Waldorfschulen

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Waldorfschulen

Beitragvon Tarzan » 23. Feb 2010 19:22

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hi....

Beitragvon linux_blAcky » 23. Feb 2010 23:24

bekannte von uns haben mit der waldorfschulen"politik" gemischte erfahrungen gemacht:

Wer darf auf die Waldorfschule ?

Geschrieben von: wojciech und katharina zdrojewski Dienstag, den 29. Juli 2008 um 15:20 Uhr

Dies ist ein Bericht über die uns widerfahrenen Vorkomnisse in der Waldorfschule Köln.
Köln, 07. Juni 2008

Frühjahr 2008, vier Jahre nach der Ablehnung zur Aufnahme in der Waldorfschule:
Unser Sohn steht kurz vor dem Abschluss seiner Grundschulzeit. Ein erfolgreicher Abschluss, denn er hat die Empfehlung für das Gymnasium erworben und beendet die Grundschule mit einem hervorragenden Zeugnis. Im Laufe seiner Grundschulzeit wurde unser Sohn von rund zehn Lehrern in verschiedenen Schulfächern unterrichtet.

Wir freuen uns über die gute Entwicklung unseres Sohnes, der zu einem klugen, agilen und sozial kompetenten Jungen herangewachsen ist. Und über jeden Tag, an dem es uns gelingt, ihm eine ungetrübte und harmonische Kindheit zu schenken. Nicht immer war uns das möglich durch die Ablehnung der Waldorfschule und die damit verbundenen Auswirkungen, Behinderungen ein „normales“ Familienleben zu führen. Und die Folgen sind noch immer präsent.


Frühjahr 2004 wird unser 7-jähriger Sohn von der Aufnahmekommission der Waldorfschule als unterentwickelt abgestempelt und ihm die Ausbildung an dieser Schule verwehrt. Im Ergebnisgespräch mit der Aufnahme-Kommission wird uns für unseren Sohn eine integrative Schulausbildung an der Michaelischule (wenig Kinder + zwei Lehrkräfte), also eine sonderpädagogische Förderung, vorgeschlagen.
Grund dafür seien Annahmen zur Unterentwicklung geistiger, motorischer, emotionaler und sozialer Kompetenzen unseres Sohnes. Diese Annahmen fundieren auf den Untersuchungen einer internen und somit in der Aufnahmekommission eingebundenen Ärztin, sowie auf den Einschätzungen der verantwortlichen Waldorfpädagogen.

Vorgeschichte: Unsere älteren beiden Kinder besuchten die Waldorfschule jeweils seit der fünften Klasse. Während unsere Tochter ihre schulische Ausbildung ohne weitere Probleme und mit dem Abitur abschloss, gab es mit unserem ältesten Kind vergleichbare Schwierigkeiten. Zunächst gab es bei der Aufnahme-Prozedur bereits Vorfälle wie den „zufälligen“ Verlust der Aufnahmedokumente, der sich bei der Anmeldung des Jüngsten, Martin, wiederholte und zur einer Chancenreduktion für einen Platz führte.
Um den damaligen Annahmen der Klassenlehrerin unseres älteren Sohnes, er sei behindert, zu widerlegen und zu dementieren, begaben wir ihn in eine ambulante psychiatrische Behandlung, die ihren zu erwarteten Erfolg brachte. Unser ältester Sohn war vollkommen gesund und normal entwickelt.

Acht Jahre später sitzt die Klassenlehrerin unseres älteren Sohnes in der Aufnahmekommission für die Klasse des Jahrgangs unseres jüngeren Sohnes. Wieder so ein Urteil. Wir widerlegten erneut die von der Aufnahmekommission aufgestellten Behauptungen über unseres Sohnes angebliche Unterentwicklung mit diversen ärztlichen und schulischen Attesten, die noch vor, aber auch nach der Aufnahmeprüfung erstellt worden waren und jegliche dieser Behauptungen entkräfteten. Er war und ist ein vollkommen gesundes und normal entwickeltes Kind.

