Rudi Dutschke

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Re: Rudi Dutschke

Beitragvon Kackvogel » 10. Okt 2010 19:20

Bohhh, Elbin....nun habe ich dein posting an mich tagelang nicht gesehen...Ich bin manchmal ein Schnarcher :roll:

Aber schön das du etwas mit den Sachen anfangen kannst....

Liebe Grüße

KV
Kackvogel
 

Re: Rudi Dutschke

Beitragvon Elbin » 12. Okt 2010 04:14

Hallo KV,

macht nix, ich bin auch manchmal eine Schnarcherin..Freue mich, dass du mein posting an dich dennoch bemerkt hast, weil ich dir damit u.a. mitteilen wollte, dass ich mir sehr sehr sehr darüber gefreut habe, dass ich durch dich auf diesen fantastic Rudi aufmerksam wurde.
Elbin
 

Re: Rudi Dutschke

Beitragvon wertz » 12. Okt 2010 20:18

Kackvogel hat geschrieben: Die Springer-Presse hat Rudi Dutschke getötet !


Dabei könnte es ihm heute soooo gut gehen;
Mindestens so gut wie Wolf Biermann !?
Studenten die sich für ein klassenlose Gesellschaft eangagieren, sind in meinen Augen nie wirklich glaubwürdig; schließlich streben sie ja eine Stellung im fetten Drittel der Gesellschaft an.
Sei mal ehrlich: Was waren euere wirklichen Bewegründe für eueren Bürgersöhne-Zwergenaufstand ? - Mitleid ? Abenteuerlust ? Trotz ? Der gute Fick mit der Hippie-Braut ?
wertz
 

Re: Rudi Dutschke

Beitragvon Elbin » 13. Okt 2010 18:21

Hallo Wertz,

ach du meine Güte....Willst du ehrliches Engagement den Studenten absprechen??? Alle über einen Kamm?? Na toll!
Kopfschüttel... :roll:

Willst du das Wirken Rudi Dutschkes auf Abenteuerlust, Mitleid, Trotz oder auf den guten Fick (deine Worte) mit der Hippie-Braut reduzieren........?? Wie arm im Kopf muss man sein, so zu denken......verstehe ich nicht...sorry...
Elbin
 

Re: Rudi Dutschke

Beitragvon wertz » 13. Okt 2010 20:46

Elbin hat geschrieben:Hallo Wertz,

ach du meine Güte....Willst du ehrliches Engagement den Studenten absprechen??? Alle über einen Kamm?? Na toll!
Kopfschüttel... :roll:

Willst du das Wirken Rudi Dutschkes auf Abenteuerlust, Mitleid, Trotz oder auf den guten Fick (deine Worte) mit der Hippie-Braut reduzieren........?? Wie arm im Kopf muss man sein, so zu denken......verstehe ich nicht...sorry...


Hallo Elbin

du hast recht, mein Beiträg war unmöglich, SORRY !! Ich hatte schon in dem Moment, als ich auf den Versende-Button klickte, bereut, ihn geschrieben zu haben.

Es gibt leider ein paar Themen, da kann ich nicht sachlich bleiben; Eines davon ist die 68er-Bewegung.
Ich weiss eigentlich kaum was über Dutschke; Habe gerade, zu diesem Anlass, ein paar I-Net-Infos über ihn abgerufen.
Was soll ich sagen: Ich habe mehr erwartet. Obwohl er einen Dr. in Philosophie hatte, waren seine Interview-Statements ziemlich oberflächlich+dogmatisch+pathetisch; Wenn solche Platitüden schon ausreichen, um zu einer Ikone der alt68er zu werden, dann liege ich mit meiner negativen Bewertung derselben genau richtig.
Auf jeden Fall war er ein Fanatiker, der ständig mir der Gewalt liebäugelte; Solche Leute machen mir einfach Angst.

Was die Studenten ( = Akademiker in Spee ) angeht: Ich traue und glaube Ihnen wirklich nicht, besonders wenn sie behaupten, die Interessen und das Wohl der Arbeiter/ der einfachen Leute im Auge zu haben. In erster Linie vertreten die natürlich ihre eigenen Interessen, und die sind in der Regel näher an denen der Bourgouasie ( schwieriges Wort ) als an denen der Arbeiter.

