Tagebuch des Saxwolfes Inuyasha.

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Tagebuch des Saxwolfes Inuyasha.

Beitragvon Saxwolf » 1. Jan 2009 00:59

Hallo leute, nun habe ich es geschafft meine Reiseberichte im PC niederzuschreiben.

Diese Berichte sind entstanden, als ich noch nichts mit den Schenkern zu tun hatte.

Nun viel Vergnügen beim lesen........

Tagebuch des Saxwolfes Inuyasha.

So vertraue mir!

Ich bekunde die Worte des Roten Mondes.
Vom großen Geist geboren und von den Ahnen erwählt,
jene zu richten, die des Roten Mondes spotten
und die zu erheben,
die seiner Worte Folge leisten.

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Eine gute Handschrift und die Macht der Rechtschreibung blieb mir jedoch vergönnt.....

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Nun denn, genug geschwafelt.... .
Mein Name ist Inuyasha Saxwolf. Ich bin im Jahre des Herren 1985, zum 6. Monat, am 12. Tag geboren. Meine Kindheit war zwar schwer, aber uninteressant und schreibe ich hier nicht nieder....böh! Aber egal,..., ich habe mich halt dazu entschlossen pilgern zu gehen. Dafür habe ich eine Reisegewerbekarte angemeldet, falls ich mal für etwas Geld arbeiten will. In den Buch schreibe ich meine Reiseerlebnisse, Route und anderes kurz und knapp rein. Ich schreibe nicht so gern...

Meine Reise beginnt zum 11.06.2008 in Hachenburg im Westerwald. Da habe ich mich früh um 4 Uhr aus den Staub gemacht, weil ich nicht einsehen wollte, dass man mir den Urlaub verwehrte und dann noch wie eine Weihnachtsganz ausgenommen werden sollte. Also marschierte ich los, in Richtung Westerburg. In Westerburg taten mir dermaßen der Rücken und die Füße weh, dass ich einfach von da aus den Zug in Richtung Heimat nahm...voll der Beschiss, nech?..... Leider bin ich durch eine Menge Verspätung der DB erst gegen 23 Uhr in Dresden angekommen und verpasste den Anschluss nach Bautzen. So ging ich zu einen Bekannten, den ich in Dresden aus Lehrzeiten kannte. Da er aber nicht da war, setzte ich mich in das Häxenhäuschen in den Biergarten und trank im Gespräch 2 Weitzen. Da aber der Bekannte nicht aufkreuzte, nächtigte ich halt in seinen Garten, in der Hollywoodschaukel. Am nächsten Tag erfuhr ich, das er da war, nur die Klingel rausgezogen hatte....bor, der konnte das wohl nie lassen..... . Wir unterhalteten dann uns über das übliche und schwärmten von der Lehrzeit. Denn keiner war so trinkfest wie mein Freund und Vermieter zur dieser Zeit. Danach machte ich mich zum Hauptbahnhof Dresden auf und fuhr weiter nach Bautzen und ließ mich von da aus von meiner Patentante aus Wartha zu sich nach Hause abholen. Da hielt ich es aber nur bis zum 14.7.2008 aus und ging am selbrigen Abend meiner Dinge und kam an der Riegelmühle Nechern vorbei, wo ich nach ein paar netten Worte mit den Mühlenbesitzer wächselte. Er klagte über eine gebrochene Welle von seinen Zuppinger Wasserrad und wäre grob mit 5000 bis 7000 Euro Reperatur dabei. Wir wünschten uns noch: Glück Zu ! und ich ging in Richtung Hochkirch weiter. Zu erwähnen ist: Ich war Verwalter in der Obermühle zu Malschwitz und von daher kannte der Müller mich sehr gut. Auf den Weg stopfte ich mich mit Brommbeeren und Sauerkirschen voll. Nun kam ich in Pommritz an und legte mich im Garten der Gastfreundschaft unter einen Baum nieder. Am nächsten Tag machte ich mich über Hochkirch nach Bautzen auf. Da wollte ich meine Eltern und Großeltern besuchen....das konnte heiter werden! Das waren die Reaktionen---> Stiefmutter: Wenn ich Jesus sehen will, rufe ich dich an, aber gehe bitte jetzt!, Vater: Das große Schweigen.........!?, Großmutter: Wenn ich nicht gewusst hätte, das du zum schlafen kommst, hätte ich dich nicht reingelassen! Mein Großvater fand das Ok und mahnte meiner Großmutter, dass dies für mich eine gute Erfahrung wäre. Die Ausfälligen Bemerkungen, die noch so fielen, lasse ich hier mal weg. Am nächsten Tag überwanderte ich den Soraer Berg, durchstreifte Wilthen, nahm den Pass über die Weifener Höhe und besuchte meinen Onkel und meine Tante. Da blieb ich eine Nacht und marschierte in den Hochwald ein. Da verwirrten mich dermaßen die Wegweiser, dass ich an selbigen Tage nicht herauskam............Scheiß Wanderschilder! Ich übernachtete in einen verlassenden Bauwagen. Zum 18.7.2008 lief ich durch Neustadt in Sachsen und von dort aus den ganzen Polenztahlweg entlang, bis nach Rathen, von dort aus an das Elbufer, setzte mit der Seilfähre über und nächgtigte in Strand bei einen sehr netten Ehepaar kostenlos. Am nächsten Tag war mir so speiübel, das ich hätte kotzen können, aber ich ließ mir nichts anmerken, da ich so gut bewirtet wurde und ich mich mal, wie üblich überfressen hatte. Von Strand aus ging es dann in Richtung Festung Königstein bis nach Land. Da bekam ich eine Wasserflasche kratis zu der Flasche die ich mir mit Leitungswasser füllen durfte. Dord übernachtete ich in einer Bushaltestellte auf den Betonboden, da die Bank mir in jederweise zu klein war. Mit steifen Gliedern setzte ich meine Reise fort. Es ging über das Bielatahl, Altenberg bis zu einer Bushaltestelle, die sich Zinnwald Georgenfeld nennt. Hier bekam ich von einer sehr lieben Frau aus München (laut KFZ-Zeichen) eine große Cola und ein Päckel Kekste geschenkt. Möge sie ebenfalls Leute begegnen, die so sind wie sie,...alle Achtung!. ich bedankte mich sehr dafür. .......


