Radikale Einladung an Kritiker, geordnete Form...

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Beitragvon moni » 8. Jan 2009 20:07

(Achtung, Satire!) Das mit dem Schlagen musste ja auch garnicht so eng sehen. Tütü schlug Öffi, Öffi mich und ich ihn. Also was solls, einmal ist keinmal.

Das muss ja wie das mit dem Geld und dem Lügen ja nur in der richtigen Verhältnismäßigkeit gesehen werden. Wenn du, anstatt ihn umzubringen, ihn nur "auf die Fresse haust", dann ist das doch schon ein relativer Fortschritt. Und wenn du als Austeiger ihm die Ohrfeige nur androhst, biste relativ besser als die Schenker.
moni
 

BILD organisiert Test u ist nicht für sowas...

Beitragvon oeffi » 9. Jan 2009 00:22

Lieber Saxwolf!

Die BILD-Zeitung organisiert diesen für mich kostenlosen Test. Und ist nach den Vorinformationen, die ich habe, nicht an sowas wie weiteren Teilnehmern interessiert...
Der Rest Deiner Argumente bzw. Vorwürfe ist mir kaum nachvollziehbar...

Mit liebem Gruß,
öfi
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Noch ein Happen bzgl. christlichem Glauben...

Beitragvon oeffi » 9. Jan 2009 00:30

Und noch ein Häppchen bzgl. christlichem Glauben...
Ich freu mich, daß ich das mal so im Zusammenhang niederschreiben kann...
War ja schon lange in mir...
Wobei ich - unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet - um Nachsicht (und bzgl. anderer Sachkundiger bitte auch um Korrektur-Lesen) bitte. Ich mußte ja ziemlich alles Wissen für den Text aus dem Kopf holen, habe keine Bibliothek etc...



„Aufklärungs-Christentum“!
Die „rationale Christologie“: Jesus als „Vernunfts-Aufklärer“, als „rationaler Liebes-Anarcho-Kommunist“, ja als „Schenker“...

Eine gewagte rationalistische Theologie eines vielleicht „verrückten“(?) Aussteiger-Theologen zu Beginn des 21. Jahrhunderts
von Öff!Öff!, dem „freischaffendem Schenker-Seelsorger“...



Diese Beschreibung Jesu und seiner Botschaft kann Euch durch Euer eigenes Wesens-Verstehen der Nächstenliebe befreien von der Fremdbestimmung und Versklavung durch alle möglichen Süchte, Verbrechen, äußeren Autoritäten und Gesetze!...
In Euch Allen kann derselbe Christus auferstehen und Euch zu gleichberechtigten Mitgliedern einer vernünftig-liebevollen Gottes-Familie machen!...
Nichts und niemand wird sich dann mehr fremdbestimmend oder ausnutzend zwischen Euch als wirklich mündig gewordene „Gotteskinder“ und Euren liebevollen und leicht verständlichen „Vater“, den Gott der Wahrheit und Liebe, stellen können!...
Nichts ist Euch dann mehr verboten, es sei denn, es ist Euch durch Euer eigenes vernünftiges Denken als Gegensatz zur Nächstenliebe erkennbar!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!...
Ihr könnt alle kirchlichen Hierarchien ebenso wie alle weltlichen Herrscher und Bosse einfach abschütteln!
Ihr seid frei und könnt Euch miteinander zusammensetzen, um im Konsens miteinander über Euer Leben und Eure Gesellschaft selbst zu bestimmen!
Ihr könnt einen radikalen „Liebes-Anarcho-Kommunismus“ verwirklichen...; ohne Egoismus und 'Vergeldtung' einander beschenken und teilen...; könnt erreichen, daß „indem Ihr teilt, Alles Allen gehört – und auch für Alle reicht“...; könnt Eure schöne Heimat in Gottes Schöpfung wiederfinden, dabei Pflanzen und Tiere als „andere Organe desselben göttlichen Weltorganismus bzw. des Leibes Gottes“ wieder umarmen...
Und könnt auch auf ganz neue Weise zärtlich und geborgen miteinander sein...

Sprengt Eure Ketten der lähmenden Unvernunft und Willensschwächung, und aller Nutznießer, die davon unrechtmäßig -und das Evangelium pervertierend!- profitieren...


***

Es wurden und werden in der Kirchengeschichte die falschen Alternativen gegenübergestellt und angeboten! Alle uns angebotenen Wahlmöglichkeiten sind durch Unvernunft und Autorität verseucht!
Wenn wir uns z.B. anschauen, um welche gegensätzlichen Auffassungen in der „Reformation“ gestritten wurde:
Luther trat der katholischen Amtskirche entgegen mit seinen energischen Grundsätzen: „Sola gratia, sola fide, sola scriptura!“ - „Allein durch die 'Gnade' (Gottes), allein durch den 'Glauben' und allein durch die 'Schrift' (die Bibel) werde der Christ (von der Sünde) befreit und erlöst -- und nicht durch (- von Luther gegenüber der von ihm „offenbarungs-autoritär“ interpretierten Bibelschrift als anmaßende Konkurrenz aufgefaßte -) menschliche Vernunft oder Traditionen; und nicht durch (– von ihm stark als Konkurrenz zum Glauben aufgefaßte -) „Werke (des Gesetzes)“...; und nicht durch (– von ihm als Gegensatz zur göttlichen Gnade aufgefaßte -) Verdienste und kirchliche Kult- und Opfer-Handlungen (wo Luther ja auch den ekelhaften „Ablaß-Handel“, quasi den kirchlichen Verkauf von „Sündenberechtigungs-Scheinen“, als hinreichend schlechtes Beispiel vor Augen hatte und angriff...)... Im Kern stand für ihn der Kreuzestod Jesu als „Freikauf-Opfer“, wodurch die daran glaubenden Christen vor dem Gericht Gottes von ihren Sünden freigesprochen seien... Wobei solcher Glaube die Menschen „in jedem Stand“ befreien würde, egal ob Soldat oder Händler oder Fürst oder Magd... Der Blick auf den äußeren Lebenswandel trat ziemlich stark in den Hintergrund, die „Bergpredigt“ Jesu (seine Beschreibung der radikalen „Gerechtigkeit des Reiches Gottes“) wurde als von Gott absichtlich uns abschreckend vorgehaltene unmögliche, überfordernde „Gerechtigkeits-Meßlatte“ aufgefaßt und zur – nicht im Wortsinne ernstgemeinten – bloßen Warnung Gottes degradiert, statt solcher Gerechtigkeits-Leistungen lieber eben auf den „Glauben an das Freikauf-Opfer Jesu“ zu bauen... Die „Nachfolge“, also die Aufforderung Jesu im Evangelium, daß seine Jünger seine Lebenspraxis nachmachen sollten, hatte kaum noch stärkere Bedeutung – und „Heilige“ und „Klöster“ wurden als falsche „Verdienst-Elite-Irrtümer“ der katholischen Kirche abgeschafft... Die Bibel wurde von Luther für das Volk in dessen verständliche Sprache übersetzt (Deutsch statt Latein) und sozusagen „die Religion unters Volk gebracht“, jedoch weitestgehend nur als „Glaubens-Überbau“ für eine als nicht so entscheidend angesehene und deshalb auch nicht so zu verändernde Lebenspraxis dieses Volkes...
So führte der neue „Reformations-Glauben“ zwar zu Kriegskoalitionen von Fürsten im Kampf um Machtbereiche und verwüstete Europa eine Zeit lang durch solche Fürsten-Kriege, aber soziale Umgestaltung der Gesellschaft im Sinne Jesu geschah kaum: wo statt Krieg unter den Herrschern mal die Armen zu den Waffen greifen wollten, um gegen ihre Ausbeuter zu kämpfen, wie in den „Bauernkriegen“ (wo ein Führer dieser Bauern, Thomas Müntzer, sogar anfangs noch auf Unterstützung durch Luther hoffte...), da wandte sich jemand wie Luther herrschaftsunterwürfig ab und forderte die Fürsten sogar noch auf: „Schlagt sie (die Bauern) tot wie räudige Hunde!“ ...
Und andere Reformatoren gelten sogar noch als Mit-Wegbereiter des „Kapitalismus“ mit seinem ungerechten Leistungs-Prinzip, wodurch Lebensqualität nach äußerer Leistung verteilt wird und es logischerweise den Schwachen schlechter geht als den Starken – in offensichtlichem Gegensatz zur Liebes-Botschaft Jesu und der liebeskommunistischen Gütergemeinschaft der ersten Christengemeinden... Teilweise wurden dabei wieder simplifizierende Auffassungen des Alten Testaments aufgegriffen, wonach man daran, wie (wirtschaftlich) gut es einem Menschen gehe, ablesen könne, wie sehr er von Gott geliebt werde – und umgekehrt daran, wie schlecht es einem Anderen gehe, ablesen könne, wie sehr er von Gott für irgendwelche Sünden gestraft werde...; eine Auffassung, die schon im Alten Testament selbst z.B. durch das Buch „Hiob“ widerlegt wird und auch im Neuen Testament von Jesus abgelehnt wird (und natürlich sonst auch „komische“ Konsequenzen für die Betrachtung seines eigenen Schicksals, der Ermordung am Kreuz, haben würde...)...
Die katholische Kirche dagegen beharrte gegenüber Luthers „sola...“ („allein durch“) auf ihrem „et – et“ („sowohl - als auch“): Auch durch die von der Kirche verwalteten „Gnadenmittel“, vor allem die sogenannten „Sakramente“ (- bei den Katholiken 7, bei den Reformatoren wurden sie auf 3 reduziert, weil die anderen Sakramente keine richtige Begründung durch die Bibel fänden... -- und dadurch, daß die „Priesterweihe“ mit zu den katholischen Sakramenten gehört, hängt ja auch der ganze hierarchische Machtapparat(!) der katholischen Kirche da mit dran-), würde die Gnade Gottes wirken, und nicht so unabhängig davon, wie die Reformatoren es sehen wollten...; und nicht nur durch den „Glauben“, sondern auch durch „gute Werke“ trage der Mensch zu seiner Annahme vor Gott bei...; und nicht nur durch „die (Bibel-)Schrift“, sondern auch durch die „Tradition“ werde die erlösende Gottesbotschaft den Menschen vermittelt – wobei „Tradition“ vor allem die Dogmen der kirchlichen Obrigkeit meint, was sich ja (später) bis zum „Unfehlbarkeits-Anspruch“ des Papstes entwickelte... Was die „Tradition“ angeht, also die Entwicklung der kirchlichen Doktrin, und die damit verbundene Vorstellung, was „gute Werke“ seien, durch die sich die Menschen vor Gott beliebt machen könnten, so war dadurch im Mittelalter aus dem Christentum schon wieder in hohem Grade eine abergläubische Zauber-Religion geworden, die von Nicht-Verstehen, Magie, Ausnutzung von Macht-Interessen, Intoleranz und Brutalität gegenüber Andersdenkenden geprägt war... Das einfache Volk verstand das Latein der Priester und der Bibel nicht, und das Reden von der „geheimnisvollen Gnadenwirkung der Sakramente“, insbesondere des „Heiligen Abendmahls“, der Messe, führte wohl zu „Blüten“ wie, daß die Menschen z.T. von einer Kirche zur Anderen liefen, um am besten mehrfach den Moment der „Wandlung“ mitzubekommen, wo der Priester die Hostie hochhebt und die Worte „Hoc est corpus meus...“ („Dies ist mein Leib...“) ausspricht – woraus dann im Volksmund das Wort „Hokuspokus“ entstand... Aberglaube also statt befreiendem Verstehen... Und wenn Abweichler von der offiziellen Lehre der Kirche auftraten, die z.T. einfach zu frühchristlichen Lebensformen zurückfinden wollten, dann wurden sie von der Kirche als gefährliche Konkurrenz empfunden und brutal verfolgt und wenn möglich ausgerottet, z.B. die „Katharer“ (woraus das Wort „Ketzer“ entstand), die „Albigenser“ und die „Waldenser“... Verständnisloser Aberglaube der Bevölkerung erleichtert natürlich das Auftreten von Klerikern als mächtige zauberkräftige „Gottesvertreter“, und fördert auch blindwütige Vorstellungen wie z.B. Hexenwahn... Eine Atmosphäre, die die Kirche dann auch ausnutzte, um unliebsame Menschen und speziell auch Frauen durch Inquisitoren und Inquisitionsgerichte zu verfolgen und brutal foltern und umzubringen zu lassen...
Der „Ablaß-Handel“, für Geld erhältliche „Sünden-Befreiungs-Scheine“, war also nur ein Ausdruck der korrupten Gestalt, welche die christliche Religion dabei angenommen hatte...
Und die eigentliche Botschaft des Evangeliums, das Leben der Nächstenliebe und die „Nachfolge Christi“, wurde ziemlich an den Rand gedrängt, fand zum Teil „ausgleichenden“ Ausdruck in „Heiligen“-Kult oder wurde hinter Klostermauern verbannt. In der katholischen Kirche gibt es z.B. die Auffassung, Jesu Bergpredigt sei nicht für alle Menschen gemeint, sondern nur „für einen engeren Kreis von Jüngern“, von denen am Anfang der Bergpredigt geschrieben ist, daß sie sich, als Jesus vor der Predigt auf einen Berg gestiegen war, um ihn versammelten... Die radikalen moralischen Forderungen wurden also entschärft, indem sie als „Elite-Moral“ für wenige Menschen beiseite geschoben wurden... (Man könnte fast mit sarkastischem Unterton sagen, daß solches An-den-Rand-Drängen dieser Liebesmoral immer noch besser ist, als es insgesamt als nicht ernst zu nehmen hinzustellen, wie bei Luther...) Es sei noch gesagt, daß das Ende der Bergpredigt lautet: „Als Jesus diese Rede beendet hatte, war DIE MENGE sehr betroffen von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie jemand, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten...“ Ehrliches Bibel-Lesen macht solches elitäre Beseiteschieben von Jesu moralischen Ansprüchen also unmöglich...(!)