Unsere Reaktionen (Briefe an die Schulgemeinschaft) blieben weitgehenden unbeachtet und unbeantwortet. Auch Versuche persönlich das Gespräch zu suchen trafen auf Ablehnung.
In der staatlichen Grundschule, auf die wir unseren Sohn danach schickten, kam, was wir bereits
befürchtetet hatten: Er war nicht nur dem von uns unerwünschten Leistungsdruck, sondern - in einem Stadtteil mit einer mehrheitlich sehr problembeladenen Bevölkerung - auch der Gewalt seiner Mitschüler ausgesetzt. Er hat die Schwierigkeiten gemeistert ohne sich den Gewaltmustern anzupassen. Aber es war sehr belastend für ihn und andere Familienmitglieder.

Was die Aufnahmeablehnung betrifft, so glauben wir, dass es Faktoren außer der angeblichen Unterentwicklung unseres Sohnes gab, die den Ausschluss aus der Schulgemeinde herbeiführten. Zum einen spielten wohl unser Wohnort und unsere wirtschaftliche Lage, die zwar stabil aber bescheiden ist, eine entscheidende Rolle. Einen weitern Faktor, den wir in Betracht ziehen, ist unser ausländischer Hintergrund.
Aus unserer Sicht handelt es sich um eine klare Diffamierung unseres Sohnes und unserer Familie, eine Handlungsweise, die von Intoleranz, Unehrlichkeit und Abgrenzung gezeichnet ist.
Einer Kölner Familie

©Katharina und Wojciech Zdrojewski

Im Anschluss zitieren wir an dieser Stelle die Empfehlung für die weiterführende Schule und verweisen auf die sportliche Leistung unseres Sohnes, der zwei Jahre in Folge als Schulbester die Bundesjugendspiele mit einer Ehrenurkunde absolviert hat.
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„Begründete Empfehlung für die weitere Schullaufbahn
Die Klassenkonferenz hat am 14. 01. 2008 beschlossen, dass M. aufgrund der Lernentwicklung sowie Arbeitsverhaltens und des Sozialverhaltens für den Besuch des Gymnasiums und der Gesamtschule geeignet ist.

Begründung für die Empfehlung für die weitere Schullaufbahn:
M. zeigte während der gesamten Grundschulzeit eine konstante Lernentwicklung, die zu guten bis sehr guten Leistungen in allen Lernbereichen führte. Er wirkte jederzeit belastbar und war grundsätzlich lernwillig. Seine Arbeitsweise war sehr selbstständig und die Mitarbeit überaus weiterführend und bereichernd. M. konnte in allen Fächern neue Sachverhalte und Zusammenhänge schnell erfassen. Er konnte sie gut behalten und wiedergeben. Schriftliche Arbeiten konnte er selbstständig und konzentriert ausführen sowie ansprechend und übersichtlich gestalten. Sein Wortschatz ist umfangreich und differenziert. M. erzählt treffend und gewandt. Er kann Beobachtungen und Erlebnisse lebendig darstellen.
Diese Empfehlung ist Bestandteil des Zeugnisses vom 18. 01. 2008.“

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Hinweis vom kumm-erus-Büro:

In kumm-erus Nr.29 (im Logo falsch als 28 bezeichnet) befindet sich auf Seite 4 der Artikel: "Warnung: Waldorfschule grenzt aus", Untertitel: "Ausländer, aktive und kritische Kinder, Eltern ohne dickes Vermögen nicht erwünscht?" Dieser Artikel bezieht sich auf die gleichen Fälle.


http://www.mitmachzeitung.de/index.php? ... &Itemid=50

ich persönlich habe leichte probleme mit der einstellung steiners zum/im dritten reich.

mfg,

blAcky
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Walddorfschule - Ausgrenzung- Intoleranz - Grundrecht