Heute stellte mich das Wetter auf eine harte Probe. Als ich über Fürstenwalde in CH einwanderte, goss es wie aus EIMERN. Mir wurde nass, bis auf die Knochen. Aber ich fand eine Waldhütte zum umziehen und hängte die Wäsche in die Sonne, die urplötzlich rauskam. Nun sitze ich hier barfuß im Ausland und warte solang, bis alles drocken wird. na dann Gedult....

21.7.08
Irgendwie hatte ich mich zum 20.7. in CH verlaufen und musste stark nachschauen, wo ich vor lauter Wald blieb. Da es aber schon dunkelte, suchte ich mir eine passende Schlafgelegenheit und fand außer ein paar Steinspalten nichts und dachte, was solls und rollte mein Schafsfell in einen der Spalten aus. Als ich so mein Schlaflager aufschlug, fiel mir auf, dass sich fast 2 Litter Cola in meiner Tasche breit gemacht hatte....... Zum Glück blieben Dokumente und mein Tagebuch unversehrt, nagut, etwas an Einband war vollgesappert, aber sonst?... Jetzt könnt ihr Euch vorstellen, was für eine riesige Sauerei das war....arrr! Dementsprechend habe ich schlecht geschlafen und der Regen der Nacht ließ mich dann auch noch einmal umziehen. Mit den Colasack und der entsprechenden Laune inklusive Colagestank in meinen ganzen Klamotten ging ich gegen Grenze, die ich auch bei Deutschneudorf übertrat. Es ist schon eigenartig, wie ruinenhaft doch der Grenzübergang aussah, weil CH nun mit zur EU gehört, aber mit Euros kann man da noch sehr schlecht einkaufen. Ich wäre da fast verdurstet, weil keiner meine Scheine annehmen wollte. Aber nun sitze ich hier an einen Staubecken von einer Wassermühle, die sich weiter unten im Ort befindet. Die Wäsche sammt Colasack hängt nun gewaschen auf den Balken, oder der Leine, die ich zwischen zwei Bäumen gespannt hatte. Das Flusswasser eignete sich gut zum Wäsche waschen. Die Leute schauten schon, was ihr hier trieb. Ich lächelte sie nur an und sie suchten wieder das weite. Aber ich unterhielt mich mit einen Ehepaar über mein Treiben und die waren völlig begeistert. Da mich die Frau so net fand, gab sie mir 5 Euro und etwas Brot in die Hand, wofür ich mich 1000 mal bedankte. Dann zog ich mich komplett aus und badete im See. Nur war es doof, dass direkt daran eine Landstraße entlang lief und es doch zu kommischen Fahrweisen auf der Straße kam. Hmmm...als hätten die noch nie ein nackten Mann baden gesehen??? Nach den erfrischenden Bad, trocknete ich mich ab und ließ meine Haare von der Abendsonne trocknen und legte mich bei Sonnenuntergang auf die Wiese schlafen.

