindruck, als ginge da ein Gespenst der absoluten Resignation um (Oder ist das einfach ein alberner Trend?). Was euch freuen wird...doch wählen wird ein anderer großer Teil gehen: Derjenige, der seinen Lebensabend mit Daimlerfahren, Gut-essen-Gehen, Drei-bis-viermal-im-Jahr-Urlaub-Machen verbringt und sich über "das neue Prekariat" ins Fäustchen lacht. Solange CDU oder SPD regieren, ist ja alles im Lot. Hinzu kommen die "Angepassten" und "CDU-Wähler" aus Tradition. Ein weiterer großer Teil. Der Rest enthält sich, also "Christlich demokratische Union". ...Die mir allein wegen ihrer Selbstbezeichnung sauer aufstößt.

Noch ein paar Zeilen, die ich im Studivz aufgegabelt habe und die mich in meiner Annahme bestärken, die verminderte Wahlbeteiligung sei von den Großparteien sogar gewollt:

Ihr seid hammercoole Typen, Euch bringt nichts aus der Bahn
Und was um Euch rum passiert ist Euch egal, geht Euch nichts an
Ihr habt keine eigene Meinung, Politik ist euch zu öde
Man kann sowieso nichts ändern, sich zu ärgern wäre blöde
Also Scheuklappen auf und im Kreis gehen
Nicht nach vorn, nicht nach hinten, nicht zur Seite sehen
Ihr sagt, ihr lasst euch nicht verarschen und bescheissen von denen
Doch ihr seid genau da, wo sie euch gerne sehen
"
(Dritte Wahl, 'So wie Ihr seid')


http://www.studivz.net/Groups/Overview/8a39aa1e9d20a789

chiemono hat geschrieben:Welchen Unterschied sollte es also machen, wen man wählt?


Ich habe mir darüber ebenfalls noch einmal Gedanken gemacht und ich finde schon, dass parteienbezogen Unterschiedliches passiert. Man muss nur auch mal danach schauen. Da mein Umzug nach Dresden bevorsteht, habe ich mich zum Beispiel interessehalber mit dem geplanten Bau der "Waldschlösschenbrücke" befasst, die ja eine heftige Kontroverse hervorgerufen hat. Hätten sich Die Grünen, Linkspartei, SPD und Bürger nicht dagegen gewehrt, wäre sie, die für Lärm und verstärkte CO2-Emissionen an einer ökologisch sensiblen Stelle sorgen würde, längst schon gebaut worden (und zwar vor 10 Jahren!). Nun wird sie wahrscheinlich zwar dennoch (fertig)gebaut werden (weil es von der Mehrheit sowie der CDU und FDP so gewünscht wird), aber die Diskussionen und Kompromissvorschläge laufen weiterhin auf Hochtouren, was den Bau hoffentlich noch etwas verzögern bzw. behindern wird.

chiemono hat geschrieben:Selbst wenn alle Stimmen ungültig wären - würde dann was anderes passieren, als von den Eliten ohnehin geplant ist?


Und wie geschrieben: Das würde sich ja gar nicht gut mit der Ausrichtung der "volksnahen Parteien" (sofern von der Mehrheit gewählt) vertragen... Ein Grund mehr für eine stille Revolution.
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Beitragvon chiemono » 3. Aug 2009 12:29

@Räuber

Also im Kleinen kann es schon einen Unterschied machen, wen man wählt ( ob z.B: ein Dorfplatz unnötig umgebaut wird oder nicht ), aber im Großen machen sie, was sie wollen ( bzw. was ihnen aufgetragen wird ).