Beitragvon kersten » 9. Jul 2010 01:14

Hallo linux_blAcky :-)
Liebe Eltern,

Immer diese Eliteschulen ... tz .... ein Freund von mir war auf der Walddorfschule in Nürnberg und hatte Umgang mit vielen Bundesbürgern auch ausländischer Abstammung. Er war sehr "open minded" dort geprägt worden, auch intelligent und hatte eigentlich nur Positives über die Walddorfschule zu erzählen. Ein paar Dinge sind dort aber schon etwas "eigen" und typisch Walddorfschule, irgendwas hatte er in dieser Richtung erzählt.

Was den Entscheidungsträger Walddorfschule anbelangt: von der Meinung einzelner sollte man nicht gleich auf das ganze Unternehmen bzw. sämtlichen Schulen schließen. Rassismus und Ausgrenzung "nicht Normaler" (wobei es normale menschen lt. Psychologie nicht gibt) ist ein Phänomen, das überall auftreten kann, auch im Bildungswesen oder im Beruf, in der Kirche oder gerade auch in der Justiz. Es gibt aber einen Gleichheitsgrundsatz lt. Verfassung in der BRD, niemand sollte aufgrund persönl. Eigenschaften benachteiligt werden. Das ist so. Und neben der "Freien Wahl des Ausbildungsplatzes" ist das oberste Recht des Menschen in der BRD die persönliche Handlungsfreiheit des Einzelnen, diese darf nur dann eingeschränkt werden, wenn eine Gefährdung Anderer oder ein Schaden für die Gesellschaft zu erwarten ist, sonst nicht.

Eine Ausgrenzung von Ausländern, vor allem von solchen die nicht "parieren" oder eine eigene Meinung haben, habe ich an der Berufsschule 11 in Nürnberg während des Berufsgrundschuljahrs Schreiner (gratis, gefördert, 1J) schon erlebt, bis hin zum gezielten Mobbing bzw. Rausschmiss von "Ausländern" wegen angeblicher Leistungsdefizite. Auch in der deutschen Justiz (judikative und Executive Staatsgewalt, Richter, Staawa, Polizei) ist Rassismus ein Phänomen, hier ein Beispiel aus persönlicher Erfahrung:

Ich musste mal einige Tage U-Haft verbüßen in der JVA Stadelheim, da war alles voller "Ausländer" bzw. Touristen, jede Menge Italiener zum Beispiel.
Die werden hier in München gerne bevorzugt "behandelt". Einen Fall hatte ich in der Zelle (ein Sizilianer), den haben die Polizeibeamten in der Münchner Fußgängerzone festgenommen, weil er angetrunken war und sich respektlos den Cops gegenüber verhalten hatte (auf den Boden gespuckt).

Die Folge waren eine Festnahme wg. angeblichen Diebstahls (er hatte gerade Zigaretten und Getränke gekauft, hatte sogar noch die Quittung ...) von Neuwaren im Gegenwert von max. 50.- Euro. Nach über 7 Monaten saß er immer noch in U-Haft, des muss man sich mal vorstellen. Da drin merkt man jeden Tag einzeln, die Haftbedingung sind katastrophal bis mittelalterlich, ein Armutszeugnis für unsere Zivilisation. Eine Menge säumige Schuldner und BtmG-Verstößler (Cannabis, Kokain haupts.) und halt Ausländer gibt es dort, richtige Verbrecher sind da drin die Minderheit. Bei mir ging es um eine geringe Menge Hanf bzw. Anbau für den Eigenbedarf, das ist ja in manchen Bundesländern immer noch ein Tabu-Thema. Habe Verfassungsbeschwerde eingelegt, leider ohne Erfolg. Ich soll erst mal durch alle Instanzen klagen. Nur dumm, dass ich gerade von keinem aktuellen Verfahren betroffen bin, müsste mich also (schon wieder einmal) selbst anzeigen oder halt mich bei einer einschlägigen Straftatbegehung erwischen lassen. So "verkorkst" ist unserer Rechtssystem, der Einzelne hat in einer Demokratie keine grossen Chancen etwas zu ändern.