22.7.08
Heute Nacht habe ich fast nicht geschlafen. Es war einfach zu kalt geworden und ich müsste mich halt Warmwandern und bin die restliche Nacht, sammt Tag bis nach Marienberg gelaufen. Unterwegs fragten mich 2 Personen in einen Laster, ob ich Arbeit im Zirkus suchen würde. Ich lehnte aber ab. Dann traf ich noch auf 4 Arbeiter der Stadt Olbernhau und kam mit ihnen ins Gespräch. Sie meinten, in Marinenberg wäre der Zirkus ARENA mit der letzten Vorstellung zugangen. Da ahnte ich schon was....Ihr auch?...RICHTIG! Die beiden Personen die mich angesprochen hatten, gehörten zur Familie ARENA. Als ich nun beim Zirkuns angekommen war, wurde ich herzlich von der Zirkusfamilie gasfreundschaftlich empfangen und bewirtet. Der Herr der Familie nannte mich Bruder und vom gleichen Schlag der Wandersgesellen. Ich war sprachlos und doch sehr verlegen und dachte, nun übertreibt mal nicht. Abwohl ich Sparreplatz bezahlt hatte, bat man mich in die Louge zu setzten und wurde mit Trinken und Zuckerwatte bewirtet. Nach der Vorstellung unterhielten wir uns noch ein bisschen und trennten uns. Sie wünschten mir viel Erfolg und gutes durchkommen auf meinen Reisen. Nun aber machte ich mich weiter auf den Weg und kam in Mauersberg an. Dord konnte ich gerade noch so eine Flasche Zitronenlimo kaufen. Die Kassierin war noch so net, die schon geschlossenden Türen, für mich zu öffnen. Danach schlug ich in der Busshaltestelle mein Nachtlager auf und hoffte auf der großzügigen Bank besser schlafen zu können...na dann gute Nacht!