Die Frage nach den Beweggründen ( sollte eigentlich als Ironie rüberkommen, das ist wohl nicht ganz gelungen :-) ), galt KackVogel. Es haben nämlich in der Tat, die unterschiedlichsten Leute, aus den unterschiedlichsten Gründen damals in der Studentenbewegung mitgemischt.
-Die einen aus Mitleid und dem Wunsch heraus, etwas für die Armen zu tun - was ich sehr respektabel finde ( wie kommst du darauf, dass ich dieses Motiv negativ bewerte ?)
- Abenteuerlustige, Spaßsüchtige und Geilböcke waren aber auch dabei, stellten vielleicht soger die Mehheit in der Bewegung. Diese Gruppen machten auch garkeinen Hehl aus ihren Absichten, nannten sich z.Beisp. "Spaß-" oder "Haschguerillia"; "Sexbomben statt Atombomben" war ein beliebter Spruch. Leute wie Dieter Bohlen !!!!! waren mit im Boot,
oder Typen wie D.C.Bendit, der sogar an kleinen Mädchen rumfingerte. Recherchiere mal zum Stichwort "Bumszwang", auch sehr aufschlussreich in diesem Zusammenhang.

Es gibt Anlass genug diesen Verein zu kritisieren.
wertz
 

Re: Rudi Dutschke

Beitragvon Elbin » 14. Okt 2010 04:34

wertz hat geschrieben:
Es gibt leider ein paar Themen, da kann ich nicht sachlich bleiben; Eines davon ist die 68er-Bewegung.
Ich weiss eigentlich kaum was über Dutschke; Habe gerade, zu diesem Anlass, ein paar I-Net-Infos über ihn abgerufen.
Was soll ich sagen: Ich habe mehr erwartet. Obwohl er einen Dr. in Philosophie hatte, waren seine Interview-Statements ziemlich oberflächlich+dogmatisch+pathetisch; Wenn solche Platitüden schon ausreichen, um zu einer Ikone der alt68er zu werden, dann liege ich mit meiner negativen Bewertung derselben genau richtig.
Auf jeden Fall war er ein Fanatiker, der ständig mir der Gewalt liebäugelte; Solche Leute machen mir einfach Angst.


Lieber wertz,

ich kann verstehen, wenn du die damalige 68er-Bewegung nicht so magst (zumindest einige Leute darin) Ich habe mich auch einmal etwas näher damit auseinandergesetzt. Die jungen Leute in der 68er-Bewegung hatten es natürlich früher deutlich schwerer sich von bestimmten gesellschaftlichen Zwängen zu befreien und haben daher mit Provokation reagiert..Musste vielleicht sein der Schock, auch wenn sich viele Bürger damals darüber echauffiert haben. Beispiel die sexuelle Offenheit. Ich meine überhaupt mal so öffentlich sich zur Lust zu bekennen etc.etc. und das Thema Sex überhaupt mal offen ansprechen zu dürfen (wurde man ja fast gesteinigt ;) ) Die Bürger empfand ich schon ziemlich verklemmt früher (sehr arg würde ich sagen) Habe einige Doku-Filme gesehen....mmmh, also da wäre ich auch frech und ungehorsam geworden. Das waren junge Leute... Heutzutage kann man sich das ja gar nicht mehr vorstellen. Heute finde ich es teilweise sogar zu offen...Auch wurde früher auf Rockmusik geschimpft etc.etc. Motto: Die Langhaarigen taugen alle nix usw. völlig voller Vorurteile sobald irgendetwas von der gesellschaftlichen Norm abwich....Verstehe, dass man sich da mal befreien muss, ist nur natürlich.

wertz hat geschrieben:
Was die Studenten ( = Akademiker in Spee ) angeht: Ich traue und glaube Ihnen wirklich nicht, besonders wenn sie behaupten, die Interessen und das Wohl der Arbeiter/ der einfachen Leute im Auge zu haben. In erster Linie vertreten die natürlich ihre eigenen Interessen, und die sind in der Regel näher an denen der Bourgouasie ( schwieriges Wort ) als an denen der Arbeiter.