Übrigens, Der Münchner S-Bahn-Schläger (ging hier wochenlang durch die Presse), der seinen Lehrer schwer verletzt hatte, war in der Zelle neben mir und hat jeden Abend verbale und körperliche Gewalt von einigen der Beamten dort ertragen müssen.
Weil er seinen Schlafanzug nicht an- oder ausziehen wollte, des reicht schon. Der junge Mann (arabischer/muslimischer Herkunft) war noch sehr unreif, klein und dürr, gerade einmal 17 Jahre alt, viel also eindeutig noch unter Jugendstrafe (max. 10 Jahre). Er war in der Essensausgabe tätig und hat uns oft mit ein wenig extra-Lebensmittel oder einigen Zigaretten ausgeholfen, die sind da drin "Gold wert", wir wurden ja erstmal alle auf kalten Entzug gesetzt. Der Entzug von einem Nervengift wie Nikotin ist genauso schlimm wie ein Heroinentzug, ist halt so eine Art kleine Folter für die bösen Sträflinge.

Dieser ausländische Jugendliche hat dann 12 Jahre wegen fahrlässiger Tötung (das Opfer ist aufgrund hohen Alters an den Folgen gestorben) bekommen, ist also einfach als Erwachsener verurteilt worden. Wenn dieser junge Mann erwachsen war, dann bin ich der Kaiser von China oder Methusalem. Das Opfer, sein Klassenlehrer, war ein "Alter Sack", wahrscheinlich auch Rassist und "Kinderhasser/Schülerhasser" wie es so schön heisst und nicht gerade ein netter Mensch;
Der Lehrer hatte den Jungen in der Klasse schon mehrmals gezielt "gedizzt" und konnte es sich dann in der S-Bahn auch nicht verkneifen ihn vor seiner Clique zu belehren und bloszustellen. Augen auf bei der Berufswahl kann ich da nur sagen liebe Lehrer!

Dafür hat dieser sog. "Pädagoge" dann ja auch die Quittung bekommen, ich denke , da rastet jeder von uns irgendwann mal aus, wenn man sein ganzes Leben immer wieder ausgegrenzt und benachteiligt wird. Gut finde ich das natürlich trotzdem nicht seine Probleme mit Gewalt zu lösen.

Oft sind ja dann auch soziale und finanzielle Schwierigkeiten bzw. Arbeitslosigkeit und "Sozialwohnung", die Jugendliche in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung beeinträchtigen. Ich denke da z.B. an geeignetete Lern- und Hausaufgabenplätze und auch an Nachhilfeunterricht und dergleichen. Sind hier nicht auch das Jugendamt und die ARGE in der Pflicht ihrem Sohn entsprechenden Nachhilfeunterricht zu ermöglichen??? Die Ausbildung der Kinder ist schließlich unser Zukunftskapital, wenn man so will.

Vielleicht hat die Walddorfschule aber die Aufnahme auch noch aus einem ähnlich gelagertem, etwas positiveren und auch nachvollziehbaren Grund verweigert:

die möglich Diskriminierung durch Mitschüler(innen) ihres Sohnes. Das hängt halt davon ab, wie die Schüler "da so drauf sind..." was Toleranz anbelangt.
Vielleicht gibt/gab es da Probleme und man hat keine funktionierende Lösung gesehen.
Habe in meiner Grundschulzeit als einziger zu dem einzigen "Türken" in unserer Klasse gehalten und dafür auch mal ne Rauferei in Kauf nehmen müssen. Manche Mitschüler sind da richtiggehend aggressiv gegen mich geworden, nur weil ich mit einem zugereisten Bundesbürger (war mit Familie aus der Türkei geflohen, polit. Asyl zum Glück ...) rumgehangen bin. Diese Kinder waren meiner Meinung nach vom Elternhaus her vorgeprägt, damals in den 70ern war die Toleranz in BRD bezüglich Ausländern leider noch nicht so weit fortgeschritten wie heute.