Was ist bei alledem, wenn man mal von den vielen Details absieht, das entscheidende Kernproblem?
Sowohl in der katholischen Kirche wie auch bei den Reformatoren wurden an entscheidenden Stelle irrationale Grundlagen gelegt (bei den Katholiken u.a. das magische Sakramenten-Gebaren und die sogenannte „Sukzession“, die Weitergabe der priesterlichen Macht per Priesterweihe „von oben her“, mit Berufung auf die aus einer Bibel-Formulierung abgeleitete besondere Autorität des Petrus... ; bei den Reformatoren das irrationale „Glaubens“-Verständnis), wodurch man die Masse der einfachen Menschen weiter unverstehend und unmündig hielt – und wodurch sich die geistlichen und weltlichen Autoritäten und Herrscher an ihrer Willkür-Macht halten – und sie weiter mißbrauchen konnten... (Da hilft es dann auch nicht groß weiter, wenn die reformatorischen Veränderungen z.T. auch bedeuteten, daß eine Gemeinde ihren Priester demokratisch wählen kann (statt der sich gemäß Sukzessions-Prinzip selbst nachzüchtenden Kleriker-Herrscher bei den Katholiken)... Denn mal abgesehen davon, daß wirkliche Nächstenliebe vielmehr Konsens sucht statt Mehrheits-Herrschaft durchsetzt: Was helfen Mehrheiten, wenn sie von einem irrationalen Glaubensbewußtsein geleitet werden?...)
Demgegenüber hat die christliche Lehre eigentlich, wie schon in meinem Text über Jesu Haltung zu Staat, Geld und Frauen erklärt, eine ganz einfache, faszinierende rationale Schlüsselbotschaft, die den Menschen mit aller Macht vorenthalten wurde: Daß die Menschen, jeder einfache Christ, durch vernünftiges („Glaubens-“)Verstehen der Nächstenliebe fähig werden kann, sich frei und selbstbestimmt zu orientieren – ohne Unterwerfung unter menschliche, geistliche oder weltliche Autoritäten und ihre Gesetze...
Mit etwas gutem Willen lassen sich dann auch viele der Streitpunkte zwischen katholischer Kirche und Reformatoren leicht auflösen oder gerade rücken:
Die größte „Gnade“, die im Evangelium zum Ausdruck kommt, sind nicht „sakramentale Kulthandlungen“, und auch keine geheimnisvolle rational unerklärliche „Glaubens-Eingabe“, und auch nicht eine mythologische Auffassung von „Jenseits-Rechnungs-Begleichung“ durch das „Menschenopfer Jesus“ für einen rach- und vergeltungs-süchtigen Gott (wozu schon Gandhi richtig kritisierte, solche Christen wollten nicht von den Sünden, sondern von der Strafe dafür befreit werden...), sondern die „Geburt Gottes im Menschen“, bzgl. der konkreten Gestalt Jesus, aber dann noch mehr: in jedem Menschen, der verstehend an die göttliche Nächstenliebe zu glauben bereit ist... (Siehe die Paulus-Worte: Durch das Christ-Werden „lebe nicht mehr ich, sondern Christus in mir.“) Und diese „Gnade“ meint dann eine ganzheitliche Lebens-Wandlung des Menschen: seine innere Persönlichkeit verschmilzt mit Christus bzw. Gott, und er lebt umfassend gemäß der Liebe bzw. Nachfolge Christi... (Man könnte das „existentielle Christologie“ nennen, wie es ein „alternativer“ Theologe wohl auch schon mal genannt hat...)
Auf diese Weise ist die verstehende Glaubens-Einsicht so etwas wie die „Wurzel“, aus welcher die Nachfolge-Lebenspraxis bzw. die „guten Werke“ automatisch bzw., besser gesagt, „organisch“ erwachsen... Und „Eins kann nicht ohne das Andere sein“... „Glaube ohne Werke ist tot!“, wie es im Jakobusbrief heißt... Aber es ist eigentlich m.E. schon ein wesentliches Mißverständnis der Aussagen von Paulus in seinen Briefen, wenn man seine Gegenüberstellung von „Glauben“ und „Gesetzes-Werken“ als Gegenüberstellung von „Glauben“ und „Werken“ versteht im Sinne eines Glaubens ohne oder statt Gutes-Tun. Dagegen verwahrt sich Paulus. Ich bin sicher, er würde der Beschreibung als „organischem Zusammenhang“ zustimmen... Es geht ihm vielmehr entscheidend um den Gegensatz zwischen „Glauben“ und „Gesetz“, also um die Freiheit des Christen durch vernünftig verstehenden Glauben von allen äußeren Gesetzes-Vorschriften und Autoritäten! Weil sein inneres Wesen Christus bzw. die Nächstenliebe geworden ist, ist dem Christen alles erlaubt und tut er dabei nur das Gute...
Und die entscheidende Erkenntnisbasis ist weder die „Schrift“ noch die „Tradition“, was Beides Formen von „Autoritäts-Glauben“ wären, sondern die entscheidende Erkenntnisbasis ist, wie Paulus zu Anfang des Römerbriefs erläutert, die in der Natur aller Menschen angelegte Fähigkeit, durch das Gewissen und „die Gedanken, die miteinander streiten“ das Wesentliche von Gott und seinem Willen (die Nächstenliebe) erkennen zu können! Sogar ohne von Christus irgendetwas gehört zu haben! Auf die Weise „kann der Mensch sich selbst dieses moralische Gesetz sein“ bzw. „hat es auf seinem Herzen geschrieben“... Und deshalb sind auch alle Menschen gleichermaßen als verantwortlich (vor Gott) anzusehen, ob sie nun von Jesus etwas gehört haben oder nicht...
Daß es Paulus nicht um Autoritäts-Glauben gehen kann, kann man auch daran sehen, daß er im Galater-Brief seinen Lesern sagt:“Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.“ Würde auf Autorität hin geglaubt, warum sollte dieselbe Autorität es nicht auch wieder verändern können – oder gar ein Engel vom Himmel? Wer aber Glauben als sein verstehendes göttliches Wesen entdeckt hat, ist durch noch so beeindruckende äußere Beeinflussungs-Versuche nicht mehr davon wegzukorrrumpieren...
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Beitragvon Gast » 9. Jan 2009 00:33

Lieber Saxwolf!