24.7.2008
Uhi, wo soll ich anfangen?
Jedenfalls habe ich die Nacht in Mauersberg gut geschlafen und bin dann früh um 6 Uhr losmaschiert. Durch Annaberg- Buchholz, Schlettau, übern Scheibenberg bis nach Merkersbach führte mich mein gesteiger Weg. An einer alten Papiermühle bat ich um Wasser und kam dabei ins Gespräch. Mit den Mühlenbesitzern trank ich Bier und bekam ein Dürum zum Abenbrot geschenkt. Es war eine lustige Runde bis zum dunkelwerden. Die Nacht verbrachte ich gut in einer der Holzhütten, die direkt an der Staumauer von den Pumpspeicherwerk zu Merkersbach, standen. Heute ging es Punkt 5 Uhr in Richtung Fichtelberg. Dabei lief ich über die Staumauer des Stausees, an einen Forsthaus, dass hinter den Einlass des Stausees befand und an eine alte Ruine, namens Wölfsische Mühle vorbei, bis ich dann auf den Fichtelberg zuging. Im Wald traf ich auch eine Schutzhütte, wo ich mich im Holz über der Sitzbank verewigte. Nachdem ich den Fichtelberg auf der Nordseite passiert hatte, setzte ich mich auf eine Bank und genoss die Aussicht in Richtung Tschechien, bei Bier und Erdnüssen. Da geriet ich in ein Gespräch mit einen Ehepaar. Die Frau meinte, dass ihr Sohn auch so eine Reise bis in die 3. Länder gemacht habe und sein letztes Hemd verkauft musste, um wieder nach Hause zu kommen. Sie war erst darüber entsetzt, aber danach viel verständlicher für solche Unternehmen und gab mir 5 Euro und etwas zu Essen auf meinen Weg. Eine weitere Person auf den Fichtelberg, tat es ihr gleich und wünschte mir viel Erfolg auf meinen Weg nach Süden. Nun trat ich vom Wichtelberg herab nach Oberwiesenthal, direkt über die Skypiste in Richtung Grenze. Von Loucná aus wanderte ich über den Berg Klinovec in Richtung Pernink. Doch nahe Bözí Dar hielt ein Auto an und fragte mich was in tschechier Sprache. Da ich nicht Tschechisch sprechen konnte, sagte ich: ,,Sorry. Ich Deutsch.'' Dabei stellte sich heraus, dass er das Deutsch ziemlich gut beherrschte. So nahm er mich mit und fragte unterwegs, ob ich nicht Lust hätte, mit ihn auf eine Party zu fahren. Ich wollte nicht erst zurecht, aber ließ mich überzeugen, wehnigstens sich das Ganze anzuschauen. Es war ein richtiges Kulti- Multi aus Hippys, Rockern und andere Gestalten, die auf der Wiese, oder in Zelten lagen, oder soffen und der Livemusik lauschten und nebenbei Gras rauchten oder anderes Zeugs, von den ich nicht so bewandert bin. Sie baten mir zwar auch ne Tüte an, aber ich lehnte höflich ab. Es war sehr lustig, trots Sprachprobleme hatten wir viel gelacht und Spaß gehabt. Mein Fahrer gabt mir eine Gulaschsuppe aus und die war göttlich. Sowas gutes hatte ich schon lange net mehr gegessen. Nach 3 Stunden Freuden fuhren wir weiter, bis wir nach Pernink kurz vor Ortsausfahrt ankamen. Er machte noch ein paar Fotos von mir und auch von uns Beiden, gab mir noch einiges an Essen und Trinken mit und tauschten unsere Mailadressen aus. So entstehen Freundschaften über die Ländergrenzen hinaus....

Nun sitze ich hier im Wald in einer Schutzhütte auf einer Lichtung, nahe eines Bauernhofes und machte mich langsam schlaffertig und schlief mit Schafsgesang von der Weide ein.

25.4.2008
Heute bin ich vom Wald hinter Pernink über Nejdek, Vysokä pec, Píebuz, Bublava, Stríbrná, nach Kraslice (früher Graslitz) gewandert. Kurz vor der Grenze zu Deutschland habe ich mir noch ein Bad in einen der super sauberen Flüsse genommen. Wie der hieß, konnte ich leider nicht herausfinden. Heute war es sehr heiß und ich habe ständig mit meinen Trinkhorn aus Flüssen und Pfützen schöpfen müssen. Nun sitze ich hier in einer alten Waschküche, in einen alten Haus der Gründerzeit, genau nahe eines großen Einkaufszentrums. Zum Glück gab gibt es hier jede Menge Pappe und eine saubere Folie, die ich mir zum Bettlager zurechtgemacht konnte.

Diesmal werde ich weich schlafen......