Da kann man nix machen, wenn du ihnen das wirklich nicht glaubst....ist deine Ansicht..
Ich persönlich glaube auch, das nicht alle so engagiert waren und auch nur Spass suchten. Ich denke jedoch auch, stelle auch gar nicht in Frage, dass es sicherlich Studenten gab und gibt, die aufgrund ihres Wissens und frei gewählten Engagements sogar zu Führern von Untergebutterten und Unterdrückten aufsteigen können/konnten. Die grossen Revolutionsführer oder Führer von Bewegungen waren vielfach hoch gebildet und studiert. Natürlich werden sie automatisch zu Galionsfiguren, weil sie bessere und fundiertere Reden halten können und sie können jedem Politiker im Streitgespräch bei Auseinandersetzungen paroli bieten (nicht alle, weil schüchtern) Viele Arbeiter sind ja dazu gar nicht in der Lage, weil sie gar nicht die rhetorische Bildung und das Wissen um politische Hintergründe haben. Sie haben Feierabend und fletzen sich vor den TV oder kümmern sich um Familie und haben gar keine Lust sich mit Politik, Wirtschaft etc,. auseinander zu setzen. Sie lassen lieber machen, weil wenig Zeit und gehen am Ende nur mit auf die Strasse. Diese Haltung kann ich auch verstehen und nachvollziehen. Sie brauchen gebildete Führer, sonst fährt das eh vor die Wand und solche können sie in Studierten finden und ich glaube auch, dass es früher wie heute Studenten gibt, die mit ihrer Bildung schwächere aus der Arbeiterklasse unterstützen wollen/konnten. Am Ende trennt sich eh die Spreu vom Weizen und man sieht welcher ehemalige Student sich wo und wie bewegt. Im wahrsten Sinne.,..an den Früchten werdet ihr sie erkennen....

wertz hat geschrieben:
Es haben nämlich in der Tat, die unterschiedlichsten Leute, aus den unterschiedlichsten Gründen damals in der Studentenbewegung mitgemischt.
-Die einen aus Mitleid und dem Wunsch heraus, etwas für die Armen zu tun - was ich sehr respektabel finde ( wie kommst du darauf, dass ich dieses Motiv negativ bewerte ?)


Habe ich wohl im Eifer alles in einen Topf geworfen..Ist nicht korrekt gewesen.......Sorry :?

wertz hat geschrieben:
Abenteuerlustige, Spaßsüchtige und Geilböcke waren aber auch dabei, stellten vielleicht soger die Mehheit in der Bewegung. Diese Gruppen machten auch garkeinen Hehl aus ihren Absichten, nannten sich z.Beisp. "Spaß-" oder "Haschguerillia"; "Sexbomben statt Atombomben" war ein beliebter Spruch.
Es gibt Anlass genug diesen Verein zu kritisieren.


Ja klar gibt es auch Anlass zur Kritik keine Frage.

Mir geht es in erster Linie zur Zeit um die Person Rudi Dutschke. Also ich muss sagen er hat mich geflasht und er macht mir keine Angst. Ganz im Gegenteil Rudi Dutschke war ein Mensch, eine Persönlichkeit, aus der ich Kraft schöpfen kann. Er hatte keine Angst vor Politikern und er hatte keine Angst ganz deutlich öffentlich seine Meinung zu sagen. Das hat eher den Politikern und den Wirtschaftslobbyisten Angst gemacht und so fing die Springer-Presse an (für ihre politischen Freunde) ihn immer und immer mehr zu verleumden und gegen ihn öffentlich mit Hilfe der Zeitungen zu hetzen. Diese WIDERLINGE !!!

Wie auch immer, ich werde seine Tagebücher lesen, die er von 1963-1979 ( erschienen bei Kiepenheuer u. Witsch, Titel: Jeder hat sein Leben ganz zu leben) geführt hat, die seine Ehefrau zur Veröffentlichung freigab und seine
Biografie, die von seiner Ehefrau Gretchen Dutschke-Klotz (Titel: wir hatten ein barbarisch schönes Leben) ziemlich detailliert geschrieben wurde. Dann werde ich noch einiges weitere von ihm ansehen. So hoffe ich, dass ich einen tieferen Einblick dadurch in den Menschen Rudi Dutschke bekomme.
Jedoch, ich will das auch hier im Posting an dich nicht unerwähnt lassen, finde ich mich persönlich in der heutigen Zeit in vielem wieder, was Rudi Dutschke auch schon damals angeprangert hat und teilweise auch sehr aufschlussreich erklärt hat und ...ich balle manchmal die Faust in der Tasche und muss tief tief durchatmen...wenn ich sehe wie unsere Regierung gnadenlos mit den Lobbyisten auf dem Volk und deren Willen herumtrampelt und letztlich zur Durchsetzung der Interessen, der Lobbyisten (Profitgier) sogar gnadenlos unsere Polizisten gegen friedliche Bürger/Wähler schickt. und das mit unverhältnismässiger Härte. Pfui Teufel!! Natürlich müssen wir bei allem Protest gewaltfrei bleiben....ich bin natürlich so sauer, weil ich mich mit vielem auseinandersetze und sehe mit klarem Blick um was es eigentlich geht und wie die Regierung sich windet...und will einfach nicht dem Willen des Volkes Rechnung tragen..Die Regierung könnte das tun, in dem sie Volksentscheide zuliesse, will sie nicht, weil sie schon weiss wie DAS AUSGEHEN WIRD!!
Elbin
 