Die BILD-Zeitung organisiert diesen für mich kostenlosen Test. Und ist nach den Vorinformationen, die ich habe, nicht an sowas wie weiteren Teilnehmern interessiert...
Der Rest Deiner Argumente bzw. Vorwürfe ist mir kaum nachvollziehbar...

Mit liebem Gruß,


Die Bild ist bestimmt interessiert , nur du willst es nicht....

Das meine Argumente dir nicht nachvollziehbar sind, willst du mir nur weis machen, du hast sie wohl verstanden, kannst aber nicht antworten, weil du vieles eigestehen müsstest, was du ja nicht willst.

Spiel ruhig weiter den Lügenbaron und die Reportage heute bei Sat.1 hast wieder fein vorgespielt....

Warum hast ihnen nicht deinen Platz im Keller von der lustigen Pfanne gezeigt und dein PC?

War dir wohl zu peinlich, wie???
Gast
 

Ihr wißt viel und denkt gut...

Beitragvon oeffi » 11. Jan 2009 02:00

Bist Du der vorhergehende "Gast", Saxwolf? Hört sich ja so an...

Ich staune immer, was Du/Ihr Alles so wißt...
Und daß Ihr im Zweifelsfalle immer so positiv vom Anderen bzw. jedenfalls von mir denkt, ist auch beeindruckend...

Seit ich den Heizungsraum als "besteckdosten" Arbeitsraum z.T. mitnutzen darf, habe ich mich meines Wissens mit jedem Medien-Team, was zu mir kam, genau an diesem Ort als Treffpunkt verabredet und ihnen diese tolle Gelegenheit voll offengelegt... :)
Und es ist ja auch nix Inkonsequentes dran... Ob Ihr nun jubelt oder stänkert...
Und die Medien zeigen halt, was sie zeigen wollen... Auch von dem, was sie zeigen, habe ich m.E. für meine Ansprüche genug Reales zu bieten...
Aber ich nenne mich ja auch schon nur noch ganz bescheiden einen "Waldmenschen-Anfänger" - und beschreibe dann die Realität: 90% Sammler-Natur-Nahrung, selbstgebaute Jurte (bzw. jetzt im Winter nachts draußen liegen), viel handgemachte Kleidung, Zähne mit Zange und Seitenschneider selbst zerbröckelt usw... Ich kann als "Schenker" dann (- als Konsequenz, nicht Inkonsequenz! - lebt doch bitteschön auch nur durch Austausch von Geschenken! -) geschenkt irgenwo nen bestromten Arbeitsraum benutzen... (z.B. für sinnvolle Buch-schreib-Arbeit...)

Und daß ich seit Ewigkeiten offen auch vor den Medien dazu stehe, Handy und Notebook zu verwenden, ist doch nun wirklich auch bekannt... Die Leute von den Medien kommunizieren mit mir auf diese Weise(!!!)...

Wem könnte da langsam mal was peinlich werden?

Mit liebem Gruß,
Euer öfi

PS: Deine Argumentation mit dem "Wenn du von Argumenten hier abhängig machst .... verlogenster und gefühlstotester Mensch... Dann ich menschlicher als Du..." müßtest Du mir genauer erläutern, weil ich mir keine Antworten zurechtspekulieren möchte...
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Ergänzung zu Christentums-Text...

Beitragvon oeffi » 11. Jan 2009 02:28

Und ich hab wieder was Anspruchsvolles (hoff ich zumindest, hätte gern andere Theologen als Korrektur-Leser...)... Ich hab den Endabschnitt des letzten Christentums-Text-"Häppchens" erweitert:



Was ist bei alledem, wenn man mal von den vielen Details absieht, das entscheidende Kernproblem?
Sowohl in der katholischen Kirche wie auch bei den Reformatoren wurden an entscheidenden Stelle irrationale Grundlagen gelegt (bei den Katholiken u.a. das magische Sakramenten-Gebaren und die sogenannte „Sukzession“, die Weitergabe der priesterlichen und bischöflichen Macht per Handauflegungs-Weihe „von oben her“, u.a. mit Berufung auf die aus einer Bibel-Formulierung abgeleitete besondere Autorität des Petrus... ; bei den Reformatoren insbesondere das irrationale „(Gnaden-)Glaubens“-Verständnis...), wodurch man die Masse der einfachen Menschen weiter unverstehend und unmündig hielt – und wodurch sich die geistlichen und weltlichen Autoritäten und Herrscher an ihrer Willkür-Macht halten – und sie weiter mißbrauchen konnten... (Da hilft es dann auch nicht groß weiter, wenn die reformatorischen Veränderungen z.T. auch bedeuteten, daß eine Gemeinde ihren Priester demokratisch wählen kann (statt der sich gemäß “Sukzessions”-Prinzip “selbst nachzüchtenden” Kleriker-Herrscher bei den Katholiken)... Denn mal abgesehen davon, daß wirkliche Nächstenliebe vielmehr Konsens sucht (wie es in den frühen Christengemeinden wohl als Gegengewicht zu Autoritäts- oder Amts-Funktionen recht stark vorhanden war...), statt Mehrheits-Herrschaft durchzusetzen: Was helfen Mehrheiten, wenn sie von einem irrationalen Glaubensbewußtsein geleitet werden?...)
Demgegenüber hat die christliche Lehre eigentlich, wie schon in meinem Text über Jesu Haltung zu Staat, Geld und Frauen erklärt, eine ganz einfache, faszinierende rationale Schlüsselbotschaft, die den Menschen mit aller Macht vorenthalten wurde: Daß die Menschen, jeder einfache Christ, durch vernünftiges („Glaubens-“)Verstehen der Nächstenliebe fähig werden kann, sich frei und selbstbestimmt zu orientieren – ohne Unterwerfung unter menschliche, geistliche oder weltliche Autoritäten und ihre Gesetze...
Mit etwas gutem Willen lassen sich dann auch viele der Streitpunkte zwischen katholischer Kirche und Reformatoren leicht auflösen oder gerade rücken, aber nicht im Sinne einer der beiden Positionen, sondern als eine ganz andere, neue, revolutionäre Position, die ich hier “Aufklärungs-Christentum” nenne:
Die größte „Gnade“, die im Evangelium zum Ausdruck kommt, sind nicht „sakramentale Kulthandlungen“, und auch keine geheimnisvolle rational unerklärliche „Glaubens-Eingabe“ (als “Gnadengeschenk Gottes ohne menschliche (Ratio-)Leistung”), und auch nicht eine mythologische Auffassung von „Jenseits-Rechnungs-Begleichung“ durch das „stellvertretende Menschenopfer Jesus am Kreuz“ für einen zumindest diesbezüglich offenbar rach- und vergeltungs-süchtig interpretierten Gott (wozu schon Gandhi richtig kritisierte, so interpretierende Christen wollten nicht von den Sünden, sondern nur von der Strafe dafür befreit werden...)... Und Luther hatte wohl -unter der Bezeichnung “solus christus”- als Zentrum seiner Vorstellungen eine dazu ähnliche (mir) geheimnisvoll unverständliche Auffassung, daß dem Menschen durch die alles entscheidende Annahme Christi als “Stellvertretungs-Erlöser” dann -ohne menschliche Mitwirkung (auch seines natürlichen Verstandes)- der (offensichtlich geheimnisvoll offenbarungsmäßig aufgefaßte) “Glaube” an die (Bibel-)Schrift geschenkt werde, was dem Menschen -wiederum ohne menschliche Mitwirkung durch Werke- das Seelenheil bedeute...
Die größte “Gnade”, die im Evangelium ausgedrückt wird, ist doch eindeutig vielmehr die „Geburt Gottes im Menschen“, bzgl. der konkreten Gestalt Jesus, aber dann noch mehr: in jedem Menschen, der verstehend an die göttliche Nächstenliebe zu glauben bereit ist (als sogenannte “Neugeburt aus dem Geist”)... (Siehe auch die Paulus-Worte: Durch das Christ-Werden „lebe nicht mehr ich, sondern Christus in mir.“)
So wie die ursprünglichste und elementarste Gnade Gottes zu Beginn der Schöpfung die Erschaffung des Menschen als “gottebenbildliches” Wesen war, so ist die Gnaden-Wirkung von Christus sozusagen eine “Wiederbelebung” dieser “Gottebenbildlichkeit” in uns Menschen: Ein Symbol dafür, daß der Mensch durch die Glaubens-Einsicht und “Nachfolge”-Lebens-Hingabe tatsächlich auch entgegen seiner Fehler- und Sündhaftigkeit zum “gottebendbildlichen” bzw. gottgefälligen, Gottes Willen erfüllenden, Leben fähig wird... Und diese „Gnade“ meint dann eine “ganzheitliche Lebens-Wandlung” des Menschen: seine innere Persönlichkeit verschmilzt mit Christus bzw. Gott, und er lebt umfassend gemäß der Liebe bzw. “Nachfolge Christi”... (Man könnte das „existentielle Christologie“ nennen, ein Begriff, den irgendein „alternativer“ Theologe wohl auch schon mal verwendet hat, ich weiß aber nicht, ob in selber Bedeutung...) Und die Ganzheitlichkeit reicht auch noch in den sozialen Zusammenhang: Denn der einzelne Christ ist dadurch sozusagen eine Keimzelle des “Reiches Gottes auf Erden”... (Siehe das “Vater-unser”: “Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden...)
Auf diese Weise ist die verstehende Glaubens-Einsicht so etwas wie die „Wurzel“, aus welcher die “Nachfolge”-Lebenspraxis bzw. die „guten Werke“ automatisch bzw., besser gesagt, „organisch“ erwachsen... Und „Eins kann nicht ohne das Andere sein“... „Glaube ohne Werke ist tot!“, wie es im Jakobusbrief heißt...
Aber es ist eigentlich m.E. schon ein wesentliches Mißverständnis der Aussagen von Paulus in seinen Briefen, wenn man seine Gegenüberstellung von „Glauben“ und „Gesetzes-Werken“ als Gegenüberstellung von „Glauben“ und „Werken“ versteht im Sinne eines Glaubens ohne oder statt Geistes- und Willens-Anstrengung beim Gutes-Tun. Dagegen verwahrt sich Paulus auch direkt. Ich bin sicher, er würde der Beschreibung als „organischem Zusammenhang“ zustimmen... Denn es ist zwar richtig zu sagen: “Was hast du, Mensch, was du nicht bekommen hättest?” D.h., es ist richtig, Alles, was wir sind und haben, als Geschenk Gottes anzusehen. Aber gerade dann kann man “Gnade” nicht als einen Gegenpol auf der einen Seite der menschlichen natürlichen Leistungsfähigkeit bzw. realen Leistung durch Vernunft, Willen und Handlung auf einer anderen Seite entgegensetzen, sondern man muß diese natürliche Leistungsfähigkeit als Hauptform(!) der Gnade (“Menschwerdung Gottes”) anerkennen und hochschätzen!
Man würde sonst der Gnade Gottes sozusagen ihre Hauptgaben vorenthalten und zerstören wollen! Indem Luther die “Natur” nicht als “Hauptgnade” annimmt, lähmt oder zerstört er wieder das greifbar mögliche “befreiende 'Natürliche Göttliche Licht'” im Menschen und hält ihn in irrationaler, schwacher und manipulierbarer Formbarkeit und Unterwerfbarkeit!
Es geht Paulus bei der Gegenüberstellung von “Glauben” und “Gesetzes-Werken” vielmehr entscheidend um den Gegensatz zwischen „Glauben“ und „Gesetz“, also um die Freiheit bzw. Befreiung des Christen durch vernünftig verstehenden Glauben von allen äußeren Gesetzes-Vorschriften und Autoritäten! Weil sein inneres Wesen Christus bzw. die Nächstenliebe geworden ist, ist dem Christen alles erlaubt und tut er dabei nur das Gute...
Und die entscheidende Erkenntnisbasis ist dementsprechend weder die „Schrift“ noch die „Tradition“, was Beides Formen von „Autoritäts-Glauben“ wären, sondern die entscheidende Erkenntnisbasis ist, wie Paulus zu Anfang des Römerbriefs erläutert, die in der Natur aller Menschen angelegte Fähigkeit, durch das Gewissen und „die Gedanken, die miteinander streiten“ das Wesentliche von Gott und seinem Willen (die Nächstenliebe) erkennen zu können! “Sogar ohne von Christus irgendetwas gehört zu haben!” Auf die Weise „kann der Mensch sich selbst dieses moralische Gesetz sein“ bzw. „hat es auf seinem Herzen geschrieben“... Und deshalb sind auch alle Menschen gleichermaßen als verantwortlich (vor Gott) anzusehen, ob sie nun von Jesus etwas gehört haben oder nicht...
Daß es Paulus nicht um Autoritäts-Glauben gehen kann, kann man auch daran sehen, daß er im Galater-Brief seinen Lesern sagt:“Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.“ Würde auf Autorität hin geglaubt, warum sollte dieselbe Autorität es nicht auch wieder verändern können – oder gar ein Engel vom Himmel? Wer aber Glauben als sein verstehendes göttliches Wesen entdeckt hat, ist durch noch so beeindruckende äußere Beeinflussungs-Versuche nicht mehr davon wegzukorrrumpieren...
Schon zu meinen Studienzeiten war ich äußerst erstaunt und bestürzt darüber, wie sehr die Studenten und Dozenten um mich herum (oft sogar aktiv!) bereit waren, irgendwelche äußeren oder formalen Aspekte der Bibel-Aussagen wieder zu einer “formalistischen” Begründung für Autoritäts-Unterwerfung und “Mitfunktionieren” zu machen. Statt die dort doch offensichtlich angebotene große geistige Freiheit mit Freude anzunehmen und die Seele damit kreativ “losspurten” zu lassen!
Z.B. ist Jesu Ablehnung, daß Menschen ihm als Autorität blind hinterherrennen, sehr offensichtlich: So sagt er Jüngern des Johannes, die fragen, ob er der versprochene Messias sei, sie sollten doch schauen, was er tue und sage, und sich selbst ein Urteil daraus bilden! An anderer Stelle sagt er: “Ihr schaut zum Himmel, und wenn da entsprechende Wolken sind, sagt ihr, es werde regnen...; warum beurteilt ihr nicht aus euch selbst heraus, was recht ist?!”
Er will nicht, daß man an ihn wegen seiner “Wunder” glaubt, sondern (die Wunder als Zeichen bzw. Veranschaulichung für Inhalte nehmend) aus Verstehen, wie er deutlich sagt...
Am Ende der Bergpredigt begründet er den Geltungsanspruch des Gesagten, indem er quasi in der Tradition der alttestamentarischen “Weisheitsliteratur” sagt, wer seine Worte höre und danach handle, gleiche einem vernünftigen Menschen, der sein Haus auf Fels baue, und wer es nicht tue, einem unvernünftigen Menschen, der sein Haus auf Sand baue... (Übrigens sagt er kurz zuvor dort auch -was Luther wohl nicht ausreichend wahrgenommen hat-, daß es nicht entscheidend auf Worte und Bekenntnisse zu ihm ankomme, sondern darauf, den Willen seines himmlischen Vaters zu tun (was dem “Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit” entspricht, die er vorher beschrieb)...)
Im Johannes-Evangelium sagt er mal zu seinen Jüngern: “Ich nenne euch nicht mehr Knechte, sondern Freunde... Denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut...; ich aber habe euch alles erklärt, was Gott von euch will...”...
Usw...
Wie leichtfertig Autoritäts-Formalismen anstelle der großen kritischen Vernunft-Freiheit bevorzugt werden, kann man z.B. anhand einer Bibel-Stelle veranschaulichen, die später in der katholischen Kirche für die sogenannte “apostolische Sukzession” und den “Primat des Papstes” ein großes Gewicht zugesprochen bekam: d.h. für die behauptete Machtlegitimation der “geweihten” Kleriker, Priester und besonders Bischöfe, und dann nochmal insbesondere für den Papst (sein behauptetes “Primat”), indem sie in Form kontinuierlicher “Weihe durch Handauflegung” in einer Linie bis zu den Aposteln bzw. insbesondere dem “Haupt-Apostel” Petrus stünden... (Obwohl in der Bibel weder ein Auftrag Jesu, daß die Apostel so durch Handauflegung “Amtsfortsetzung” durchführen sollten, erkennbar ist, noch eine geschichtliche Kontinuität in der behaupteten Form nachweisbar ist, und nach unserem Kenntnisstand in den frühen Christengemeinden auch eher beachtlich konsensuale Strukturen vorkamen...)
Die Stelle ist im Matthäus-Evangelium, 16, 13-28, wo Jesus seine Jünger erst fragt, für wen ihn die Leute halten und Petrus darauf antwortet: “Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!” Jesus sagt darauf zu ihm: “Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.” Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, daß er der Messias sei...
Das klingt natürlich schon nach einer eventuell besonderen “Amts-Einsetzung” für Petrus...
Jedoch lauten die dann folgenden Verse (- und ich weiß nicht, ob die Interpreten der “Amtsvollmacht” das nicht gelesen haben...-): Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: “Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!” Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: “Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.” Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: “Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen...”
Klingt das noch nach einer “Blankovollmacht” für Petrus, weil er halt die Person Petrus ist? Wer wird der “Fels” sein, auf den Jesus seine Kirche bauen wird? Petrus als besondere Person --- oder Petrus als Beispiel für einen (jeden) Menschen, der nach Gottes Sicht und Willen zu gehen bereit ist (Petrus Beispiel 1, bei der Messiasfrage) im Unterschied zu Petrus als Beispiel für einen Menschen, der nach irdischen bzw. Überlebens-Interessen geht statt nach dem Willen Gottes, der radikalen Nachfolge (Petrus Beispiel 2, bei der Kreuzesfrage)? Ist nicht Petrus als Einzelperson nur ein Veranschaulichungs-Exemplar für die entscheidende Alternative, vor der wir Menschen für die Erlösung stehen?!... Aber die Auffassung einer formalistischen Amtsvollmacht und formalen Handauflegungs-Weitergabe ging durch die Menschheits-Geschichte bis zum heutigen Unfehlbarkeitsanspruch des Papstes... Und lebt der Papst heute eher die Kreuzesnachfolge oder hat er eher einen guten Teil Macht und Besitz in dieser Welt gewonnen?...
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Beitragvon oeffi » 14. Jan 2009 22:42

Hallöchen Öfi! LIEBER LANGOSCH, ICH SCHREIBE WIEDER DAZWISCHEN...

Nun hast Du mich mit Deinen Grundsatztexten beschäftigt, doch der wichtigen Fragen bedarf es noch einer zielgerichteten Antwort.

( - ) = Zitat Öfi, ( *** ) = Antwort Langosch

- Schenker-Bewegung akzeptiert Vernunft (1) als höchsten Wert. Möglichst logisches (2), stimmiges (3) und folgerichtiges Denken bzgl. dessen, was im Ganzen Sinn (5) macht...

*** Religiöser Glauben ist 1. unvernünftig, 2. unlogisch, 3. unstimmig, 4. macht durch folgerichtiges Denken (4) keinen ganzen Sinn(5).
Und Du als Oberschenker zelebrierst den christlichen Glauben mit einem Gott als Schöpfer allem. Was für ein Widerspruch?
Es wäre vergleichbar, als wenn Hitler Juden tötet und den Rassenhass ächtet.

Daher meine Frage Nr. 1: Wie kann jemand Du, logisches, stimmiges und folgerichtiges Denken mit ganzheitlicher Sinngebung herbeiwünschen, wenn sein Glaube genau dem widerspricht?
AUS MEINER SICHT (SIEHE MEINE CHRISTENTUMS-TEXTE IM SCHENKER-FORUM) IST DAS CHRISTENTUM EINE „VERNUNFT-RELIGION“. WENN AUCH MIT UNAUSGEGORENHEITEN... ABER SONST HÄTTE ICH JA SB NICHT MEHR GRÜNDEN MÜSSEN... LANGOSCH, ES GEHT DOCH UM VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT, NICHT NUR SCHWARZ-WEISS...
---

- So kann man sicher sagen, daß „Religion“ in unserer heutigen Welt eine größere „allgemeine Nachvollziehbarkeit“ für sich in Anspruch nehmen kann als „Nicht-Religion“, weil die Mehrheit der Menschen religiös ist...