26.07.2008
Die Nacht war nicht so prickelnd, trotz der guten Unterlage. Aber egal, ich bin heute weit gekommen. Über Zwota, Markneukirchen, Adorf, bis nach Bad Elster, von dord aus über die Grenze nach Daubrava. Da nahm mich jemand aus Bayern mit, der er wissen wollte, was für eine Gewandung ich da an hätte. Bis hinter die Grenze von As (Asch) fuhr er mich und ich wanderte bis nahe Erkersbach, wo mich ein alter Holzbauer anrief.,, Hast darscht?''. Ich musste 3 mal nachfragen, was er meinte. Dann verstand ich, was er wollte. Darauf tranken wir zusammen mit seinen Arbeitern ein Bier, ein sehr lustiger Geselle, dieser Bauer, auch wenn er ein paar sehr derbe Sprüche mit Sachsen abließ..ich konnt auch drüber lachen. Es sind ja nur Witze und da ist nichts dabei. Er fuhr mich dann nach Erkersback runter und erklärte mir, wo ich beim Bauern nachfragen soll, um Arbeit zu bekommen. Leider hatte ich kein Glück bei beiden Bauern gehabt, was mir schon sooft auf reisen wiederfahren ist. Aber ich bekam vom einen der Bauern eine neue Adresse: Bergnersreuth. Da sollten viele Milchkühe geben...dann wäre die Richtung für den nächsten Tag wohl klar! Aber jetzt bin ich bei jenen Bauern, was heißt Bauer? Die haben nur zum Hobby die paar Rinde rund Pferde, meinten sie. Jedenfalls darf ich hier in der großen Gartenlaube übernachten und dass auf superweicher Liege....desshalb schreibe ich gerade so bergab..grins. Meine Gastgeber kennen jemanden, bei denen der Vater sehr schwer Krebskrank ist und dringend eine Hilfe nötig hätte. Und jene wollte die Hausherrin anrufen und für mich vermitteln. Sollte es nichts sein, so fährt der Hausknecht mich bis nach Arzberg, da sie da eh hin musste. Mit Hausknecht, meinte sie sich schertzweise selber, weil ihr Mann mit seinen Maschinen sich als Lohnbauer anbot und so die meinste Arbeit , die sie sehr gern machte, an ihr hingen blieb. Na dann bin ich gespannt, wie sich das alles am nächsten Morgen entwickelt.

30.7.2008
So, nun habe ich lange nichts mehr geschrieben. Aus der Sache mit den Krebskrangen ist nichts geworden und arbeitsmäßig auch nichts. Man hatte mich die Letzten Tage bis nach Ulm mitgenommen. Jetzt sitze ich hier in Lindau am Bodensee und warte darauf, bis mein Fahrrad repariert ist. Huch?, wie jetzt?..Fahrrad?... ja, ihr habt richtig gehört. Ich habe meinen Wanderstab gegen ein 28" EPPLE- Rennrad getausch. 15 Euro habe ich dafür bezahlt und meinen Wanderstab dazu. Jetzt macht der Fahrradhändler mir die 8 aus den Hinterrad und eine neue Decke, sammt Schlauch drauf. Nun noch eine Neuigkeit habe ich für euch: Ich übernachte jetzt in meinen eigenen Zelt! Immer nur in Bushaltestellen zu hausen und die ganzen Nachteile zu haben, hatte ich so satt. Nun kann ich mich niederlassen, wo es ruhiger und schöner ist. Nun denn, wenn es was neues gibt, so schreibe ich.......

