Soziale Erwünschtheit

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Soziale Erwünschtheit

Beitragvon Kolibri » 22. Dez 2010 07:53

Liebe Elbin,
bezüglich deiner heutigen Stellungnahme und Kritiken möchte ich dir sagen, dass auch mir kurzzeitig die Finger juckten, um ein paar Worte nach Öffis und MariaMagdalenas Beiträgen in "Mann bin ich enttäuscht" posten wollte..Doch der Threadtitel ließ mich weitersehen....Beide posten ihre Enttäuschung...und mit enttäuschten Gefühlen ist die Wahrnehmung zwar real-und zwar bei beiden, jedoch auch verzerrt, im Sinne von nicht objektiv...Ich kann in einem enttäuschten Zustand bis ins endlose Hin und Herkritisieren, mich rechtfertigen, etwas klarstellen, reiben etc.....eine mögliche Variante, die wiederum mir wenig effektiv erscheint...

Manchmal, nicht immer, gelingt es mir jedoch mit Distanz das Geschehen zu beobachten, sehe dann eben, dass Enttäuschungen hin und herfliegen und übe mich im Unparteisch sein, denn nur dann bin ich eine wirkliche Hilfe....andernfalls lediglich ein Fürsprecher für die eine oder andere Seite...

Und gugge mal, dieses "Phänomen" hier spielt auch noch eine große Rolle:

Soziale Erwünschtheit (Social-Desirability-Response-Set) ist ein Störfaktor bei Befragungen in Sozialwissenschaft und Marktforschung und somit eine Verzerrung. Soziale Erwünschtheit liegt vor, wenn Befragte Antworten geben, von denen sie glauben, sie träfen eher auf Zustimmung als die korrekte Antwort, bei der sie soziale Ablehnung befürchten.

Es gibt zwei Arten sozialer Erwünschtheit: kulturelle und situationale soziale Erwünschtheit. Erstere hat ihre Ursache in internalisierten allgemeinen Verhaltenserwartungen (z. B. aufgrund traditioneller Geschlechterrollen), letztere in konkreten Stimuli der Befragungssituation (z. B. wegen Geschlecht oder Hautfarbe des Interviewers oder der Öffentlichkeit der Interviewsituation).[1]

Das Ausmaß der Verzerrung durch soziale Erwünschtheit hängt auch vom Thema der Befragung ab. Besonders betroffen sind heikle oder peinliche Fragen[2][3], zum Beispiel nach dem Alkoholkonsum oder der politischen Präferenz für Parteien am rechten und linken Rand des Parteienspektrums. Soziale Erwünschtheit wird zu den Response Sets (Antwortverzerrungen) gerechnet.

Da der wahre Wert, also die Antworten ohne den Einfluss der sozialen Erwünschtheit, unbekannt ist, kann man den Effekt nur schwer erkennen. Es ist allerdings möglich Fragen zu identifizieren, die anfällig für soziale Erwünschtheit sind. Dazu fordert man einen Teil der Befragten („split ballot“) auf, die Fragen so zu beantworten, dass sie sich in einem möglichst günstigen Licht darstellen („Faking Good Instruction“). Einen anderen Teil der Befragten fordert man auf, die Fragen so zu beantworten, dass sie sich in einem möglichst ungünstigen Licht darstellen („Faking Bad Instruction“). Je stärker sich die Antworten der beiden Gruppen unterscheiden, desto eher ist die Frage von sozialer Erwünschtheit betroffen.[4]

Maßnahmen zur Verringerung des Einflusses sozialer Erwünschtheit sind geschickte Frageformulierungen[5] oder der Einsatz von Fragebatterien, deren Einzelfragen unterschiedlich stark von dem Problem betroffen sind. Eine Methode, den Anteil der ehrlichen Antworten zu schätzen, ist die Randomized-Response-Technik.

http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Erw%C3%BCnschtheit

Dies mitbeachtend, kann zur objektiveren Einsicht führen...

Gabriela
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Re: Soziale Erwünschtheit

Beitragvon Tachyon » 22. Dez 2010 11:16

Was willst du uns damit jetzt sagen?
Tachyon
 

Re: Soziale Erwünschtheit

Beitragvon Kolibri » 22. Dez 2010 12:47

...dass ich minütlich, stündlich, täglich Hausaufgaben mache, tachy....

und hiermit allen Frohe Bild
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Re: Soziale Erwünschtheit

Beitragvon Tachyon » 22. Dez 2010 12:57

Was für Hausaufgaben?
Tachyon
 

Re: Soziale Erwünschtheit

Beitragvon Kolibri » 22. Dez 2010 15:04

Bild Tachy, sei mal umarmt, so sehr rührt mich deine Frage, die sich so unschuldig anfühlt...
Hausaufgaben für und mit Elementarteilchen natürlich... ;)
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Re: Soziale Erwünschtheit

Beitragvon Tachyon » 22. Dez 2010 19:57

Ich will nicht umarmt werden, das ist ja ekelhaft, das hat Öffi auch schon probiert, ich hätt fast gekotzt.

Ich dachte eher du willst hier über etwas diskutieren, denn das Thema finde ich durchaus interessant, allerdings wollte ich erstmal fragen ob du vielleicht auf etwas bestimmtes hinaus willst.
Tachyon
 

Re: Soziale Erwünschtheit

Beitragvon Kolibri » 22. Dez 2010 21:35

Tachy, stell du einfach rein, was dich beim Thema hier bewegt, ich bin ganz normalerweise längst im Weihnachtsurlaub, heißt, und meine Sinne sind woanders...Weiß selber nicht, wieso ich eben nochmal hier reinschaute...