*** Genau genommen sind über 90% der Erdbevölkerung religiös. Dies muss aber nicht bedeuten, dass ihre Ansichten und das was sie anbeten wahr ist!

Frage Nr. 2: Aus welchen Gründen zieht es die Menschen hin zu einem religiösen Glauben?
WEGEN SUCHE NACH EINER UMFASSENDEN SINNORIENTIERUNG, AUS MEINER SICHT...

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- Und die Tatsache, daß die exakte Naturwissenschaft so etwas wie „religiöse Offenbarung“ nicht messen kann, heißt -wie erläutert- eben nicht, daß es sowas nicht geben kann oder man es betreffenden Menschen einfach absprechen dürfte...

*** Ein wissenschaftlicher Nichtnachweis als Umkehrschluss für seine Existenz zu gebrauchen ist eben Religion. Es ist so und basta! Jeder Quacksalber kann heute irgendeine Spinnerei verkünden und behaupten: Wer mir nicht das Gegenteil beweisen kann, muss meine Behauptung als wahr anerkennen!
Dies ist in jeder Religion der Fall und dieses Fundament ist so was von schwammig.
Daher meine Frage Nr. 3: Existieren folgende Dinge: Russels Teekanne, das fliegende Spaghettimonster, das rosarote unsichtbare Einhorn, Schniedelwutztraja, nur weil keiner dessen Nichtexistenz beweisen kann?
ICH HABE KEINE UMKEHRSCHLUSSBEHAUPTUNG GEMACHT! ICH HABE NUR GESAGT, MAN KANN NICHT SAGEN, DASS ES DAS NICHT GIBT. UND DAMIT SOLLTE MAN RESPEKTVOLL UMGEHEN...

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- ... vernünftigerWissenschaft eine neue, unzulässig dogmatische und sektiererische „Ersatz-Religion“ aus der Wissenschaft machen...

*** Du irrst, denn die Wissenschaft ist keine Religion und wird es auch nie werden. Denn sie ist nur das Instrument, die verschiedenen Glaubenstheorien wie beispielsweise die darwinistische Abstammungstheorie oder alle abrahamischen Schöpfungslehren ( Christentum, Judentum, Islam ) auf deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Und da schneiden die drei Abrahamischen verheerend schlecht ab, ganz im Gegensatz zur Darwinistischen.
Frage Nr. 4: Willst Du meiner gerade getätigte Aussage widersprechen?
ICH HALTE DIE BIBLISCHEN SCHÖPFUNGSLEHREN FÜR BILDLICH ZU INTERPRETIEREN... DIE EVOLUTIONSTHEORIE HAT M.E. MEHR WISSENSCHAFTLICHE ANHALTSPUNKTE FÜR SICH...
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- “Es gibt viel zwischen Himmel und Erde, was die Schulweisheit (noch) nicht begreifen kann!“
*** Das ist es ja, je mehr man erforscht und erkennt, je ungläubiger wird die Welt. Glauben geht über in Wissen! Und so schafft Wissenschaft Wissen und muss nicht mehr nur „Glauben“!

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- Vernunft fordert an solchen Stellen Verzicht auf dogmatische Ideologie und Intoleranz, lieber „Freidenker Langosch“! Wir werden bestimmt keine ausreichend friedliche, tolerante und gerechte Welt hinbekommen, wenn wir weitermachen mit „Kriegserklärungen“ wie zwischen religiösen und nicht-religiösen Menschen!!!

*** Die meist praktizierten Kriegserklärungen gibt es zwischen religiösen und religiösen Menschen!
DIE FEHLER DER ANDEREN SIND KEINE BEGRÜNDUNG, SELBST WELCHE ZU MACHEN, WIE KRIEGSERKLÄRUNG ZWISCHEN RELIGIÖSEN UND NICHT-RELIGIÖSEN MENSCHEN...
Und so lange es verschiedene monotheistische dogmatische Glaubenslehren gibt, so lange werden Kriegserklärungen diese Erde zieren. Ich kämpfe schon lange für einen Verzicht dogmatischer Ideologien. Wenn ich behaupte, fast kein Christ lässt nur ein Mösenhaar ( sorry ) Luft an seine dogmatische fundamentalistische Glaubenslehre, dann kann ich dies anhand 100fach mit Hilfe christlicher Mailkontakte belegen. Es ist ein Katzenjammer, wie Sturheit und Uneinsichtigkeit diese Welt im Griff haben!
Im Gegensatz zu Christen bin ich immer offen, meine Meinung zu ändern, wenn konstruktives Wissen übermittelt werden würde. Stattdessen heißt es: Das musst Du einfach so glauben und akzeptieren. Hinterfragen ist strengstens verboten!
LIEBER LANGOSCH, DU MAGST BISHER JA VIELE SCHLECHTE ERFAHRUNGEN GEMACHT HABEN.
ICH SEHE ABER, DASS DIE – NACH SB NATÜRLICH - WELTWEIT RADIKALSTEN PRAKTISCHEN ALTERNATIV-BEWEGUNGEN, DIE ICH KENNE, DIE „CATHOLIC-WORKER-BEWEGUNG“ IN DEN USA, UND DIE „GANDHI-NACHFOLGE-BEWEGUNG“ (HIER IN EUROPA VERTRETEN DURCH DIE SICH ALLERDINGS IMMER MEHR MÄSSIGENDE „ARCHE“-BEWEGUND VON LANZA) IN HOHEM GRADE VON CHRISTEN MITGETRAGEN WERDEN! DAS SIND MENSCHEN, DIE ENTWEDER IM SINNE RADIKALER SOZIALARBEIT MIT JEDEM BEDÜRFTIGEN VON DER STRASSE SEHR BEDINGUNGSLOS TEILEN UND ZUSAMMENLEBEN ODER SICH AUF DEM LANDE AN SELBSTVERSORGUNG ERPROBEN, UND DIE IN „EXISTENTIELLEN GEMEINSCHAFTEN“ (MIT KONSENS-ENTSCHEIDUNGEN UND GÜTERGEMEINSCHAFT) ZUSAMMENLEBEN MIT MENSCHEN DER VERSCHIEDENSTEN RELIGIONEN UND AUCH MIT ATHEISTEN! DABEI GILT ZWISCHEN IHNEN DIE REGEL, DASS SIE GERN MITEINANDER FREUNDLICH UND SACHLICH DISKUTIEREN KÖNNEN, ABER KEINE STREITGESPRÄCHE WOLLEN... LANGOSCH, DAS IST VORGELEBTER „EINIGUNGS-NENNER-FRIEDEN“...
UND DA IST ES SEHR UNPASSEND, WENN MAN SICH VOR DIE LEUTE HINSTELLEN WOLLTE, UM IHNEN ZU ERZÄHLEN, DASS SIE DAS EIGENTLICH GAR NICHT KÖNNEN DÜRFTEN, WEIL SIE EINE MONOTHEISTISCHE RELIGION HABEN -- WÄHREND MAN SELBST AN ALTERNATIV-ENGAGEMENT UND EINIGUNGS-NENNER-EXPERIMENT VIEL WENIGER PRAKTIZIERT...
ICH LADE DICH EIN, KOMM MIT MIR AUCH EIN DERARTIGES ALTERNATIV-EXPERIMENT MACHEN, SO DASS WIR DEN MENSCHEN RICHTIG WAS VORWÄRTSBRINGENDES ZEIGEN KÖNNEN... SB IST M.E. DER BESTE RAHMEN FÜR SOLCHE EXPERIMENTE BZW. DEMONSTRATIONEN...

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- Ich bin bei alledem in erster Linie „Rationalist“. Vernunft ist mein höchster Wert...
*** Es gibt keine christlichen Rationalisten mit Vernunft an der Stelle des höchsten Wertes!
Religion und Glaube ist reine Unvernunft und Irrrationalität.
DAS IST JETZT UNZULÄSSIGER DOGMATISMUS VON DIR! WIR HATTEN EBEN: WISSENSCHAFTLICHER NICHTNACHWEIS VON NICHT-EXISTENZ IST ZWAR KEIN BEWEIS FÜR EXISTENZ (UMKEHRSCHLUSS), ABER ALS NICHTNACHWEIS DESHALB TROTZDEM ERNSTZUNEHMEN... ALSO LÄSST MAN ES OFFEN UND SAGT NICHT „IRRATIONALITÄT“ DAZU...

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- Aber Du, lieber Langosch, hast schon bei der Betrachtung der „Schenker-Grundsatz-Texte“ nicht genau genug hingeschaut: Deine Zitate stammen aus dem Grundsatz-Text von „Frieden“, was der selbstgegebene Name eines anderen (Ex-)Schenkers ist. Mein Grundsatz-Text ist der „Öm-Text“, ein anderer Text aus der Sammlung! Und der ist ohne Bindung an eine religiöse Tradition geschrieben, und läßt ausdrücklich für den „Schenker-Einigungs-Nenner“ die Frage offen, ob man religiös ist oder nicht...

*** Wie dem auch seih, wo ist der Unterschied in der religiösen Einstellung? Hier Zitate aus „DEINEM“ Öm-Text:

·  (Gott der) Gewissens-Wahrheit: Lebendige Einheit der Welt.
·  Sich-Identifizieren mit der Welt (und mit Gott).
·  Was ist der Zusammenhang von (Gott), Gewissen und Allgemeinwohl?
·  Das Gemeinte kann man sich wohl am besten veranschaulichen, indem man sich die ganze Welt als „lebendige Einheit“ – gleichsam als den „Leib Gottes“ – vorstellt.
·  Ob man es also als religiöse Hoffnung auf die lebendige Einheit der Welt (in Gott) beschreibt oder
·  Die Sinneswahrnehmungen können wohl das Denken nicht richtig erfassen, weil es die Messung in Raum und Zeit übersteigt; und die Logik kann „Gott“ wohl nicht richtig begreifen, welcher „alle Widersprüche in sich aufhebt“...