31.7.2008 ???
Gestern kontrollierten mich zwei Österreicher Beamte und wollten, dass ich meine Tasche entlehre. Als ich ihnen meine stinkigen Socken entgegenhielt, wollten die nicht mehr und überprüften nur noch meine Papiere und verschwanden wieder. Ich sage mal nix dazu. Das mit den EPPLE- Fahrrad war ein Reinfall. Heute explodierte mir der Schlauch 2 mal in voller Fahrt. Beim 2. Schlauch, den mir ein Bauer zur Verfügung gestellt hatte, wurde auch gleich der neue Mantel mit erledigt. Also blieb mir nichts anderes übrig, als zum nächsten Fahrradhändler zu laufen, den ich auch in Scheidegg fand. Da stellte sich heraus, dass das ganze Hinterrad nicht OK war. Er bat mir desshalb ein ungefahrendes Kirschrad an. Es wäre genauso teuer, wie die Reperatur meines alten Rades. Also nahm ich ohne zu zögern, das neue Rad an und drückte den Händler gleich die 80 Euro in die Hand und spaarte so 820 Euro. Soviel Geld hatte das mal gekostet. Es stellte sich nun beim herrichten meines neuen Rades heraus, dass beide Mäntel überlagert waren und das Hinterrad leicht achtig war. Das wurde auf Kosten des Händlers noch in Ordnung gebracht. Zum Schluss besorgte ich mir noch eine ordendliche Gepäckträgertasche und hatte nun ein nagelneues Fahrrad, was nun sehr lange halten sollte. Bei Scheidegg gab es so ein Waldbad, wo ich mich erfrischte. Ihr werdet es nicht glauben, aber da wollten sich Jugendliche an anderer Leute Sachen vergreifen, was ich durch schnelles heranschwimmen vermeiden konnte. Denen hätte ich die Ohren langgezogen, wenn sie ihr treiben nicht beendet hätten. Aber es ist auch interessantes an diese Bad geschehen. Ich hatte von einer netten Dame einen ganzen Beutel voller Brot geschenkt bekommen und wollte etwas davon den Enten geben. Die waren so zutraulich, das ich dennen die Krumen in den Schnabel legen konnte. Und da war noch eine Rabenmutter mit ihren Junges. Die Rabenmutter tauchte die Krumen in das Wasser und gab es dann ihr Junges in den Schnabel. Dann zog aber ein Unwetter auf und ich musste zusehen, dass ich mein Zelt irgendwo aufschlug. Ich fand, dank Hinweis eines Ehepaares, hinter den Waldbad eine gemähte Wiese am Waldrand und konnte gerade so mit den 1. Regen das Zelt aufbauen und hineinschlüpfen.

Samstag
Nun weis ich nicht mehr, was für ein Datum wir jetzt haben, aber dass heute Samstag ist, war mir noch geläufig, aber dass man die Zeit so vergessen kann, ist schon erstaunlich. Jedenfalls bin ich heute über Isny, Kempten, Marktobersdorf bis nach Schongau geradelt. Hier am Schongauer See habe ich bis Montag Morgen mein Zelt aufgeschlagen. Die 1. Wäsche hängt schon. Das Wasser ist hier so sauber, dass man es trinken kann. nun muss ich aber aufhören zu schreiben....ich seh nix mehr, da es schon zu dunkel geworden ist.

Sonntag
Nichts ist mit Montag am Schongauer Stausee gebleiben. Mir war einfach zu langweilig und bin desshalb weitergefahren. Die Strecke von heute: Preiting-> Rott Dießen-> Tutzing-> Starnberg bis kurz vor Gauting. An der Brücke habe ich eine Art Naturbadestelle gefunden. Die Liegt an der Würm und hatte eine Infotafel mit der Nummer 10, des Weges: Rund ums Leutstetter Moos. Ich hoffe, dies ist noch in den kommenden Generationen so ausgeschildert. Hier habe ich viele nette Leute kennengelern. So auch eine türkische Familie, die mir leckeren Tee, Pizza und Kekse spendierten. Nun warte ich auf eine selbstaufblasbare Liegematte, die jemand für mich evtl. hätte. Sie hatten mir nichts versprochen, aber ich warte mal ab, ob diese noch erscheinen wird. Morgen geht es warscheinlich durch München, immer den Fluss entlang. Man hat mir eine schöne Strecke empfohlen.

Montag
Die matte ,kam nicht und heute war auch nichts besonderes. Ich habe mich ein bisschen in München verhäddert, bin aber dann ab Neufahrn auf den Isarradweg gelangt und immer Flussabwärts gefahren. zum Abend zu kam ein starkes Regenband auf mich zu und ich konnte mich gerade unter eine Autobahnbrücke retten, wo ich auch übernachtete.