Beispiel ist dieser Lissabonnvertrag der EU. Der soll alle verfassungsmäßigen Rechte der Bürger ausschalten. Nachdem er per Volksentscheid abgelehnt wurde, taufte man ihn um und läßt wieder darüber abstimmen. Das geht so lange, bis er gegen den Willen des Volkes durch ist.
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Beitragvon räuber » 3. Aug 2009 15:16

Hi chiemono, ich denke, du hast recht damit, dass letztendlich alles von "Eliten" über unsere Köpfe hinweg entschieden wird. Ich traue denen jedenfalls nicht. Aber dennoch finde ich es wichtig, dann wenigstens "im Kleinen", wie du schreibst, Veränderungen herbeizuführen, als mich komplett zu enthalten. Natürlich, das Große und Ganze ist schlecht, angefangen von der Struktur dieses Systems, welche auf dem Übel Nr. 1, dem Geld, basiert. Aber es gibt ja auch gute (kleine) Dinge, die sich innerhalb des Systems entwickelt haben und vor allem auch innerhalb Deutschlands: Ich mag hier zum Beispiel sehr das ökologische Bewusstsein einer immer größer werdenden Gruppe, ich mag die Sauberkeit, die Ruhe (in Paris oder Sofia beispielsweise läuft nicht alles so relaxed ab wie in deutschen Großstädten), ich mag die Bio-Höfe, die nicht wie derzeit noch in Bulgarien Spritzmittel en masse verwenden. Die Bildung, die nun auch einer breiten Schicht, wenn sie denn will, zugänglich gemacht wird (und damit meine ich nicht den Wirtschaftsapparat Universität, sondern ganz schlicht Bücher, die gebraucht auch für den knappen Geldbeutel bezahlbar sind). Und auch, wenn das Geldsystem wohl noch viele Jahrhunderte (natürlich: hoffentlich wenige, aber ist wohl eher unwahrscheinlich) aufrechterhalten werden wird, kann man es doch hier mit eigener Tatkraft und auch mit Hilfe einer Politik, die zumindest im Kleinen halbwegs humane Ziele verfolgt, erträglicher werden lassen. Ich setze auch große Hoffnung in die neuen Technologien, die es Menschen wie uns vielleicht ermöglicht, eine neue autarke Nische auszumachen. Vielleicht bin ich da zu naiv, aber immer nur schwarz zu sehen, bringt auch nicht weiter.
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Beitragvon Kettwiesel » 3. Aug 2009 15:47

das Thema hatten wir schon hier.....

http://schenkerbewegung.plusboard.de/vi ... ght=wahlen
Kettwiesel
 

Beitragvon chiemono » 3. Aug 2009 16:22

@Räuber

In Wirklichkeit gibt es gar keine Probleme, wenn sie nicht künstlich gemacht werden. Es ist genug Nahrung da, um alle zu versorgen, genug Energie, genug Wasser, ... das alles wird künstlich knapp gehalten, um das System zu rechtfertigen.

Es gibt beispielsweise wenige geniale Erfinder und die fallen meistens den Eliten zum Opfer und ihre Erfindungen werden dann für Kriege mißbraucht. Nikolas Tesla fand beispielsweise schon um 1930 eine Methode, Energie kostenlos aus der Atmosphäre zu gewinnen. Er fuhr nachweislich jahrelang mit einem umgebauten Chrysler durch die Gegend. Der Wagen gewann Energie aus der Umgebung und trieb damit einen Elektromotor an. Diese Erfindung verschwand in den Schubladen der Eliten. Eine andere Erfindung von ihm, nämlich mittels niederfrequenter Wellen künstliche Erdbeben auszulösen, gefiel ihnen besser. Die Methode wird heute noch eingesetzt. Auch die elektromagnetischen Experimente von ihm, mit denen man Menschen willenlos machen kann, fanden die Eliten toll. Wird derzeit eingesetzt im HAARP-Projekt.

Ich bin überzeugt - würde man alles was deswegen nicht veröffentlicht wurde, weil die Eliten es nicht wollen, aus den Schubladen holen, würden wir alle leben wie im Paradies - nur bräuchte dann eben keiner mehr Politiker, Finanzadel, Erdölbosse, oder Pharmakonzerne.

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Beitragvon Kettwiesel » 3. Aug 2009 16:27

da gebe ich dir voll und ganz recht !
Dem kann man nix mehr hinzufügen oder bestreiten :mrgreen:
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