Dieser Text ist gleichwohl an eine religiöse Bindung mit Gott geschrieben, wie man unmissverständlich nachlesen kann. Du glaubst an einen Schöpfer, der als „Gott“ die Welt und alles darauf erschaffen hat. Richtig?
DER TEXT IST NICHT MIT RELIGIÖSER BINDUNG GESCHRIEBEN (SIEHE DIE KLAMMERN)! UND DAS ANDERE SIND A) EIN ANGEBOT EINER BILDHAFTEN VERANSCHAULICHUNG („LEIB GOTTES“), UND B) EIN BEISPIEL VON BEDEUTUNG, AN WELCHEM DIE LOGISCHEN KATEGORIEN IHRE GRENZE FINDEN (MIT MÖGLICHER OFFENLASSUNG, OB DIE BEDEUTUNG ETWAS EXISTENTES BESAGT ODER NICHT)... DAS OFFENLASSEN, OB RELIGIÖS ODER NICHT, IST SOGAR EINE WICHTIGE EINIGUNGS-NENNER-AUSSAGE DES ÖM-TEXTES...

Ich Frage dich daher gezielt, um Klarheit zu schaffen.
Frage Nr. 5: Glaubst Du an Jesus Christus und seinem Vater, dem Gott der Bibel?

JA, IN EINEM RATIONALEN UND Z.T. AUCH ENTSPRECHEND RELATIVIERENDEN SINNE...

Frage Nr. 6: Wenn nicht, hältst Du diese für unrealistisch und bist von dessen Nichtexistenz überzeugt?

NEIN, WENNGLEICH ES GAR NICHT DEN ENTSCHEIDENDEN UNTERSCHIED FÜR MICH MACHEN WÜRDE. ICH WÜRDE AUCH EINFACH AUS „SPIRITUELLEM PRAGMATISMUS“ AN GOTT GLAUBEN: SOZUSAGEN: VERNUNFT, GEWISSEN UND ALLGEMEINWOHL SIND MEINE WESENSPRÄGUNG, DER ICH SOWIESO FOLGEN MUSS. DER GLAUBE AN DEN GOTT DER WAHRHEIT UND LIEBE IST DANN SO ETWAS WIE EINE HOFFNUNG, DASS ICH MIT DIESEM INNEREN PROGRAMM NICHT FALSCH PROGRAMMIERT BIN, SONDERN AM ENDE IN EINER SINNWIRKLICHKEIT LANDE. (SIEHE IN DER PHILOSOPHIE DIE „PASCAL'SCHE WETTE“...)

Und ob Schenker nun religiös sind oder nicht, spielt hierbei für mich keine Rolle. Nur ob Öfi, der Repräsentant der Schenkerbewegung einen religiösen Glauben vertritt, möchte ich genau wissen, denn darauf baut sich alles weitere auf.
NEIN, DAS IST IN SB NICHT SO, WEIL ICH ODER ANDERE SCHENKER NICHT IHRE PERSÖNLICHEN EINZELMEINUNGEN ZU VERALLGEMEINERN HABEN, SONDERN NUR DARAUF ZU ACHTEN HABEN, DASS ES KEINE „ABSICHTLICHEN WESENTLICHEN WIDERSPRÜCHE ZU DEN SCHENKER-EINIGUNGSNENNER-IDEALEN“ GIBT... BITTE VERZICHTE AUCH DU AUF UNZULÄSSIGES VERALLGEMEINERN!

---

- ... wo man die “Dualität” als Eigenschaft der Wirklichkeit anerkennt, besagt das ja noch gar nichts darüber, welches Verhältnis zwischen den “konträren Polen” als richtig oder sinnvoll angesehen werden kann... dann können wir z.B. sagen: das Verhältnis zwischen Vernunft und Unvernunft, zwischen Liebe und Haß, Krieg oder Frieden usw. muß so eingestellt werden, daß es unsere Welt gut erhält oder entwickelt... Je gefährlicher unsere Technik und Waffen werden, desto mehr muß sich die Verhältnismäßigkeit dann doch zu einem Übergewicht von Vernunft, Liebe und Verantwortlichkeit neigen, oder nicht?! Da wird am Ende immer weniger zulässiger Platz für Unvernunft, verantwortungslose Gier und schädigende Konkurrenz der Menschen gegeneinander bleiben...

*** Mach es doch nicht so kompliziert. Wir leben nun einmal in vollkommener Dualität, egal wie deren Pole sich auch prozentual gegenüberstehen. Ich kenne derzeit kein Beispiel für Monität, außer der überall angebetete imaginäre Gott und dessen Offenbarte Paradies ohne Gegensätze. Ja, ein Paradies ohne Gegensätze, das wäre was. Nur leider unrealistisch und rein menschlich geistiger Natur.
DU KÖNNTEST SCHON AUFGESCHLOSSENER FÜR MEINEN AUSSAGE-INHALT SEIN, DER JA RELEVANTE BEDEUTUNG HAT!

---

- “Es gibt 3 Wege zum richtigen Verhalten: 1. Nachahmung (der Einfachste, aber Unsicherste...); 2.) Erfahrung (ein recht Sicherer, aber Bitterer...); und 3.) Nachdenken (der Edelste...)...”

*** Was ist mit zusehen und raushalten?

ZUSEHEN IST IN 2.) ENTHALTEN; „RAUSHALTEN“ IST WOHL KEIN WEG ZUM RICHTIGEN VERHALTEN, SONDERN WÄRE VIELLEICHT EINE EVENTUELLE FORM SOLCHEN VERHALTENS...

Langosch sagt: Nachahmen ist dumm, wenn man nicht durch Erfahrung zum Nachdenken gebracht wird, es besser zu machen....

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- Man muß auch an dieser Stelle sehen, daß wir uns mit unserer Diskussion hier eindeutig auf der Ebene möglichst plausiblen “Philosophierens” bewegen, nicht aber auf der “ganz sicheren” Ebene der exakten Naturwissenschaften...

*** Richtig erkannt!

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- Zumal Deine Handhabung des “Polaritäts-Arguments” mit guten Gründen als verkehrt bezeichnet werden kann, wie ich hier ja erläutert habe, sollte man da kein Monopol des vernünftigen, gut bzw. allgemein nachvollziehbaren oder (einzig) richtigen Denkens für sich beanspruchen wollen! Sondern wieder: Versuchen, selbst so vernünftig, stimmig, wohlbegründet und allgemein nachvollziehbar wie möglich zu denken, um dadurch mit anderen Menschen so viel wie möglich an friedlichem Geistes-Fortschritt zu erreichen! Und dabei gaaanz viel an bescheidener Toleranz kultivieren!!!

*** Eieieiei ... mit guten Gründen als v e r k e h r t bezeichnet werden kann?

DU WEISST, ICH MEINE DIE VORHIN SCHON ANGESPROCHENE, BEI „DUALITÄT“ IMMER NOCH VÖLLIG OFFENE VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT ZWISCHEN DEN POLEN, DIE DU IN DEINEM VORHERGEHENDEN BEITRAG MISSACHTET HAST...

Wenn ich von Nachvollziehbarkeit spreche, dann erhebe ich darauf das Monopol. Denn über 90% der Erdenbürger können ihre Weltanschauung nicht nachvollziehbar erklären, ohne sie mit Heiligkeit, Wundern, Göttlichkeit und menschenverachtendem Dogmatismus auszuschmücken. Zu glauben, fast eine Mrd. Muslime üben sich in naher Zukunft in bescheidener Toleranz dem Christlichen & Jüdischen Völkern gegenüber, der hat noch nicht begriffen, warum eine friedliche Co – Existenz dieser Glaubensrichtungen unmöglich ist. Ich glaube, Du hast den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Aber ich erkläre es Dir gern, wenn Du Dir die Zeit für eine Wahrheitsfindung ( nennen wir es Wahrheitsbündnis ) nimmst.

---

- Sicher ist es sehr vernünftig, mit religiösen Menschen, ... für die Verwirklichung dieser Friedens-Botschaft zusammenarbeiten!
Wer würde Menschen wie Buddha, Jesus oder Gandhi dabei ausschließen wollen bzw. das für vernünftig halten wollen?! Zumal man eben, wie schon erklärt, nicht so anmaßend sein sollte, die Möglichkeit “über-vernünftiger” Erkenntnis- (oder Offenbarungs-)Quellen dogmatisch auszuschließen...

*** Lassen wir Buddha & Gandhi einmal außen vor, da sie keine monotheistische Religion angehören. Nehmen wir mal Jesus, Satan, Mohamed und einen vom auserwählten Volk, einen Juden. Diese, nennen wir sie einmal „Dogmaten“ sollen nun vernünftig und tolerant eine Einigung erzielen. Geht das? Dies wäre Frage Nr. 7  
JA, ICH ERZÄHLTE DIR SCHON VON DER SITUATION BEI DEN „CATHOLIC WORKERN“ UND IN DER „GANDHI-BEWEGUNG“... DIE LEUTE SIND DANN HALT OFFEN FÜR EINE WEISE DES VERNÜNFTIGEN SPRECHENS MITEINANDER, DIE ÜBER DIE EINZELNEN GLAUBENSAUFFASSUNGEN BZW. „IDEOLOGIEN“ HINWEGGREIFEN KANN... SOLCHE NICHT-IDEOLOGISIERENDE OFFENHEIT, AUCH SEITENS DER NICHT-RELIGIÖSEN GEGENÜBER DEN RELIGIÖSEN, BRAUCHEN WIR UND SOLLTEN DANN AUCH WIR AUFBRINGEN...

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- Und auch wenn ich gesagt hatte, daß mein “Schenker-Grundsatztext” der “Öm-Text” und nicht “Friedens Text” ist: Ich kann aber, wie ich bekenne, m.E. gleichzeitig und ohne Widerspruch auch den Text von “Frieden” für richtig halten... Weil die negativen Dinge, die Du unter “Religion” faßt, nicht notwendig in diesen Text hinein interpretiert werden müssen... Er spricht von den schönen, positiven Dingen...