Bin so 3-4 Tage weg...und vielleicht findet sich ja der ein oder andere, der mit dir diskutiert..
Bei mir ists einfach so, dass ich mit jedem Posting ein stückweit aufräume...z.B.Gelassenheit entwickle, wo mich vorher jede Menge aufwühlte... Und sich mancherlei Enttäuschungen von innen besehen, da, wo ich vorher etwas erwartet hatte...

So, und nun Manege frei für Diskussionen.....

bis neulich
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Re: Soziale Erwünschtheit

Beitragvon luna » 22. Dez 2010 22:17

Isch check hier aber nix.
Guuuute Nacht......


ach so: auch stimmungsvolle Weihnachtstage dir Gabilein und allen, mit einem besonders fetten Umarmerchen für Tachy.....knutschi wollt ich schon sagen, aber das Wort
bereits reserviert.....he he...

lassts' euch schön gutgehn. :)
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Re: Soziale Erwünschtheit

Beitragvon luna » 22. Dez 2010 22:18

ist reserviert...wollt ich sagen, schlaf schon halb....
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Re: Soziale Erwünschtheit

Beitragvon amaroland » 24. Dez 2010 00:48

Kolibri hat geschrieben:Liebe Elbin,
bezüglich deiner heutigen Stellungnahme und Kritiken möchte ich dir sagen, dass auch mir kurzzeitig die Finger juckten, um ein paar Worte nach Öffis und MariaMagdalenas Beiträgen in "Mann bin ich enttäuscht" posten wollte..Doch der Threadtitel ließ mich weitersehen....Beide posten ihre Enttäuschung...und mit enttäuschten Gefühlen ist die Wahrnehmung zwar real-und zwar bei beiden, jedoch auch verzerrt, im Sinne von nicht objektiv...Ich kann in einem enttäuschten Zustand bis ins endlose Hin und Herkritisieren, mich rechtfertigen, etwas klarstellen, reiben etc.....eine mögliche Variante, die wiederum mir wenig effektiv erscheint...

Manchmal, nicht immer, gelingt es mir jedoch mit Distanz das Geschehen zu beobachten, sehe dann eben, dass Enttäuschungen hin und herfliegen und übe mich im Unparteisch sein, denn nur dann bin ich eine wirkliche Hilfe....andernfalls lediglich ein Fürsprecher für die eine oder andere Seite...

Und gugge mal, dieses "Phänomen" hier spielt auch noch eine große Rolle:

Soziale Erwünschtheit (Social-Desirability-Response-Set) ist ein Störfaktor bei Befragungen in Sozialwissenschaft und Marktforschung und somit eine Verzerrung. Soziale Erwünschtheit liegt vor, wenn Befragte Antworten geben, von denen sie glauben, sie träfen eher auf Zustimmung als die korrekte Antwort, bei der sie soziale Ablehnung befürchten.

Es gibt zwei Arten sozialer Erwünschtheit: kulturelle und situationale soziale Erwünschtheit. Erstere hat ihre Ursache in internalisierten allgemeinen Verhaltenserwartungen (z. B. aufgrund traditioneller Geschlechterrollen), letztere in konkreten Stimuli der Befragungssituation (z. B. wegen Geschlecht oder Hautfarbe des Interviewers oder der Öffentlichkeit der Interviewsituation).[1]

Das Ausmaß der Verzerrung durch soziale Erwünschtheit hängt auch vom Thema der Befragung ab. Besonders betroffen sind heikle oder peinliche Fragen[2][3], zum Beispiel nach dem Alkoholkonsum oder der politischen Präferenz für Parteien am rechten und linken Rand des Parteienspektrums. Soziale Erwünschtheit wird zu den Response Sets (Antwortverzerrungen) gerechnet.

Da der wahre Wert, also die Antworten ohne den Einfluss der sozialen Erwünschtheit, unbekannt ist, kann man den Effekt nur schwer erkennen. Es ist allerdings möglich Fragen zu identifizieren, die anfällig für soziale Erwünschtheit sind. Dazu fordert man einen Teil der Befragten („split ballot“) auf, die Fragen so zu beantworten, dass sie sich in einem möglichst günstigen Licht darstellen („Faking Good Instruction“). Einen anderen Teil der Befragten fordert man auf, die Fragen so zu beantworten, dass sie sich in einem möglichst ungünstigen Licht darstellen („Faking Bad Instruction“). Je stärker sich die Antworten der beiden Gruppen unterscheiden, desto eher ist die Frage von sozialer Erwünschtheit betroffen.[4]

Maßnahmen zur Verringerung des Einflusses sozialer Erwünschtheit sind geschickte Frageformulierungen[5] oder der Einsatz von Fragebatterien, deren Einzelfragen unterschiedlich stark von dem Problem betroffen sind. Eine Methode, den Anteil der ehrlichen Antworten zu schätzen, ist die Randomized-Response-Technik.

http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Erw%C3%BCnschtheit

Dies mitbeachtend, kann zur objektiveren Einsicht führen...

Gabriela


mir ist es scheißegal, was andere von meiner meinung halten. wer sich asozial verhält, ist eben sozial unerwünscht.
amaroland
 


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