Re: Rudi Dutschke

Beitragvon Anonymus one » 14. Okt 2010 18:55

Rudi Dutschke ist für mich kein Vorbild und war es niemals...

Wollte ich ein Vorbild haben, dann würde ich ein ganzes Volk nehmen ... nämlich die Schweizer!


Scouty

.
Anonymus one
 

Re: Rudi Dutschke

Beitragvon Kackvogel » 14. Okt 2010 19:27

Rudi Dutschke konnte für mich kein Vorbild sein. Ich war noch zu jung. Mein Bruder war damals 10 Jahre älter als ich und ist als Langhaariger gegen Vietnam und die Elterngenaration angelaufen. Ich war 13 als er nen Teil seiner Plattensammlung an mich verschenkt hat....Erst später konnte ich das Lebensgefühl der 68er zuordnen und als eigenes bemerken....dann kam aber schon Mitte der 70er der Punk-Rock......

...hier ein Filmausschnitt zum damaligen Anti-Lebensgefühls meines Bruders ( alles zu seiner Zeit ):

http://www.youtube.com/watch?v=sx7XNb3Q ... re=related
Kackvogel
 

Re: Rudi Dutschke

Beitragvon Elbin » 16. Okt 2010 03:31

Hallo KV,

da hätte ich dasselbe ANTI-Lebensgefühl wie dein Bruder entwickelt. :evil: Was ich bisher über Vietnam lesen und sehen konnte, empfand ich nur als fürchterlich und traurig und ein völlig sinnlos auf- und angeheizter Konflikt...Die armen Menschen und die fürchterliche Zerstörung der Umwelt..Ich habe ein paar Erklärungsversuche gelesen für diesen Krieg, trotzdem frage ich mich ...Warum.?

Dass die 68er und Rudi Dutschke dagegen rebelliert haben ist nur zu verständlich, da hätte ich eigenständig mitgemacht und nicht weil ich Rudi fantastisch finde. Rudi Dutschke ist für mich kein Vorbild, dem ich nacheifern möchte. Ich bin mein eigenes Vorbild. Gehe meinen Weg, den muss ich gehen..kann sein ein Stück weit mit Mitstreitern, vielleicht am Ende allein oder Weggefährten bleiben beisammen.....who knows..? Vorbilder, gleich welcher Art, habe nie gehabt. Allerdings können mich Menschen mit ihren Meinungen, Informationen und Anregungen sehr bereichern, daraus kann ich Kraft schöpfen und lernen und parallel bleibe ich Rudis Fan.
Elbin
 

Re: Rudi Dutschke

Beitragvon Kackvogel » 16. Okt 2010 17:25

Die Kriege heute sind nicht "humaner" geworden weil man keine abstoßenden Bilder mehr sieht. Die Amis haben aus der Medienschlappe des Vietnamkrieges "gelernt" und lassen heute nur noch Kriegsberichterstatter zu die "embedded" sind, also fast der Truppe unterstehen und kontrollierbar sind. Durch Napalm verbrannte Zivilistenkinder wird man deshalb heutzutage nicht mehr sehen obwohl noch heute Napalm eingesetzt wird. Wenn Journalisten derart eingebunden werden, sieht man nur noch knallende Panzer aber nicht mehr die Folgen eines Geschosseinschlages in einem Wohngebiet. Ohne Bilder des Leids und Elends darf man deshalb tote Zivilisten als "Kollateralschäden" bezeichnen.

Vietnam ist überall !
Kackvogel
 

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