*** Schon vergessen? Wir leben in einer Dualität, wo das eine nicht ohne das andere existieren kann! Und daher kann man nicht nur die positiven Dinge sehen und benennen, sondern muss auch zu deren schrecklichen Kehrseiten ein Bewusstsein aufbauen, da vorhanden! Wer diese bewusst ausschließen möchte, wie Du es gerade tust, handelt Schenkerunwürdig ( unlogisch, unvernünftig usw. )
NEIN, LANGOSCH, DAS IST GENAU DER PUNKT MIT DER VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT ZWISCHEN DEN POLEN: ES MUSS NICHT IN JEDER RELIGIÖSEN AUSSAGE AUCH ETWAS VERKEHRTES STECKEN BZW. KANN DAS ZUMINDEST DARIN VERNACHLÄSSIGBAR SEIN... DAS HÄNGT VON DER AUSSAGE AB: SIEHE JESU AUSSAGE: „WENN WOLKEN AM HIMMEL SIND, DANN SAGT IHR, ES WIRD REGNEN; WARUM BEURTEILT IHR NICHT AUS EUCH SELBST HERAUS, WAS RECHT IST?“

---

- Bzgl. der Bibel hast Du m.E. Recht, wenn Du manche Darstellungen im Alten Testament als primitiv, diskriminierend oder gar blutrünstig darstellst: ein Gott, der Kindesopfer fordern kann – wie in der Geschichte von Abraham, der seinen Sohn opfern sollte...; oder ein Gott, der blutrünstige Eroberungs-Kriege befiehlt, wie z.B. die Eroberung des Landes Kanaan...; oder ein Gott, der Frauen als Besitztum des Mannes hinstellt usw...

*** Na endlich! Und fast die Hälfte der Menschen auf dem Erdenrund halten die Aussagen des Alten Testamentes für die Wahrheit, ja sogar der Koran basiert auf dem AT.
Ist das nicht paradox? Und die Menschen sind von deren Wahrheit so überzeugt, dass man gegenüber dem anderen Glaubenszweig und deren Anhänger nur Verachtung und vor allem H A S S empfindet.
FALSCHE VERALLGEMEINERUNG. INSBESONDERE VIELE CHRISTEN SIND SO EINDEUTIG NICHT EINGESTELLT UND ES IST AUCH NICHT GEMÄSS DEN ABSICHTEN JESU...
Nicht wahr? Oh doch, denn jede dieser Religionen ruft dazu auf, andersgläubige Menschen zu steinigen oder ihnen durch Märtyrertum den Gar aus zu machen.
FALSCH. EINEN SOLCHEN AUFRUF GIBT ES IN DER CHRISTLICHEN RELIGION, D.H. IM EVANGELIUM JESU, NICHT.
Und da liegt der Hase begraben, die Wurzel allen Übels! Ohne Glauben, hätten wir schlagartig ein besseres Erdenleben. Denn Öfi, wie Du schon sagtest, je weniger Hass vorhanden ist, je mehr Liebe kann gedeihen!

Frage Nr. 8: Was ist an dieser Ansicht falsch? Was spricht gegen eine Ächtung dieses ganzen Aberglaubens, um den Weg zu ebnen, wo globale Liebe besser gedeihen kann?
DAGEGEN SPRICHT, DASS DU WIEDER EINE UNZULÄSSIG AUSSCHLIESSLICHE VERALLGEMEINERUNG VORNIMMST... UND ES VIELE CHRISTEN GIBT, DIE – IN ÜBEREINSTIMMUNG MIT DER „BERGPREDIGT“ JESU – AUCH ANDERSDENKENDE UND FEINDE LIEBEN WOLLEN... UND WIE SCHON GESAGT, EINIGE DAVON (GANDHI-NACHFOLGER Z.B.) SCHON VIEL MEHR FÜR DIESEN FRIEDEN TUN ALS DU... ALSO KEIN FALSCHER HOCHMUT ANGEBRACHT...

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- Auf der anderen Seite war die jüdische Religion damals im Vergleich zu den magischen Fruchtbarkeits-Kulten drum herum wohl eher auffallend “vernunftorientiert”, und wurde deshalb von der antiken Umwelt wohl z.T. mehr als eine Philosophie statt als eine “echte” (Kult-)Religion angesehen

*** Wir leben aber im Heute, wo diese damalige Vernunft sich in absolute Unvernunft gewandet hat. Wer heute von Schöpfung spricht, wie diese im AT ohne jegliche Beweiskraft in den Raum gestellt wird, verbreitet wissentlich die Unwahrheit und verstößt damit gegen die eigene Lehre! Denn dort steht schließlich, man soll kein falsch Zeugnis ablegen! Daher verachten Christen die Lüge, aber schützen sie mit allen Mitteln!

Frage Nr. 9: Steckt die Bibel voller Unwahrheiten und Lügen?
WIEDER EINE FRAGE DER VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT. ES GIBT IN DER BIBEL AUCH RECHT VIELE LÜGEN. ABER IM EVANGELIUM ÜBERWIEGT AUS MEINER SICHT DIE WAHRHEIT ENTSCHEIDEND...

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- Auch die Abrahams-Geschichte vom befohlenen Sohnes-Opfer, bei welchem Gott im letzten Moment eingeschritten sei und ihn abgehalten habe, symbolisiert wohl eine fundamentale Veränderung des Opfer-Verständnisses, nämlich daß Gott mit “Erstlings-Opfer”

*** Kennst Du das Wort „Hineininterpretation“? Was ist der Unterschied zwischen dem biblischen Inhalt und den deuten Gesetzen? Es gibt keinen, man kann diese beliebig drehen und wenden, so wie es der eigenen Moralvorstellung in den Kram passt!
Wir wollen nur froh sein, dass Gott heut zu Tage gerade 2000 jährige Mittagspause macht und den Menschen zur Glaubensprüfung nicht befielt, ihre ältesten Kinder zu opfern. Man stelle sich nur vor, er befielt und macht dann Mittagspause, ohne einzugreifen...das wäre ja nicht auszudenken, überall Leichen...
Weiterhin ist die Bibel einfach geschrieben, damit sie auch die niedere Masse versteht. Daher sind diese ganzen hochintellektuellen Interpretationen absolut fehl am Platz, da sie den eigentlichen Sinn der Niederschrift verfehlen, nämlich das „Sein“ aus den Augen im Altertum lebender Ziegenhirten zu erklären.    

Frage Nr. 10: Ist die Bibel wörtlich oder sinngemäß zu verstehen?

DAS HÄNGT VON DER BIBELSTELLE AB... UND ZU DEINER VORHERGEHENDEN AUSSAGE: ES KANN HEUTE VIEL KOMPLIZIERTE WISSENSCHAFT ERFORDERN, UM ZU VERSTEHEN, WAS FÜR DIE ZIEGENHIRTEN DAMALS EINFACH AUFZUFASSEN WAR...

---

- Und auch Gebote wie das 5.Gebot “Du sollst nicht töten!”

*** ... wird biblisch und durch Gott selbst aufgehoben, mit: Brudermord, Steinigungen, Abschlachtung Andersgläubiger, Tötung von Ehebrecherinnen, Plattmachung von Städten und ihren Bewohnern, Tötung von Männern und Frauen, aber die Jungfrauen lasst für euch am Leben ( die dürfen zur Belohnung gevögelt werden ).
Man gebe Gesetze und setze sie mit Zusatzverordnungen außer Kraft, wenn es denn von Nöten sein soll. Eigentlich muss man aufpassen, beim Lesen in der Bibel keine blutigen Hände zu bekommen.
DA HABE ICH DIR JA Z.T. RECHT GEGEBEN BZGL. GEWALT IM AT... TROTZDEM BLEIBT AUCH DIE RELATIVE BEFRIEDUNGSTENDENZ IM AT GEGENÜBER DEN UMLIEGENDEN RELIGIONEN FESTSTELLENSWERT... UND ICH SEHE DAS AT JA ALS DOKUMENTATION EINES ALLMÄHLICHEN VERSTEHENSPROZESSES, IMMER MEHR ZU BEGREIFEN, WAS EIGENLICH GOTT UND SEIN WILLE IST...

---

- Jesus kann ich als einen Anwalt des gewaltfreien Teilens bzw. der schenkenden Liebe (- des “Kleinsten Nötigen Einiguns-Nenners” -) ansehen, ohne zu große Probleme!...

***  Es gibt keinen einzigen nachvollziehbaren wahren Beweis, dass es Jesus als Mensch überhaupt gab. Ich will es aber auch nicht bestreiten. Jesus ist nicht viel greifbarer als sein Vater.

DAS WAR NICHT MEINE AUSSAGE. ICH KANN MEINE AUSSAGE AUCH ÜBER IHN MACHEN, WENN ICH IHN ALS FIKTIVE GESTALT NEHMEN WÜRDE. IST IN MEINEN AUGEN RELATIV EGAL. OBWOHL NACH MEINEM STUDIENWISSEN MEHR FÜR DIE GESCHICHTLICHE EXISTENZ SPRICHT...

---

- Ich teile bei alledem die Sicht, daß die Beschreibung der jüdischen Religions-Entwicklung in der Bibel am besten als eine “fortschreitende Verständnis-Verbesserung” bzw. eine anfangs noch sehr fehlerhafte, dann aber immer richtiger werdende Beschreibung angesehen werden sollte für das, was Gott wirklich ist und will... -

*** Sage dies mal den wahren Christen oder Juden. Da bist Du sofort ein Ketzer, den man zu bekämpfen hat. Die Schenkerbewegung wirst Du mit dieser Ansicht nicht mit Menschen aus diesem Lager vergrößern können. Denk da mal drüber nach.

STIMMT NICHT GANZ. CHRISTEN KÖNNEN DAS AT SO SEHEN. JESUS KORRIGIERT JA EINDEUTIG AT-AUSSAGEN IN DER BERGPREDIGT MIT BERUFUNG AUF DAS EIGENTLICH VON GOTT GEWOLLTE...

Wie man Massen für sich gewinnt, hat einmal ein Mann mit Oberlippenbart eindrucksvoll gezeigt. Dem waren ganz andere Dinge HEILig.

JESUS WAR SEHR MASSENWIRKSAM IN DER GESCHICHTE...

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- ... Aussteigen aus dem Sucht-, Gier-, Vergeldtungs- und Zerstörungs-System”

*** Aussteigen kann auch zur Sucht werden...  
ICH SUCHE NACH DER RICHTIGEN VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT: ABER WIE RADIKAL SOLLTE MAN ZU WAHRHEIT UND LIEBE AUSSTEIGEN, WENN MAN DIE MENSCHHEIT DA NOCH ZU AUFWACHEN UND UMKEHR BEWEGEN WILL?!