Persönlich wurde ich in der BRD allein aufgrund meines (ausländisch klingenden) Namens mein ganzes Leben lang diskriminiert, vor allem in Bayern.
Habe ein Grünen Pass mit nem goldenen Adler drauf und doch bin ich fremd hier. Als deutscher Ausländer in Deutschland sozusagen hahahaha.
Die Welt ist schon ganz schön verrückt manchmal und oft sind es nur Kleinigkeiten, die einen "Gewinner" von einem "Verlierer" trennen in unserer "Ellenbogengesellschaft".

Meine Nichte Alex hat auch Lernschwierigkeiten und muß mit Ihren 12 Jahren immer noch eine Sonderschule besuchen. Ihre Mutter hat auch versucht, sie auf einer normalen Schule unterzukriegen, wurde auch abgelehnt. Angeblich wären die Leisungen zu schlecht gewesen, Alexandra hatte Noten zwischen 3 und 4 im Mittel. Für ein Kind in dem Alter ist das einfach nur peinlich und schlimm, wenn es als "dumm" oder "schwach" dasteht, gerade in der Pubertät ist so etwas sehr problematisch. Da sind soziale Probleme vorprogrammiert.

Nun ist es in der BRD GRUNDSÄTZLICH SO: lt. Grundgesetz hat jeder Bundesbürger(in) einen Anspruch auf Freie Wahl des Ausbildungsplatzes. Das ist so. Eine Art Ausgrenzung bestimmter Personen aufgrund Hautfarbe bzw. "ungleichheit" mit Eingeborenen oder aus Leistungsgründen usw. ist erst einmal verfassungwidrig, zumindest verfassungsrechtlich sehr bedenklich und prüfenswert. Gerade wenn mehrere Fälle (auch auf versch. Schulen) auftreten könnte man dagegen etwas unternehmen, z.B. durch eine Petition beim Bundestag, wäre halt gut, wenn da mehrere Leute / Betroffene mitmachen würden. Wenn so eine Petition (Anliegen, Prüfungsantrag) es bis in den Bundestag schafft (Form muss passen etc.), dann wird das dort auch verlesen und diskutiert, Entscheidungsprozesse werden hierdurch in Gang gesetzt. Das wäre aber schon ein sehr grosser Schritt für so ein Anliegen wie Ihres bzw. das ihres Sohnes. Erst einmal alle anderen Möglichkeiten (polit. / jur.) ausschöpfen wäre mein Vorschlag, durch Schreiben an Politiker und Ministerien zum Beispiel.

Außerdem ist gerade der tolerante Umgang mit ALLEN Menschen in der BRD seit 1945 bzw. dem Ende der schrecklichen Kriegsjahre eine Verpflichtung der BRD und ihrer Einwohner, dazu hat sich Deutschland verpflichtet aufgrund der schlimmen Vorkommnisse bezügl. Rassismus und Euthanasie in der Vergangenheit. Und das ist auch gut so, wird normalerweise auch eingehalten. Leider halt nicht immer. Aufgrund der Toleranz gegenüber Anderen sollte man fairerweise aber auch sehr "rechtslastige" oder auch national-sozialistische Sichtweisen und Vorgehensweisen oder auch "linkslastige" bzw. sonstwie geartete Ziele und Ansichten in einer Demokratie respektieren bis zu einem gewissen Grad, das gebietet halt die Gleichberechtigung aller Menschen. Aber nur bis zu einem gewissen Grad, wenn Einzelne oder Gruppen benachteiligt werden aus nicht vernünftigen Gründen, dann ist das falsch.