Dienstag
Heute habe ich eine Strecke von 120 km hinter mir...irre, oder? na ja, jedenfalls soschnell nieweider, denn das ging ein bisschen zu sehr auf meine Knie. Ich bin den ganzen Isarradweg bis nach Niederaltteich entlang geradelt. Dord fand eine Art Demotreffen vom Naturschutzbund statt. Diese richtet sich gegen die Kanalisierung der restlichen naturbelassenden Donau. Ich bin desshalb dord geblieben, weil mich 3 nette Herren darauf hingewiesen hatten. Diese 3 Leute luten mich zum essen und 2 Bier ein. Ich aber hatte sie nicht wiedererkannt, da es schon Abend wurd und ich auch nicht mehr so auf der Höhe war...bor ich Trottel. Wir konnten aber darüber lachen. Wir feierten bei Livemusik bis 23 Uhr. Sie gaben mir das Geld, was sie für den Bierbecherpfand zurück bekamen und von einen noch einen kleinen Schein, was ich ihnen nicht abreden konnte. Sie wollten mein tun damit unterstützen. Ich war echt verlegen, das es solche barmherzige und gutmütige Leute gibt. Mögen sie immer gute Gesellschaft um sich haben.

Mittwoch
Heute wurde ich mit leichten trommelschlagen des Lagers geweckt. Ich machte mich fertig und setzte mit der Fähre über die Donau und redelte durch Hengstberg und Auerbach. Vor Auerbach bekam ich von einer Wirtin, bei der ich eingekehrt war, eine kratis Semmel mit Hartewurscht und ner kleinen scheibe Gurke mit oben drauf. Dann fuhr ich weiter über Bischofsmais, Petersdorf bis nach Viechtach. Da aß ich in einen Restaurant, oder auch Dönerladen einen Döner. Ich weis, ich bin ziemlich gefräßig, aber so ist das nun mal. Die Wirtin spendierte mir da in nachhinein eine Fanta sowie eine Art Dönerbrot. Das war ganz weiß und aufgeblasen, aber sehr lecker. Ich fragte sie, womit ich dies verdiehnt hätte. Sie meinte, ich hätte es verdiehnt, weil so ein chamates lächeln drauf habe und viel Freude ausstrahle.Ich bedankete mich für Speiß und Lob, werendessen sie meine Wasserflasche füllte. Dann fuhr ich weiter nach Miltach und bog in Richtung Bleibach ein. Da ist eine Art Rastplatz mit Segel-, oder Kanubooteinlass am Fluss, mit Grillecke, Bänke und Wiese. Da machte ich Rast und schlug mein Abendlager auf. Das Schild !Zelten verboten! interessierte mich net wirklich. Jedenfalls war wieder Wasch- und Badetag angesagt.

Donnerstag
Heute war nichts besonderes. Ich bin halt über Waldmünchen, Grenzübergang Höll nach Tchechien eingewandert. Bei 30 °C den berg Hochzuwandern, war echt die Hölle! Dann weiter Bergab, wie so ein Irrer nach Horsocskýn, weiter über Plzen (Pilsen) bis nach Plazy und da war dann Stop.

Freitag
Heute bin ich bis vor die Grenze zum Ort Hora Svatého Sebastiána gekommen. Ich hatte direkt an der Bundesstraße unter einer plechernen Bushaltestelle mein Zelt aufgebaut, weil ein starkes Unwetter anbrach und das war richtig toll nach den Blitzen zu schauen und den grollen und brummen und knacken des Donners zu spüren, aber auch irgendwie umheimlich. Diese Nacht war jedenfalls für mich kurz aber faszinierend.

Samstag
Nun bin ich über die Grenze gekommen und nahm gleich ein gutes Essen in einer Feldküche in Reitzenheim ein. Der Wirt spendierte mir Kaffee, weil es ganz schön kalt geworden war. Dann saußte ich in Windgeschwindigkeit nach Olbernhau bergab, dann weiter nach Obersaida, Mulda in Sachsen, Lichtenberg im Erzgebirge, Pretzschendorf, Paulsdorf, bis nach Malter. Am Strand von Malter nahm ich mir ein Bad und verbrachte da die Nacht.