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- Übrigens ist es, wenn Langosch so vor dem Wald mit Zecken, Spinnen und Krankheitsgefahr warnt, doch wohl immer noch so, daß die Natur in einer Weise für uns Wurzel und Heimat ist, daß wir sie nicht durch irgendeine künstliche Lebenswelt in gesunder Weise ersetzen können...

*** Die Natur gab uns im Laufe der Zeit den Grips zum Nachdenken, um damit besser in dieser Welt bestehen zu können. Daher werden wir heute durchschnittlich 80 Jahre alt, wo die armen Leutchen aus dem Mittelalter schon mit 40 ins Gras gebissen haben. Bewusste hygienische Lebensweise und das „Ausschalten“ möglicher Gefahren ( Zecken, Viren, Würmer ) ist ein enormer Fortschritt, den ein Waldmensch mit ein paar Lebensjahren weniger bezahlt. Aber mit Gottes Segen bekommst Du bestimmt keine todbringende Waldkrankheit...
Ich wünsche Dir von ganzen Herzen, nicht in die Situation zu kommen, vom schulmedizinischen Krankenhäusern wegen fehlender Krankenversicherung abgelehnt zu werden und an einer aus dem Wald stammender Krankheit zu sterben.

OHNE GEFAHR IST KAUM WAS IM LEBEN. ABER NACH MEINEM KENNTNISSTAND IST RADIKALE WILD-ROHKOST-ERNÄHRUNG ETWAS SEHR GUTES FÜR DIE GESUNDHEIT...

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- Dazu lade ich auch Dich ein, “Freidenker Langosch”... Ich habe nämlich fast das Gefühl, es könnte Dir mehr gefallen, im Wohnzimmer Bildungs-Bücher zu lesen, als mit jemandem wie mir echt zur radikalen Revolution zu blasen...

*** Lieber Öff Öff, wenn ich kein Interesse hätte, etwas dazu beizutragen, mehr Wahrheit und Gerechtigkeit in diese Welt zu bringen, würde ich mir nicht die ganze Arbeit machen und Jahre meines Lebens für Bildung und die Hinterfragung allem zu verschenken.
Mein Agieren hier dient auch dazu, Dich besser kennen zu lernen und den kleinst möglichen Nenner zwischen unseren Ansichten zu finden.  
Um Dich besser zu verstehen, könntest Du doch einfach die 10 Fragen beantworten. Wenn Dir zwischen meinen Zeilen etwas ins Auge springt, zögere nicht, es anzusprechen.

Hier noch einmal meine Fragen an Dich in geballter Ladung:

Frage Nr. 1: Wie kann jemand Du, logisches, stimmiges und folgerichtiges Denken mit ganzheitlicher Sinngebung herbeiwünschen, wenn sein Glaube genau dem widerspricht?

Frage Nr. 2: Aus welchen Gründen zieht es die Menschen hin zu einem religiösen Glauben?

Frage Nr. 3: Existieren folgende Dinge: Russels Teekanne, das fliegende Spaghettimonster, das rosarote unsichtbare Einhorn, Schniedelwutztraja, nur weil keiner dessen Nichtexistenz beweisen kann?

Frage Nr. 4: Willst Du meiner gerade getätigte Aussage widersprechen? ( Du irrst, denn die Wissenschaft ist keine Religion und wird es auch nie werden. Denn sie ist nur das Instrument, die verschiedenen Glaubenstheorien wie beispielsweise die darwinistische Abstammungstheorie oder alle abrahamischen Schöpfungslehren ( Christentum, Judentum, Islam ) auf deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Und da schneiden die drei Abrahamischen verheerend schlecht ab, ganz im Gegensatz zur Darwinistischen. )

Frage Nr. 5: Glaubst Du an Jesus Christus und seinem Vater, dem Gott der Bibel?

Frage Nr. 6: Wenn nicht, hältst Du diese für unrealistisch und bist von dessen Nichtexistenz überzeugt? ( hat sich beim weitern Lesen ja schon beantwortet )

*** Lassen wir Buddha & Gandhi einmal außen vor, da sie keine monotheistische Religion angehören. Nehmen wir mal Jesus, Satan, Mohamed und einen vom auserwählten Volk, einen Juden. Diese, nennen wir sie einmal „Dogmaten“ sollen nun vernünftig und tolerant eine Einigung erzielen. Geht das? Dies wäre Frage Nr. 7  

Frage Nr. 8: Was ist an dieser Ansicht falsch? Was spricht gegen eine Ächtung dieses ganzen Aberglaubens, um den Weg zu ebnen, wo globale Liebe besser gedeihen kann?

Frage Nr. 9: Steckt die Bibel voller Unwahrheiten und Lügen?

Frage Nr. 10: Ist die Bibel wörtlich oder sinngemäß zu verstehen?

ICH HABE DIE FRAGEN JA SCHON ZWISCHENDURCH BEANTWORTET...
WEISST DU, LANGOSCH, ICH VERTEILE MICH HIER ZWISCHEN VERSCHIEDENEN GANZ TOLLEN PROJEKTEN FÜR EINE ANDERE WELT, „FREIE ERDE FÜR FREIE TEILENDE MENSCHEN“... ORTE AUCH VERNÜNFTIGER VERSÖHNUNG UND EINUNG VERSCHIEDENSTER MENSCHEN... UND EVENTUELL KANN ICH DIE ORTE NICHT GUT HALTEN, WEIL MENSCHEN WIE LANGOSCH MIT SELBSTBILDUNGS-PROGRAMMEN IM BÜRGERLICHEN LEBEN STECKEN BLEIBEN...
KOMM UND HILF MIR BEI DEN KEIMZELLEN EINER VERNÜNFTIGEN VERSÖHNUNGS-WELT!!!
DEIN ÖFFI

***

Freundlichst ... Freidenker Langosch
Ich grüße das 'Natürliche (Göttliche) Licht' in Allen! global-love.eu
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Beitragvon moni » 14. Jan 2009 23:07

Zitat (von woher auch immer):
"Ein wissenschaftlicher Nichtnachweis als Umkehrschluss für seine Existenz zu gebrauchen ist eben Religion. Es ist so und basta! Jeder Quacksalber kann heute irgendeine Spinnerei verkünden und behaupten: Wer mir nicht das Gegenteil beweisen kann, muss meine Behauptung als wahr anerkennen!
Dies ist in jeder Religion der Fall und dieses Fundament ist so was von schwammig.
Daher meine Frage Nr. 3: Existieren folgende Dinge: Russels Teekanne, das fliegende Spaghettimonster, das rosarote unsichtbare Einhorn, Schniedelwutztraja, nur weil keiner dessen Nichtexistenz beweisen kann?
ICH HABE KEINE UMKEHRSCHLUSSBEHAUPTUNG GEMACHT! ICH HABE NUR GESAGT, MAN KANN NICHT SAGEN, DASS ES DAS NICHT GIBT. UND DAMIT SOLLTE MAN RESPEKTVOLL UMGEHEN... "

Russels Teekanne und die anderen Beispiele solgen Folgendes verdeutlichen. Niemand kann einen Beweis, dafür finden dass es sie gibt, so wie man nicht beweisen kann, dass es Gott gibt. Aber man kann sagen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass im Weltall eine Teekanne fliegt oder ein Spagettimonster, oder ein rosarotes unsichtbares Einhorn. Aufgrund der großen Unwahrscheinlichkeit wird kein gesunder Mensch annehmen, dass sowas existiert. Aber die Gottesgläubigen haben ein Freifahrtschein. Keiner hat wissenschaftlich die Existenz Gottes beweisen können, aber da man seine Nichtexistenz nicht beweisen kann, soll man gefälligst Respekt vor dem Glauben haben. Soll man den auch Respekt davor haben, wenn jemand an die Existenz eines rosaroten unsichtbaren Einhorns glaubt?

Ich habe Respekt davor, dass meine Tochter an einen Feuerdrachen glaubt, der ihr hilft und sie beschützt. Aber ich weiß doch, das er nicht existiert und es nur eine Phantasie ist.
moni
 

Beitragvon moni » 14. Jan 2009 23:14

noch so'n Zitat:
"Und ob Schenker nun religiös sind oder nicht, spielt hierbei für mich keine Rolle. Nur ob Öfi, der Repräsentant der Schenkerbewegung einen religiösen Glauben vertritt, möchte ich genau wissen, denn darauf baut sich alles weitere auf.
NEIN, DAS IST IN SB NICHT SO, WEIL ICH ODER ANDERE SCHENKER NICHT IHRE PERSÖNLICHEN EINZELMEINUNGEN ZU VERALLGEMEINERN HABEN, SONDERN NUR DARAUF ZU ACHTEN HABEN, DASS ES KEINE „ABSICHTLICHEN WESENTLICHEN WIDERSPRÜCHE ZU DEN SCHENKER-EINIGUNGSNENNER-IDEALEN“ GIBT... BITTE VERZICHTE AUCH DU AUF UNZULÄSSIGES VERALLGEMEINERN! "

Da muss ich aber auch wiedersprechen. Ich bin keine Christen und war 3 Jahre lang Schenkerin.
moni
 

Beitragvon moni » 14. Jan 2009 23:30

und noch eens:

"Nicht wahr? Oh doch, denn jede dieser Religionen ruft dazu auf, andersgläubige Menschen zu steinigen oder ihnen durch Märtyrertum den Gar aus zu machen.
FALSCH. EINEN SOLCHEN AUFRUF GIBT ES IN DER CHRISTLICHEN RELIGION, D.H. IM EVANGELIUM JESU, NICHT. "

und von so'm Buch dagegen:

"Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen und im Herzen zu träge, an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben! Mußte nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit hineingehen? Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf." (Lk 24,25-27)"

"Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. (Matthäus 5:17 nach Revidierter Elberfelder)"

Also hat Jesus dem Alten Testament ausdrücklich nicht wiedersprochen. Die Gesetze des alten Testaments bleiben für einen Anhänger Jesus gültig. Nur da, wo sie durch die Gesetzesdeuter entstellt werden, da versuchte er ihnen die richtige Bedeutung zurückzugeben. Z.B. bei der Heilgung des siebten Tages.
moni
 

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