Ich empfehle Ihnen, sich an Ihre zuständige Landtagsabgeordnete zu wenden, gerne auch an jemanden von den Grünen oder so. Die müssten da schon gute Kontakte haben und genau für solche Dinge ist Ihre zuständige Landtagsabgeordnete oder z.B. auch der BILDUNGS- und KULTUS-Minister des jeweiligen Landes zuständig. Dafür wählen und bezahlen wir die ja alle für teures Geld, dass sie uns helfen wo es nötig ist.

Auch ein freundliches Bittschreiben an die höchste Instanz der Walddorfschule kann nicht schaden, legen sie am besten einige Fotos, Bilder und Texte oder andere Arbeiten ihrer Kinder mit bei, das kommt immer ganz gut an. Vielleicht kann Ihnen das Jugendamt auch ein wenig "Rückenwind" geben, die tun auch viel für Kinder, obwohl man oft nur von Sorgerechtsstreitigkeiten usw. hört.

Es wäre ja auch schon ein wenig traumatisierend, wenn Bruder und Schwester hier auf versch. Schulen müssten, das zieht ja dann auch familiäre Probleme nach sich ...

Wenn gar nichts anderes mehr geht, würde ich mein Kind an Ihrer Stelle eiskalt von der Schule nehmen bzw. gegen die Schulpflicht erst einmal verstossen und den Kleinen zuhause unterrichten, Bücher und Internet sind hier gute Helfer für Eltern. Dann würde ich es auf ein juristisches Verfahren bzw. einen Streit ankommen lassen, das Gericht kann ja auch zu Ihren Gunsten entscheiden wenn der Sachverhalt es zulässt. Auch Gleichaltrige könnten mit ihrem Jungen so ne Art Lerngruppe ab und zu machen.

Und natürlich besteht auch (mit Begleitunterricht) die Möglichkeit, ihren Sohn einfach auf einer normalen Schule die ein oder andere Klasse wiederholen zu lassen bzw. in in eine Klasse mit jüngeren Mitschülern zu integrieren, wo er leistungsmäßig keinen zu großen Abstand zu anderen hat. Viele Wege führen nach Rom. Es geht ja letzten Endes erst einmal nur um das Absolvieren der Grundschule und dann zumindest das Erreichen des Qualifizierten Hauptschulabschlusses und das haben schon viel schlechtere Schüler als ihr Sohn geschafft, da müssen Sie sich nur mal umgucken in der Gesellschaft.

Auf http://www.Yocoo.de ... kann man auch Gleichgesinnte (Opfer von Walddorfschulen) finden oder eine entsprechende "Community" bzw. Interessengruppe anlegen. Vielleicht finden Sie ja da noch einige Freunde, Zuhörer und Infos. Ansonsten: Mitbürger in meiner tollen Republik werden, da dürfen Kinder die Klassen so oft wiederholen , wie sie wollen und haben ab der 4ten Klasse sogar schon ein politisches Wahlrecht. Manchmal wäre das auch in BRD gar nicht so verkehrt, wenn Kinder wählen gehen könnten ... da würde sich einiges ändern bei uns 8)

Rassismus gibt es übrigens auf der ganzen Welt und sogar im Tierreich: man hat da mal verschiedene Tierversuche durchgeführt, z.B. ein weisses Pferd (einen sog. "Schimmel") in eine Herde Pferde mit dunklem/schwarzem Fell zu integrieren. Es hat nicht funktioniert. Das andersfarbige Tier wurde von der Gruppe abgelehnt und sogar "vertrieben". Hat also auch biologische Ursachen bzw. genetische Gründe. Nachdem man dem weissen Pferd dann das Fell dunkel gefärbt hatte, es also optisch an die Herde angepasst hatte, wurde es von den anderen akzeptiert. Traurig aber wahr.

LG
Alles Gute für die Zukunft - Lasst Euch nicht unterkriegen!
Gottes Segen Euch (manchmal hilft es übrigens auch für eine Sache zu beten, wenn man nicht weiter kommt ... ;) )

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