Sonntag
Am diesen Morgen rief ich meinen Guten Freund aus Dresden an und meldete, dass ich angesaußt komme. Wenig später saß ich mit einen Bier in meiner und in seiner Hand am Tisch und quatschten über meiner Reise. Ich erzählte ihn, dass ich zu den Schenker gehen will, um neue Erfahrungen zu machen. Ich durfte über sein Handy den sogenannten ÖFF! ÖFF! anrufen. Dieser ging sogar an das Telefon und wir verabredeten uns im Löbauer Bahnhof, wo ich ihn dann auch traf.

Das ist aber eine andere Geschichte und muss ich erst Niederschreiben.

Sie nennt sich: Der Saxwolf bei den Schenkern.

Diese Geschichte ist war und so geschehen.

Eurer Inuyasha Saxwolf
Saxwolf

Re: Tagebuch des Saxwolfes Inuyasha.

Beitragvon räuber » 19. Jan 2009 03:43

Saxwolf hat geschrieben:,, Hast darscht?''. Ich musste 3 mal nachfragen, was er meinte. Dann verstand ich, was er wollte.


:lol:

Inuyasha, ich lese deinen Pilgerreisebericht erst jetzt und ich finde ihn göttlich! :)
Wow, da hast du aber viel gesehen/erlebt und ich bewundere deinen lässigen Umgang vor allem mit sehr unbequemen Schlafplätzen... 8) Wie hast du das nur ausgehalten? Ich meine, ich wär jede Stunde aufgewacht, so hätte mein Rücken geschmerzt. :-)

Und es ist wirklich erstaunlich, wie nett die Leute sind.
Ich bin einmal zusammen mit meinem Freund nach Prag getrampt, und wir wurden auch bereitwillig von einem jungen Pärchen aus Moskau mitgenommen, das gerade eine ganze Tour durch Europa hinter sich hatte. Dein Erlebnis mit den Zirkusleuten, dass sie dich "Bruder" nannten, sich als ihresgleichen ansahen, finde ich ganz toll. Und auch, wie du irgendwann "mit Schafsgesang von der Weide" her eingeschlafen bist. Ich kann mir die abendliche Idylle- oder auch nicht, je nachdem, wie man's nimmt- richtig vorstellen; auch, wenn es sicher nicht das Highlight deiner Reise war.

Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, aber ich musste auch an "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Eichendorff denken. Lass' dich bloß nicht vom Titel verunsichern: Das "Taugenichtsdasein" war früher das Ideal einer ganzen Generation und die Bezeichnung "Taugenichts" eine Ehre! "Taugenichtse" waren Leute, die nichts hatten, die nichts brauchten, sondern ihren Sinnen folgten, was sie glücklich machte.

Ich möchte gern mehr lesen. :-)
"Der Saxwolf bei den Schenkern".
"Man hält mich für einen Antimodernen und ultrapessimistischen Technologiegegner. Nun, ob mich das optimistisch oder pessimistisch stimmt, ist hier schnuppe. Es kommt darauf an, ob ich gut geschlafen und gegessen habe."

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Beitragvon Saxwolf » 19. Jan 2009 04:57

Hallo Räuber,

ja, die Menschen können auch zu so einen wie Mich net sein.

Was das mit den Schmerzen und dem stöhrenden drumherum betrifft:

Das liegt mir im Blut Räuber. Ich trage nicht umsonst meinen Namen.

Das ist aber eine andere Geschichte....

Die Geschichte:,, Der Saxwolf bei den Schenkern,, wird wohl erst im nächsten Winter rauskommen.

Ich brauche dazu mein Ruhe, die ich in Moment nicht finde!

Grüße vom Inuyasha Saxwolf
Saxwolf

Re: Tagebuch des Saxwolfes Inuyasha.

Beitragvon Gabriela » 5. Okt 2010 11:56

An David-einen Lehrer im Hier und Jetzt

http://www.youtube.com/watch?v=PEf26igwCJw
Gabriela


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